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Die Harmonik Anton Bruckners

Teil 1

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Ekkehard Kreft

Bruckners Werke zeichnen sich durch viele Komponenten aus, wozu neben der Ausweitung der Sätze vor allem die Instrumentation als nach Außen scheinendes Phänomen und die Harmonik als mehr im Innern wirkendes Gestaltungsmerkmal gehören. Manche Aspekte seines Werkes begründen sich aus seiner langen Studienzeit, die ihn vor allem mit der Tradition vertraut machte, ihm aber dann auch Einblicke in die «Moderne» seiner Zeit ermöglichte (Wagner, Liszt, Berlioz). Daraus entwickelt sich seine besondere Position, die immer die Verbindung zwischen Alt und Neu sucht. Beispiele für die Traditionsverbundenheit schlagen sich z.B. in den choralähnlichen Abschnitten seiner Sinfonien nieder – Beispiele für die Modernität seines Denkens finden sich in der Gestaltung der Themen, in den Durchführungen und Schlußteilen der Sätze. Mit deren zyklischer Verknüpfung folgt er einerseits dem Beispiel Beethovens, entspricht aber ebenso einer im 19. Jahrhundert um sich greifenden Entwicklung. Zur Diskussion harmonischer Aspekte werden Beispiele aus den Geistlichen Werken und aus der Sinfonik herangezogen, wobei die Analysen der Form und der Harmonik immer Hand in Hand gehen. Ein weiterer Band ist vorgesehen.
Aus dem Inhalt: Einführende Bemerkungen (Bruckners Studien, die Problematik harmonischer Phänomene, die Sätze, die Dominanz des Moll, der Bruckner-Akkord) – Geistliche Werke (kleinere Werke, Psalm 150, Messe f) – Sinfonik (Einführung - die Scherzi der ersten Sinfonien, ausgewählte Sätze der 2. bis 5. Sinfonie).