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Gender im Blick

Geschlechterforschung in den Geschichts- und Kulturwissenschaften

Series:

Karin Gludovatz and Anja Middelbeck-Varwick

Geschlechterkonstruktionen prägen jede Form des Wissens und der Wissensgenerierung. Gender ist so auch eine zentrale Analysekategorie der Geschichts- und Kulturwissenschaften. Innerhalb der einzelnen Disziplinen erfolgte die Integration der Genderforschung seit den 1970er Jahren jedoch auf eigene, nicht selten sehr unterschiedliche Weise. Der Band versammelt Beiträge einer Tagung des Fachbereichs Geschichts- und Kulturwissenschaften der Freien Universität Berlin, die zum Ziel hatte, die dort durchgeführten geschlechterspezifischen Forschungen zu verbinden. Er zeigt die Vielfalt der beteiligten Fächer, ihre durch die Gegenstände und Rahmenbedingungen differenten Voraussetzungen und gibt Einblicke in den jeweiligen Stand der Diskussion und Theoriebildung.
Aus dem Inhalt: Helga Vogel: Wie man Macht mit Schönheit macht. Das Beispiel der sumerischen Stadtfürstin Pû-abī – Karoline Noack: Transkulturalität und Geschlecht. Strategien und Handlungsmöglichkeiten von Frauen im kolonialen Lateinamerika – Vera Kallenberg: «Wird der Mann seiner Frau überdrüssig, so jagt er sie fort.» «Geschlecht» und «Zigeuner» in deutschsprachigen Lexika und Enzyklopädien zwischen 1700 und 1850 – Tamara Or: Politische «Muskeljüdinnen» und «Pionierinnen in Idee und Vorbild». Frauen in der deutsch-zionistischen Bewegung – Esther Hornung: Schleier, Haube, Kopftuch. Eine historisch vergleichende Analyse religionspolitischer Diskurse – Márcia E. Moser: Von den Möglichkeiten eines doppelten Bekenntnisses. Überlegungen zu einer aktualisierten religionssoziologischen Verhältnisbestimmung von Religion und Sexualität – Marita Günther-Saeed: Gender Studies in der Religionswissenschaft: Forschungsperspektiven – Barbara Winckler: Androgynie - Ambivalenz - Subversion. Geschlechtertransgressionen in zwei Romanen von Nadjwā und Hudā Barakāt (Libanon) – David Chiavacci: Gender und internationale Migration: Heiratsmigrantinnen in den Bergregionen Nordostjapans – Silke Törpsch: Mapping, Spacing, Placing? Orientierungen im Raum kulturwissenschaftlicher und feministischer Forschungen – Andrea Blumtritt: Wem gehört der öffentliche Raum? Ein Beitrag zum Verständnis regionalspezifischer Modernisierungsprozesse des Andenraums aus der Geschlechterperspektive – Leena Crasemann: Transkulturalität: Ansichten und Einsichten – Renate Wöhrer: Look Who’s Talking. Dokumentarische Kunstprojekte im Spannungsfeld visueller Repräsentationspolitiken – Tabea Metzel: Diesseits der Dichotomien. Repräsentation und Gender im Werk der Künstlerin und Filmemacherin Joyce Wieland.