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Literatur aus Österreich – zum Problem der Norm und der Devianz

Wendelin Schmidt-Dengler in memoriam

Rosa Marta Gómez Pato and Jaime Feijóo Fernandez

Die zehn Beiträge dieses Bandes in memorian Wendelin Schmidt-Dengler beschäftigen sich mit der österreichischen Literatur in dem ihr eigenen Spannungsverhältnis von Norm und Devianz bzw. Tradition und Transgression. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei unter anderem der Darstellung der Natur und des aus ihr Verdrängten (Krieg, Holocaust, Gedächtnis), der Schilderung von individuellen und kollektiven Identitätskrisen und dem Fortwirken des habsburgischen Mythos gewidmet. Diese Themen werden in den Werken repräsentativer österreichischer Schriftsteller der Gegenwart untersucht: Ilse Aichinger, Hilde Spiel, Ingeborg Bachmann, Ernst Jandl, Albert Drach, Thomas Bernhard, Peter Handke, Gert Jonke, Elfriede Jelinek, Christoph Ransmayr, Brigitte Schwaiger und Ruth Klüger.
Inhalt: Rosa Marta Gómez Pato/Jaime Feijóo: Wendelin Schmidt-Dengler in Santiago de Compostela. Ein Vorwort – Ulrike Steinhäusl: Landschaftsmalerei und Natur-Diskurs in der österreichischen Prosa 1960-1990. Es gibt keine unschuldige Gegend – Rosa Marta Gómez Pato: Begegnungen des Subjekts mit dem Ort: Räume des Gedächtnisses in Ilse Aichingers Werk – António Sousa Ribeiro: Kartographien des Nicht-Raumes: Das Motiv der Reise in der Holocaustliteratur – Margarita Blanco Hölscher: Nachkriegslandschaften bei Ingeborg Bachmann und Carmen Laforet – Jaime Feijóo: Der «Habsburgische Mythos» in Hilde Spiels autobiographischem und essayistischem Werk – Mathias Beilein/Janet Boatin: Das Öffnen und Schließen des Kanons. Zur Kanonisierung von performativer Literatur am Beispiel Ernst Jandls – Elisabeth Graf: Ein Protagonist zwischen Norm und Devianz: Schizophrene Weltwahrnehmung in Peter Handkes Erzählung und Wim Wenders Film Die Angst des Tormanns beim Elfmeter – Teresa Martins de Oliveira: Peter Handkes Don Juan – Daniela Strigl: Vom Shootingstar zur Außenseiterin: Brigitte Schwaiger und ihr Debut Wie kommt das Salz ins Meer (1977). Eine Rezeptionsgeschichte – Anne Martina Emonts: «Die Jelinek» und «die Lichnowsky». Versuch über ein literarisches Verhältnis.