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Autobiographisches Schreiben portugiesischer Autorinnen nach 1974

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Carla Batuca-Branco

Der intimismo – unter diesem Begriff fasst die portugiesische Literaturwissenschaft das autobiographische Schreiben zusammen – ist ein bislang nur wenig erforschtes Themengebiet, das eindeutig größere Aufmerksamkeit verdient. Auch die Forschungen zur Frauenliteratur in Portugal weisen große Lücken auf, die jedoch nicht über die Tatsache hinwegtäuschen können, dass ein qualitativ hochwertiges Korpus an weiblichen Werken existiert. Diese Studie hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, die autobiographische postrevolutionäre Literatur portugiesischer Autorinnen näher zu beleuchten. Werke von Agustina Bessa-Luis, Adília Lopes, Teolinda Gersão und den so genannten Três Marias werden anhand von eigens hierfür entwickelten systematischen Kategorien analysiert. Sowohl die Aspekte (weibliche) Identitätssuche und Zeitverständnis, als auch das Thema Ich und Geschichte sowie Reflexionen über das (eigene) intimistische Schreiben gelten dieser Untersuchung zufolge als Autobiographie-Indikatoren, die sich durchaus auch auf andere Nationalliteraturen übertragen lassen.
Aus dem Inhalt: Tradition autobiographischer Literatur in Portugal – Wahrheit und Fiktion, Erinnerung und Gedächtnis, Leserrolle – Textimmanente Analyse nach Autobiographie-Indikatoren: (weibliche) Identitätssuche, Zeitverständnis, Ich und Geschichte, Metatextualität – Subjektproblematik im autobiographischen Text, Rolle des Spiegels und des Körpers, gender studies – Autorinnen: Três Marias, A. Bessa-Luis, A. Lopes, T. Gersão.