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Die dänische Vergangenheit Schleswigs und Holsteins in preußischen Geschichtsbüchern

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Sönke Loebert

Als Preußen im Jahre 1867 Schleswig und Holstein inkorporierte, wurde dieses nur von einer Minderheit der Bevölkerung in den Herzogtümern begrüßt – die überwiegende Mehrheit lehnte die preußische Annexion ab. Warum es dennoch innerhalb nur einer Generation zu einem Umschwung im allgemeinen Geschichtsbewusstsein kommen konnte, zeigt die Studie am Beispiel des gesinnungsbildenden Schulfaches Geschichte/Realienkunde: Untersucht wird die dänische Vergangenheit der Herzogtümer Schleswig und Holstein anhand von achtzehn in der preußischen Provinz Schleswig-Holstein zwischen 1866 und 1889 verwendeten Geschichtsbüchern. Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass bewusste Verfälschung, Instrumentalisierung und Manipulation der schleswig-holsteinischen Regionalgeschichte das Geschichtsbewusstsein der Heranwachsenden borussifizieren sollte. Der Anhang enthält umfangreiche Auszüge und zwei tabellarische Übersichten der verwendeten Lehrwerke.
Aus dem Inhalt: Methodik, Quellenlage und Forschungsstand – Die dänische Vergangenheit Schleswigs und Holsteins: Entwicklung eines sachlichen Kriterienkatalogs – Die Schleswig-Holstein-Frage 1848 – Die Schleswig-Holstein-Frage 1863-67 – Untersuchung der Geschichtsbücher – Lehrbücher für das niedere Schulwesen und zum Selbststudium – Lehrbücher für das mittlere und höhere Schulwesen – Ergebnisse und Diskussion der Lehrwerksuntersuchung.