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Das Dilemma der sozialen Ökologie

Dargestellt am Beispiel der Rollenfindung behinderter Menschen- Onto- und phylogenetische Bedingungen von Segregation und Integration- Grundzüge einer Rehabilitationsanthropologie

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Jörn Greve

Die Umsetzung der WHO-ICF-Klassifikation verweist auf Lücken in der gesellschaftlichen Praxis. Was verstellt den gesellschaftlichen Dialog; was strukturiert ihn so, dass er segregierend werden kann? Liegt darin ein Grundwiderspruch des sozialen und des ökologischen Kontextes? War das immer so? Was hat die Widersprüche zwischen Integration und Segregation während der Mensch- und Kulturwerdung möglicherweise vertieft? Vor allem aber, was hat zur Euthanasie, was zum «Unfassbaren» beigetragen? Diese Fragen gilt es mithilfe ur- und frühgeschichtlicher Daten möglichst weitgehend zu beantworten, um daraus Anregungen für zukünftige Konzepte zur Integration von Menschen mit Behinderungen zu gewinnen. Dabei sind systemtheoretische und hermeneutische Betrachtungen und Analysen unerlässlich.
Aus dem Inhalt: «Kulturbruch» bei steinzeitlichen Jägern: Neandertaler und Ungleichheit beim Dialog mit der Natur – Höhlen-Kunst als Einvernahme-Code – Autopoiesis als pathogener Selbstlauf – Religions-Ökologie – Fächerungen des Integrationspotentials – «Schrift», Pathogenität und Totalisierung im Gesellschaftlichen– Impacts in Social Ecology, Basics of an Anthropology of Rehabilitation – "Cultural Breaks" in paleolithic hunters and gatherers: Neandertals and the reduction of reciprocity in the dialogue with Nature – Paleolithic cave art encoding social integration and obedience – Ecology of religion – Measures splitting possibilities of integration (in relation to ICF) – "Writing" forming social pathology and totalisation.