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Tötung auf Verlangen

Die Abgrenzung des § 216 StGB zur straflosen Beihilfe zum Suizid sowie das Verhältnis von privilegierenden zu qualifizierenden Tötungsumständen

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Caroline Vöhringer

Im Gegensatz zu anderen Rechtsordnungen sieht das deutsche Strafrecht keine Strafbarkeit der Beihilfe zum Suizid vor. Dadurch erlangt die Abgrenzung zwischen der straflosen Beihilfe und der strafbaren Tötung auf Verlangen eine zentrale Bedeutung. Weshalb hat der Gesetzgeber eine Unterscheidung angeordnet? Dieses Buch setzt sich mit den Argumenten für die Differenzierung auseinander, wobei auf die jüngsten auch europäischen Entwicklungen vor dem Hintergrund der Debatte um die Sterbehilfe sowie zu § 216 StGB eingegangen wird. Darüber hinaus wird das Zusammentreffen von privilegierenden und qualifizierenden Tötungsumständen diskutiert. Der Fall des «Kannibalen von Rotenburg» hat jüngst gezeigt, dass derartige Fallkonstellationen durchaus praktisch relevant sind.
Aus dem Inhalt: Ratio des § 216 StGB – Modifikationstendenzen zu § 216 StGB – Analyse der bisherigen Rechtsprechung und Literatur zur Abgrenzungsproblematik von Suizidbeihilfe und Tötung auf Verlangen – Bedeutung des Kriteriums der Eigenverantwortlichkeit – Verhältnis des § 216 StGB zu § 211 StGB – «Sperrwirkung» der privilegierenden Norm?