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Die Sprachverwirrung und das Problem des Mythos

Vom Turmbau zu Babel zum Pfingstwunder

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Michaela Greb

Die Erzählung vom Turmbau zu Babel stellt die Verwirrung des Denkens, Lebens und Sprechens dar. An Pfingsten entsteht ein gemeinsames Verstehen, gemeinsame Erfahrung. Babel und Pfingsten sind beides kommunikative Urszenen. In beiden Erzählungen geht es um Verstehen, um das Verstehen von Sprache. Aber was ist mit Verstehen gemeint? Was geschieht beim Verstehen? In welchem Zusammenhang sind Sprache, Mythos und Religion zu sehen? Der Spielraum zwischen Babel und Jerusalem steht als Chiffre für die Spannung zwischen Nichtverstehen und Verstehen, Vielheit und Einheit, scheiternder und gelingender Kommunikation. Die Totalität des Mythos und die Pluralität der Sprache spielen da eine Rolle, wo das Einzelne, das Sprechen, sie zusammenbringt.
Aus dem Inhalt: Zum Begriff des Mythos – Mythos und Sprache – Mythos und Religion – Zum Verstehensbegriff – Religiöses Sprechen: Zwischen Sehen und Sagen – Die gemeinsame Sprache und die Sprachverwirrung – Das Pfingstwunder: Eine Zurücknahme von Babel? – Babel und Jerusalem: Die Spannung zwischen Nichtverstehen und Verstehen – Die Totalität des Mythos und die Pluralität der Sprache.