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Frömmigkeit in der Weisheit

Untersuchungen zum religiösen Geschehen zwischen Gott und dem einzelnen Menschen in der Weisheitstradition

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Tae-Kyung Kim

Die Frage nach dem eigentlichen religiösen Subjekt der Weisheitstradition Israels wurde bisher als ein wichtiges und eigenständiges Thema kaum betrachtet. Diese Untersuchung behandelt das religiöse Geschehen zwischen Gott und dem einzelnen Menschen in der Weisheitstradition unter dem Begriff der «Frömmigkeit», insbesondere unter zwei Aspekten: Zunächst ist das eigentliche religiöse Subjekt in der Weisheit nicht das Volk Israel als Ganzes, sondern der einzelne Mensch. Das heißt die Gottesbeziehung, die die Weisheit ausmacht, ist im Kern eine religiöse Wechselbeziehung zwischen Gott und dem Einzelnen. Zweitens setzt diese Feststellung voraus, dass es innerhalb der Religion Israels zwei unterschiedliche religiöse Subjekte gibt, deren Charakteristika nur teilweise übereinstimmen und die deswegen voneinander differenziert werden sollten. Einerseits gibt es den religiösen Vorgang, der dem Volk Israel als Ganzes, als politische Größe zugeordnet wird, und andererseits das zu dem einzelnen Menschen gehörende religiöse Geschehen.
Inhalt: Alltagsfrömmigkeit – Weisheit – Psalmen 73, 49, 62, 37, 112 – Tora-Psalmen 19; 1 (119) – Jesus Sirach 39,12-35; 33,7-12 – Aristokratische Oberschicht – Unterschiedliche sozio-ökonomische Schichten – Persönlichen Frömmigkeit in der Situation persönlicher seelischer bzw. körperlicher Notlage – Das Verhältnis zwischen Gott und dem Menschen im Alltag.