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«Gute Unterhaltung!»

Fritz Grünbaum und die Vergnügungskultur im Wien der 1920er und 1930er Jahre

Series:

Brigitte Dalinger, Kurt Ifkovits and Andrea Braidt

Der Kabarettist, Librettist und Filmschauspieler Fritz Grünbaum (1880-1942) prägte wie kein anderer Künstler die Wiener Vergnügungskultur der 1920er und 1930er Jahre, die im Mittelpunkt der hier versammelten Originalbeiträge steht. Beschrieben wird Grünbaums engeres kulturelles Umfeld, kritisch hinterfragt werden seine Selbststilisierung und die von ihm kolportierten Anekdoten. Weitere Beiträge beschäftigen sich mit der Frage nach Unterhaltung und Raum sowie mit den Formen und Genres dieser Kultur – Varieté und Zirkus, Revue, politische Unterhaltungskultur und Unterhaltungstonfilm. Ein Vergleich der Wiener mit der Berliner Vergnügungsszene dient der Kontextualisierung von Grünbaums Schaffen und rundet den Band ab.
Aus dem Inhalt: Thomas Soxberger: «Will the Real Fritz Grünbaum Please Stand Up?» Die biografische Forschung zu Fritz Grünbaum und ihre Probleme – Werner Hanak: Unterhaltung3. Gedanken zur Spannung im Raum – Georg Wacks: Grünbaum und die Musik I. Lieder wie Das Knödel-Mädel – Birgit Peter: Billig und luxuriös. Über Zirkus und Varieté in Wien – Georg Wacks: Grünbaum und die Musik II. Frühe Libretti wie Phryne und Mitislaw der Moderne – Georg Wacks: Grünbaum und die Musik III. Patriotismus während des Ersten Weltkriegs – Hilde Haider-Pregler: Gefällige Zeitspiegelungen? Überlegungen zur Wiener Revue – Georg Wacks: Grünbaum und die Musik IV. Wien lacht wieder, eine große Ausstellungsrevue nach französischem Muster – Ulf Birbaumer: «(Klein-)Kunst ist Waffe». Zur politischen Unterhaltungskultur in Österreich – Günter Krem: «Aus dem Geiste der Operette?» Der Unterhaltungstonfilm als Politikum in den 1930er und 1940er Jahren – Volker Kühn: Wenn Wiener aus Brünn Berlin erobern. Vom kabarettistischen Kulturaustausch zwischen zwei Nachbarn.