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Walter Arthur Berendsohn – Vom Emigranten zum Exilforscher

Germanistisches Wirken unter den spezifischen Bedingungen des schwedischen Exils

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Claudia von Mickwitz

Diese Arbeit schließt eine Lücke in der deutschen Exilforschung und beschäftigt sich mit dem Leben und Werk des Literaturwissenschaftlers Walter Arthur Berendsohn. Die Zeit vor und nach dem Exil einbeziehend, werden vornehmlich sein Wirken in der Emigration und die Besonderheiten der schwedischen Germanistik beleuchtet. Dabei wird Berendsohns Rolle als ‘Nestor der Exilliteraturforschung’ in einen historischen und politischen Kontext gestellt und angemessen gewürdigt. Sein Schicksal wird zudem genutzt, um exemplarisch sowohl die akademische Vertreibung aus Deutschland als auch den bundesdeutschen Umgang mit den Remigranten aufzuzeigen.
Inhalt: Theoretische Vorüberlegungen zum Begriff Emigration und dem Ringen um Sprache – Vor der Bedrohung: Ein halbes Leben ‘im Gepäck’ – Zur Herkunft – Abschied von Deutschland: Der Weg ins Exil – Produktive Emigration – ‘Landstreicherjahre’: Neubeginn in der Fremde – Wider das Vergessen: Die humanistische Front – Exilland Schweden – Berendsohns Rolle als ‘Nestor der Exilliteraturforschung‘ – Sprache als Heimat: Förderer der Dichterin Nelly Sachs – Was bleibt von der Fremde? – ‘Zweifache Vertreibung‘ – Jüdische Identität – Humanistisches Erbe – Ausführlicher Anhang mit einem Interview und Dokumenten.