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Sittenwidrige Rechtsgeschäfte in der späten Kaiserzeit

Die Entwicklung der reichsgerichtlichen Rechtsprechung zu § 138 BGB von 1900 bis 1914

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Holger Ruff

Die Arbeit befaßt sich mit der frühen Judikatur des Reichsgerichts zur Sittenwidrigkeit von Rechtsgeschäften nach § 138 BGB. Die durch das ehemals höchste deutsche Gericht geschaffenen, gegenwärtig nur noch wenig bekannten Grundlagen bestimmen bis heute trotz erheblicher Verfeinerungen Rechtsprechung und Jurisprudenz. Den Gegenstand der Untersuchung bilden neben den veröffentlichten auch die unveröffentlicht gebliebenen Entscheidungen des Reichsgerichts, die vom Inkrafttreten des BGB an bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges ergangen sind. In typischen Fallgruppen zusammengefaßt, werden die einzelnen Entscheide und die Entwicklung der höchstrichterlichen Spruchpraxis ausführlich dargestellt. Darüber hinaus sind die zeitgenössische Literatur und ihre Kritik an den Judikaten berücksichtigt.
Aus dem Inhalt: Verstöße gegen die ehe- und familienrechtliche Ordnung – Bordellverträge – Arztpraxisveräußerungen – Kreditsicherungsgeschäfte – 1.500-Mark-Verträge – Pactum de non licitando und Submissionsabsprachen – Wucher und wucherähnliche Rechtsgeschäfte – Bierbezugsverträge – Konkurrenzverbote – Polenklausel.