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Ungeschriebene strafprozessuale Zeugnisverweigerungsrechte im Bereich der Rechtsberatung?

Eine Betrachtung aus Sicht des Mandanten von Rechtsanwalt, Zeugenbeistand und Strafverteidiger

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Jens Bosbach

Die Arbeit wurde mit dem Hochschulpreis der Rechtsanwaltskammer München an der Universität Passau ausgezeichnet.
Anhand dreier exemplarischer Fälle aus dem Bereich der Strafverteidigung beleuchtet der Verfasser die Frage, ob in bestimmten Situationen Schweigerechte von Zeugen im Strafprozess existieren, die weder in der StPO noch in Nebengesetzen normiert sind. Hierbei geht er auf Zeugen ein, die entweder über die Inhalte mit ihren ehemaligen Strafverteidigern oder über die Gesprächsinhalte mit ihren Rechtsanwälten bzw. sogenannten Zeugenbeiständen berichten sollen. In der Ausarbeitung werden die Lösungen auf Grundlage der existenten Ansätze in Rechtsprechung und Literatur entwickelt. Abgelehnt wird in diesem Rahmen die unmittelbare Anwendung des Verfassungsrechts. Vielmehr wird eine Lösung im einfachgesetzlichen Bereich gesucht (§ 68 a StPO). Letzteres auch, wenn sich z.B. der Strafverteidiger strafbar gemacht haben soll.
Aus dem Inhalt: Problemaufriss – Ansätze in der Rechtsprechung und Literatur – Stellungnahme und eigener Lösungsansatz: Würdigung der Lösungsansätze aus der Literatur – Erweiternde Auslegung oder analoge Anwendung der §§ 53, 53 a StPO? – Problem der unmittelbaren Wirkung von Grundrechten - Methodische Bedenken – Schweigerecht des Zeugen über die Inhalte der Kommunikation mit seinem Rechtsanwalt – Zeugenbeistand – Strafverteidiger – § 68 a – Sphärentheorie – Einschränkung bei Straftaten.