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Wettbewerbsverhalten der deutschen Mineralölindustrie im Kraftstoffeinzelhandel, insbesondere Preisverhalten

Zur Bestimmung von Kollusion und kollektiver Marktbeherrschung im Kartellrecht

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Oliver Reiber

In der deutschen Mineralölindustrie ist das Preisverhalten auf Tankstellenebene durch annähernde Gleichpreisigkeit bei den Markenanbietern und eine Parallelität der Preisbewegungen gekennzeichnet. Aus oligopoltheoretischer und kartellrechtlicher Sicht stellt sich die Frage, ob dieses Preisverhalten Ausdruck kollusiven Verhaltens ist oder einfach die gleichgewichtige Reaktion wettbewerblicher Oligopolisten auf Änderungen der Beschaffungspreise und Nachfragebedingungen widerspiegelt. Es gilt, die Frage aus kartellrechtlicher, oligopoltheoretischer und empirischer Perspektive zu betrachten, insbesondere im Hinblick auf die Diskussion einer stärkeren ökonomischen Fundierung des Kartellrechts.
Aus dem Inhalt: Grundlagen – Paralleles Preisverhalten: Kollektive Marktbeherrschung oder Preiskartelle im deutschen Tankstellenmarkt? – Praxistest: Ohne Kollusion kein mißbräuchliches Verhalten?