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Die gesetzlichen Rechte des überlebenden Ehegatten nach dem deutschen und spanischen Kollisionsrecht

Unter besonderer Berücksichtigung der "viudedad aragonesa</I>

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Robert Beier

Spanien ist ein Mehrrechtsstaat. Neben das Zivilrecht des Código Civil treten insbesondere im Erbrecht partikulare Rechte der autonomen Gebietseinheiten (Foralrechtsgebiete). Sind derartige Foralrechte betroffen, kann es bei der Lösung erbrechtlicher Fälle zu weitreichenden Unterschieden kommen. Ob und in welcher Form ein Foralrecht zur Anwendung kommt, entscheidet das interlokale Privatrecht. Das eigentümliche Rechtsinstitut der viudedad aragonesa verleiht dem überlebenden Ehegatten eine besondere Rechtsstellung und findet selbst als aragonesisches Rechtsinstitut Eingang in den gemeinspanischen Código Civil. Ist deutsches Recht neben spanischem Recht anzuwenden, kann es zu ungewollten Verschiebungen der Rechtspositionen von Beteiligten kommen. Man spricht von Normenwidersprüchen. Die praktische Relevanz dieses Themenkreises ist hoch; auch vor dem Hintergrund eines geplanten vereinheitlichten Europäischen Kollisionsrechts. Nach Schätzungen sind allein 300.000 Bundesbürger Eigentümer von Immobilien in Spanien. Die Betroffenen müssen nicht nur vorsorgen, sondern fragen sich auch nach Sicherungsmöglichkeiten in Erbschein und Grundbuch.
Aus dem Inhalt: Die gesetzlichen Rechte des überlebenden Ehegatten im aragonesischen Foralrecht, im gemeinspanischen Recht des Código Civil sowie im internationalen und interlokalen Kollisionsrecht – Interlokales Privatrecht – Normenwidersprüche – Qualifikation ausländischer Sachnormen – Ausländische Rechtsinstitute in Erbscheinen – Ausländische Rechtsinstitute im Grundbuch – Europäisierung des internationalen Güter- und Erbrechts – Vereinheitlichung des Internationalen Kollisionsrechts in Europa.