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Schostakowitsch und die Symphonie

Referate des Bonner Symposions 2004

Series:

Hartmut Hein and Wolfram Steinbeck

Mit Schostakowitschs Symphonien wird die Geschichte der Gattung im 20. Jahrhundert unter den besonderen Bedingungen musikalischer Produktion in der Sowjetunion fortgeschrieben. Die Beiträge dieses Bandes behandeln Schostakowitschs Anbindung an die symphonische Tradition, seinen Umgang mit politischer Dichtung und der Doktrin des sozialistischen Realismus, Perspektiven der westlichen Rezeption seiner Symphonien sowie kompositorische Aspekte und Kontexte der spezifischen Anlage einzelner Werke. Das Bonner Symposion 2004 versammelte eine Reihe namhafter Autoren im Vorfeld des Jubiläumsjahres 2006, deren individuelle Zugangsweisen ein aktuelles Bild der wissenschaftlichen Diskurse zum Werk des Komponisten bieten.
Aus dem Inhalt: Dittmar Dahlmann: «Chaos statt Musik». Politik und Musik in der Sowjetunion von den 1920er bis zu den 1970er Jahren – Dorothea Redepenning: Schostakowitsch und die symphonische Tradition – Manuel Gervink: Affirmation und Pathos? Schostakowitschs Symphonik und der «sozialistische Realismus» – Kadja Grönke: Politische Dichtung in Schostakowitschs Symphonik – Marie-Luise Bott: Die Danse macabre der sowjetischen Moderne. Zu Gattung und Gedichtauswahl der XIV. Symphonie op. 135 (1969) von Dmitrij Schostakowitsch – Wolfram Steinbeck: Anschluß und Aufbruch. Zu Schostakowitschs früher Symphonik – Hans-Joachim Hinrichsen: «Das ist doch keine Apotheose.» Warum ist Schostakowitschs V. Symphonie so mißverständlich? – David Fanning: Warum ist Schostakowitschs VI. Symphonie so schwer verständlich? – Christian Martin Schmidt: Sinfonia in tempore belli. Anmerkungen zur VIII. Symphonie von Dmitrij Schostakowitsch – Hartmut Schick: Die unpolitisch Heitere? Versuch einer Neuinterpretation von Schostakowitschs IX. Symphonie von 1945 – Hartmut Hein: «Showpieces»? Schostakowitsch, Leonard Bernstein und die USA – Detlef Gojowy: Klingende Rezeption - der «Volksfeind» auf Tonträgern.