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Die Insolvenz des Freiberuflers

Lösungsansätze zu ausgewählten Problemkreisen

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Mai

Immer mehr Ärzte, Apotheker und Rechtsanwälte geraten in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Diese enden alljährlich in zahlreichen Freiberufler-Insolvenzen. Die Autorin fragt in ihrer Arbeit nach den Auswirkungen der berufs- und standesrechtlichen Besonderheiten der freiberuflichen Tätigkeit (etwa: berufsspezifische Schweigerechte) auf das Insolvenzverfahren. Untersucht werden u. a. der Umfang des Insolvenzbeschlags in der Freiberufler-Insolvenz (berufsrechtliche Zulassung, Mandanten- bzw. Patientenunterlagen, Honorarforderungen, Altersvorsorge), die Reichweite der Entscheidungsbefugnis der Gläubigerversammlung über den Fortgang des Verfahrens sowie die Verwertung der freiberuflichen Praxis. Erörtert werden des Weiteren die Möglichkeiten der Fortführung der freiberuflichen Tätigkeit in und außerhalb des Insolvenzverfahrens. Richtig eingesetzt, erweist sich dabei insbesondere der Insolvenzplan als geeignetes Instrument zur bestmöglichen Gläubigerbefriedigung durch die Sanierung der freiberuflichen Praxis.
Aus dem Inhalt: Berufs- und standesrechtliche Besonderheiten der freiberuflichen Tätigkeit – Zulässige Verfahrensart bei Freiberuflerinsolvenzen – Umfang des Insolvenzbeschlags unter besonderer Berücksichtigung der freiberuflichen Tätigkeit des Schuldners (Freiberufliche Praxis als Sachgesamtheit, Kanzlei- und Praxisinventar) – Massezugehörigkeit der gemäß § 811 Abs. 1 Nr. 5 InsO unpfändbaren Gegenstände? – Sicherungsübereignung des Inventars – Insolvenzmasse durch den Verzicht des Schuldners auf Pfändungsschutz? – Mandanten- und Patientenkartei – Berufsständische Zulassung – Vertragsärztliche Zulassung und Vertragsarztsitz – Arbeitskraft des Freiberuflers – Forderungen – Massezugehörigkeit der Honorarforderungen von schweigepflichtigen Angehörigen rechts- und wirtschaftsberatender Berufe – Massezugehörigkeit der Honorarforderungen von schweigepflichtigen Angehörigen heilkundlicher Berufe – Insolvenzbefangenheit der Altersvorsorge des Freiberuflers dienender Vermögensgegenstände – Pfändbarkeit und Insolvenzbeschlag der seitens der berufsständischen Versorgungswerke geleisteten Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung.