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Camillo Cavour in den Schulbüchern des liberalen Italien

Nationale Selbstdarstellung im Geschichtsunterricht zwischen Risorgimento und Faschismus

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Camilla Weber

Die Nationalstaaten des späten 19. Jahrhunderts mußten nach ihrer äußeren Entstehung einen inneren Konsens, ein Nationalgefühl generieren. Dieser langwierige und konfliktreiche Prozeß vollzog sich auch in Italien in besonderem Maße in den Schulen. Die Studie untersucht anhand der Schulgeschichtsbücher Inhalte und Ergebnisse dieses Nationalisierungsprozesses zwischen Risorgimento und Faschismus, exemplifiziert an der Gestalt Camillo Cavours. Sie zeigt erstmals Elemente der staatlichen Selbstdarstellung in den Schulen ebenso auf wie das zwiespältige Resultat dieser Erziehung zum nationalen Konsens. Abgerundet wird die Darstellung durch eine Einführung in die Geschichte des italienischen Schulwesens und Anhänge zu den Schulgeschichtsbüchern und deren Autoren.
Aus dem Inhalt: Das Schulbuch als historische Quelle – Das italienische Schulwesen und der Geschichtsunterricht zwischen Risorgimento und Faschismus – Die Darstellung Camillo Cavours in italienischen Schulgeschichtsbüchern – Die Selbstdarstellung des italienischen Nationalstaates in den Schulbüchern – Die nationale Rezeption der Figur Camillo Cavours im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert.