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Das Institut der Adoption im preußischen Allgemeinen Landrecht und im französischen Code civil zwischen Rezeption römisch-rechtlicher Prinzipien und verändertem Familienverständnis

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Diana Catharina Kurtz

Die heutige familienrechtliche und kindesfreundliche Sichtweise der Adoption ist keineswegs naturgegeben, sondern erst das Ergebnis einer Synthese aus historischer Entwicklung und aktuellem Familienverständnis. Dabei bildet das Familienverständnis einer Gesellschaft stets den Spiegel ihrer philosophischen Vorstellungen und ihres daraus resultierenden Menschenbildes. Den Funktionswandel der Adoption vor Augen, von einem zunächst erbrechtlichen hin zu einem familienrechtlichen Institut, untersucht die Autorin die Frage, inwieweit das römische Adoptionsrecht, das über Jahrhunderte in der europäischen Rechtstradition nachwirkte, die naturrechtlichen Privatrechtskodifikationen, insbesondere das preußische Allgemeine Landrecht und den französischen Code civil, beeinflusst hat.
Aus dem Inhalt: Die Adoption im Römischen Recht – Grundlinien der Entwicklung vom frühen Mittelalter bis zum 18. Jahrhundert – Die Regelung der Adoption im preußischen Allgemeinen Landrecht von 1794 und dem Code civil von 1804 – Vergleich der Regelung der Adoption im ALR und Code civil – Aufrechterhaltung von römischen Adoptionsprinzipien im ALR und Code civil?