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Die Wahrheit des Scheins

Zur Ambivalenz des Schönen in der deutschen Literatur und Ästhetik um 1800

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Detlef Hubrig

Dem unauffälligen Paradoxon, in dem A.W. Schlegel die Begriffe Wahrheit und Schein aus ihrer traditionellen Opposition befreit und zur programmatischen Formel der autonomen Ästhetik vereint, verdankt die vorliegende Arbeit sowohl ihren Titel als auch die Perspektive ihrer Analysen: die -postulierte- Wahrheit eines Scheins, der nicht mehr der Schein der Wahrheit ist, steht im Zentrum begriffs- und motivgeschichtlicher Untersuchungen, die, literarischen und philosophischen Texten vorwiegend aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gewidmet, der sachlichen und historischen Genese der Aporien nachgehen, in denen der autonom gewordene ästhetische Schein sich verfängt.
Aus dem Inhalt: Proteus oder Menelaos und die Schönheit - Ästhetik und Logik: die Schönheit des Scheins und die Wahrheit des Begriffs - Die «Lücke» im Ich. Zur Psychologie und Metaphysik der Einbildungskraft - Die «andere Natur» und die Geschichte. Euphorion und die «Welt des Scheins» - Im Zauberberg oder «Der Schein, / Der die Seelen ziehet».