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Gutenberg vor Gericht

Der Mainzer Prozess um die erste gedruckte Bibel

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Hans-Michael Empell

Untersucht wird in diesem Buch ein Verfahren gegen den Erfinder der Buchdruckerkunst Johannes Gutenberg vor dem Mainzer weltlichen Gericht. Kläger war Johannes Fust, der den Druck einer Bibel finanziert hatte, der «Gutenberg-Bibel», die von vielen als das schönste jemals gedruckte Buch angesehen wird. Gutenberg wurde auf Rückzahlung einer sehr hohen Summe verklagt. Gefragt wird, welche Punkte zwischen den Parteien umstritten waren und wie das Gericht jeweils entschieden hat. Die häufig vertretene Auffassung, zur Zeit des Urteils sei Gutenberg zahlungsunfähig gewesen und durch die Entscheidung ins Elend gestürzt worden, wird abgelehnt. Die Arbeit gibt detaillierten Einblick in einen Mainzer Zivilprozess um die Mitte des 15. Jahrhunderts am Vorabend der Rezeption.
Aus dem Inhalt: Die Mainzer Gerichtsbarkeit Mitte des 15. Jahrhunderts, insbesondere das weltliche Gericht – Der Prozess «Fust gegen Gutenberg» um den Druck der «Gutenberg-Bibel» – Die umstrittenen Punkte und die darauf bezogenen Entscheidungen des Gerichts – Die finanzielle Situation Gutenbergs zur Zeit des Urteils – Die Folgen der Entscheidung für Gutenberg.