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Walther von der Vogelweide: Das gradualistische Ideal «in den dingen»

Eine philologisch-analytische Studie mit didaktischem Ausblick

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Rainer Nübel

Dieser Band deckt anhand philologischer Analysen eine wesentliche gedankliche Klammer in der Dichtung Walthers von der Vogelweide auf: Das gradualistische Ordnungsideal einer seinsmäßigen Einheit in hierarchischer Verschiedenheit soll sich im konkreten Handeln des Menschen erfüllen. Dieses deduktive Denkmuster erweist sich sowohl in der Sangspruchdichtung als auch in Liedern der kritischen Minnereflexion sowie in ‹Weltabsage- und Altersliedern› und im Leich als konstitutives Strukturelement. Das Erkennen dieser gedanklichen Klammer führt teilweise zu neuen Interpretationen von Walther-Texten und dient didaktisch der Vermittlung von strukturierendem Denken bei Lernenden in Schule und Hochschule.

Relevanz von Induktion und Deduktion in Walthers Sangspruchdichtung – Ideal und Realisierung in Walthers Minnesang als Denkmuster des universalia in rebus – Das gradualistische Ideal in den dingen als prägende Denkstruktur – Didaktischer Nutzwert induktiver und deduktiver Strukturelemente im «Reichston»