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Bleibende Lebensinhalte

Essays zu Adalbert Stifter und Gottfried Keller

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Gunter H. Hertling

Die insgesamt sieben werkimmanenten Textanalysen zum Erzählwerk Stifters aus den 1840er Jahren und die ebenso ausführliche Interpretation zu Kellers Erzählung «Spiegel, das Kätzchen» von 1856 gehen von der Frage aus, was diese beiden poetischen Realisten weltanschaulich oder gar erzählmethodisch miteinander verbindet. Die Untersuchungen bekunden immer wieder Stifters und Kellers Besorgnis um ein Schwinden allgemein menschlicher Werte im Zeitalter der anbrechenden Moderne. So sehr sich Stifter und Keller erzähltechnisch voneinander abheben – Stifter als malender Detailschilderer symbolischer Landschaftspanoramas, Keller als ironisch-satirischer Humorist mit seiner Vorliebe für ältere Volksliteratur –, so wesensverwandt sind sie sich wiederum im Bereich des Pädagogisch-Didaktischen in ihren gesellschaftskritischen Blosslegungen menschlicher Schwächen und Exzesse.
Aus dem Inhalt: Grenzübergang und Raumverletzung: Zur Zentralthematik in Adalbert Stifters Studien – Adalbert Stifters zeitlose Botschaft: Obadja-Abdias – «Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr»: Zur Zentralsymbolik in Adalbert Stifters Turmalin – Adalbert Stifters Jagdallegorie. Der beschriebene Tännling: Schande durch Schändung – Zur Symbiose von «Thier» und Mensch: Betrachtungen zur Bedeutung der Tierwelt in Adalbert Stifters zwei frühen Studien-Erzählungen – Der Mensch und «seine» Tiere: Versäumte Symbiose, versäumte Bildung. Zu Adalbert Stifters Abdias – Gottfried Kellers poetische Eulenspiegelei: Spiegel, das Kätzchen.