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Massive Gefühls- und Verhaltensstörungen bei Jungen in freiheitsentziehenden Jugendhilfemaßnahmen nach § 1631 b BGB i.V. §§ 70 FGG

Theoretische Erklärungen, rechtliche Grundlagen und empirische Analyse

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Markus Enser

Die ethisch-moralische Grundlage für die Erforschung der Ursachen von Gefühls- und Verhaltensstörungen ist die gesellschaftliche Verpflichtung zur möglichst optimalen Förderung jedes jungen Menschen, wie sie in unserer Verfassung und im SGB VIII verankert ist. In der quantitativen Aktenanalyse von 51 Jungen im Alter von 12 bis 16 Jahren in freiheitsentziehenden Jugendhilfemaßnahmen nach § 1631 BGB wird deutlich, dass Störungen im Familiensystem eine zentrale Rolle bei der Entwicklung von abweichendem Verhalten spielen. Zudem werden die engen Zusammenhänge zwischen Schulproblemen und Verhaltensstörungen aufgezeigt. Die empirisch fundierte Forschung nach Erklärungen für das abweichende Verhalten der Jugendlichen sowie deren exakte Diagnose stellen die Grundlage für gezielte pädagogisch-therapeutische Interventionen in der Jugendhilfe dar.
Aus dem Inhalt: Pädagogik der Gefühls- und Verhaltensstörungen – Ursachen der Entwicklung von Gefühls- und Verhaltensstörungen: Multiperspektivität eines Phänomens – Wissenschaftliche Erklärungsansätze anhand eines Fallbeispiels – Darstellung der untersuchten Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung – Freiheitsentziehende Maßnahmen als Sonderform der Jugendhilfe – Ursachenhypothesen im Kontext der Untersuchungsergebnisse einer quantitativen Aktenstudie bei verhaltensgestörten Jungen im Alter von 12 bis 16 Jahren.