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Postmoderne Topographien

Ernst Jüngers "Eumeswil</I> und Christoph Ransmayrs "Morbus Kitahara</I>

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Maik M. Müller

Ernst Jüngers Roman Eumeswil hat bei seinem Erscheinen im Jahr 1977 wesentliche Elemente jener ‘condition posthistoire’ vorweggenommen, die die kulturkritischen Debatten der folgenden Jahre prägen sollten. Ähnlich wie Christoph Ransmayrs Roman Morbus Kitahara arbeitet Jüngers literarische Imagination eines Zustandes der Nachgeschichtlichkeit mit Techniken der Repräsentation von zeitlichen Strukturen in topographischen Konstellationen. Die Schauplätze beider Romane gewinnen ihr Bildarsenal aus dem destruierten Kontinuum einer katastrophisch verlaufenden Geschichte. Mit einem an Walter Benjamins Kulturtheorie geschulten Blick werden die Bildkonstellationen entzifferbar.
Aus dem Inhalt: Wiederkehr des Raumes – Benjamins Pariser Passagen – Konstellationen des Posthistoire – Raumordnungen und Zeitordnungen in Eumeswil – Naturräume und Bilder in Morbus Kitahara.