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Das Abstraktionsprinzip im deutschen Urheberrecht

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Karsten Lisch

Die Geltung des allgemeinen zivilrechtlichen Abstraktionsprinzips ist im Urheberrecht seit langem umstritten. Literatur und Rechtsprechung gehen zum Teil davon aus, dass die Beendigung von Nutzungsverträgen über urheberrechtlich geschützte Werke zum sofortigen Rechterückfall auf den Urheber führt. Die betroffenen Rechteverwerter, wie z.B. Filmproduzenten, haben die Nutzung des Werkes sofort einzustellen. Anhand der Rechtsfolgen von Abstraktion und Kausalität zeigt die Arbeit auf, dass es eines Rechterückfalls zum Schutz des Urhebers nicht bedarf. Sodann werden die einschlägigen gesetzlichen Vorschriften auf Hinweise für eine Ausnahme vom Abstraktionsprinzip untersucht. Mangels hinreichender Anhaltspunkte hierfür kommt die Arbeit zu dem Ergebnis, dass das Abstraktionsprinzip auch im Urheberrecht uneingeschränkt anwendbar ist.
Aus dem Inhalt: Rechtsnatur des Nutzungsvertrages – Dinglichkeit des Nutzungsrechts – Rechtsfolgen bei sofortigem Rechterückfall und bei Abstraktion – Gesetzliche Anhaltspunkte für eine Einschränkung des Abstraktionsprinzips – Zweckübertragungslehre – Angemessenheitsgrundsatz – Stellenwert der Verkehrsfähigkeit des Nutzungsrechts im UrhG – Analogie zu § 9 Abs. 1 VerlG.