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Zwischen Zensur und Selbstbesinnung

Christliche Rezeptionen des Judentums- Beiträge des von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung geförderten interdisziplinären Symposiums am 15.-16. Februar 2007 im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald- Julia Männchen zum 70. Gebur

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Christfried Böttrich, Judith Thomanek and Thomas Willi

Die christliche Wahrnehmung jüdischer Theologie hat sich im Laufe der Jahrhunderte auf eine vielschichtige und ambivalente Weise artikuliert. Darüber gibt auch die Sammlung des Gustaf-Dalman-Institutes Greifswald beredte Auskunft. Der Band präsentiert Forschungen, die der Aufarbeitung christlicher Zensurvermerke in den rabbinischen Drucken der Greifswalder Sammlung und ihrem geschichtlichen Kontext gewidmet sind. Dem korrespondiert eine kritische Auseinandersetzung mit dem großen «Kommentar zum Neuen Testament aus Talmud und Midrasch» von Paul Billerbeck, dessen Autor durch die Verleihung der Ehrendoktorwürde mit Greifswald in enger Verbindung stand.
Die 13 Beiträge dieses Bandes gehen auf ein Symposium im Februar 2007 zurück.
Aus dem Inhalt: Volker Haarmann: Israel, die Völker und der eine Gott. JHWH-Verehrer der Völker in der Hebräischen Bibel – Günter Stemberger: Der Umgang mit der schriftlichen Tradition in Judentum und Christentum. Zur Hermeneutik der Schrift – Klaus Reinhardt: Der Umgang der Christen mit der hebräischen Bibel im mittelalterlichen Spanien. Zwischen Zensur und Aneignung – Ronen Reichman: Überlegungen zur jüdischen Einstellung gegenüber der christlichen Zensur hebräischer Bücher in Italien im 16. Jh. – Margaretha Boockmann: Salve Sancta Parens. Hebräischübungen eines spätmittelalterlichen Schreibers mit dem Namen Konrad Wolf – Judith Thomanek: «Dies ist die Mishna des Giuseppe Salvador Ottolenghi». Zu Druck, Besitzer, Zensor und Zensur eines hebräischen Buches aus dem 16. Jahrhundert – Giuseppe Veltri: Geborgte Identität im Zerrspiegel. «Jüdische Riten» aus philosophisch-politischer Perspektive – Berndt Schaller: Paul Billerbecks «Kommentar zum Neuen Testament aus Talmud und Midrasch». Wege und Abwege, Leistung und Fehlleistung christlicher Judaistik – Andreas Bedenbender: Billerbecks Kommentar im Lichte von neueren Alternativansätzen – Julia Männchen: Ernst Friedrich Paul Billerbeck (1853-1932). Stationen seines Lebens – Christina Biere: Billerbeck rezensiert. Der «Kommentar zum Neuen Testament aus Talmud und Midrasch» im Spiegel der zeitgenössischen Kritik – Hermann Lichtenberger: Adolf Schlatter und das Judentum – Peter von der Osten-Sacken: Perspektiven und Ziele im christlich-jüdischen Verhältnis. Am Beispiel der Geschichte des Instituts Kirche und Judentum in Berlin (1960-2007).