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Petroimperialismus und Freiheit?

Die Irak-Intervention aus geoökonomischer Sicht der USA im Kontext der amerikanischen Außenpolitik

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Andrea K. Riemer

Kaum eine Intervention der USA wurde derart heftig diskutiert wie die Intervention im Irak im Jahr 2003. Die Schaffung des Interventionsprätextes mit Informationen, die sich im Nachhinein als manipuliert herausstellten, die Planung des Feldzuges, welche die diametral entgegengesetzten Positionen zwischen hohen Vertretern der Streitkräfte und politischen Entscheidungsträgern deutlich machte, die Durchführung des Feldzuges und die desaströse Bewältigung der Phase des Nation Building brachten die USA und ihre gesellschaftlich-politischen Eliten in eine Situation, die sich noch am ehesten mit jener nach dem Vietnamkrieg vergleichen lässt. In diesem Buch wird die Irak-Intervention von 2003 in den gesamtstrategischen Kontext der amerikanischen Außenpolitik eingebettet und aus ausschließlich amerikanischer Sicht analysiert und bewertet. Dabei wird besonders zwischen «root causes» und «surface causes» unterschieden. Zudem werden Optionen für weitere Gestaltungsmöglichkeiten der Region dargelegt. Die Arbeit beruht ausschließlich auf offenen Quellen von Administrationsdokumenten und Sekundärliteratur. Ziel war eine mehrdimensionale Darstellung der Intervention sowohl aus geostrategischer als auch aus geoökonomischer Sicht.
Aus dem Inhalt: Dauerhafte Parameter der amerikanischen Außenpolitik – Grundlegende Gedanken zur Energiepolitik der USA – Geoökonomische Betrachtung in der amerikanischen Grand Strategy – Die Region des Broader/Greater Middle East – Die Rolle von Öl und Gas am Weltenergiemarkt – Die USA und ihr Öl- und Gasbedarf – Die Broader Middle and North Africa Initiative – Einschätzung der Intervention im Irak im Kontext geoökonomischer und gesamtstrategischer Annahmen – Optionen für den neuen US-Präsidenten.