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Das Engagement der Schweiz in den Konflikten im ehemaligen Jugoslawien

Eine deskriptive Analyse der Massnahmen und Entscheidungen des EDA zur Prävention und Beilegung der Konflikte im ehemaligen Jugoslawien 1989-1996

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Michael Meier

Gegen Ende des Kalten Krieges beschränkte sich die schweizerische Aussenpolitik noch vorwiegend auf die Führung einer restriktiven Neutralitätspolitik und die Stärkung der aussenwirtschaftlichen Beziehungen. Als die Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien im blutigen Bruderstreit versank, hatten die Politiker in Bern kaum Kenntnisse über die Lage im Konfliktgebiet und wenig Erfahrung im Umgang mit Situationen dieser Art. Die Präsenz von rund 300 000 Jugoslawen, die geographische Nähe des Konfliktgebietes und der Druck von Medien und Nichtregierungsorganisationen zwangen die Schweiz zu einer umfassenden Stellungnahme in diesen Konflikten. Dieses Buch analysiert die entsprechenden Massnahmen und Entscheidungen und stützt sich dabei auf die veröffentlichten Stellungnahmen und Publikationen des Bundes, auf eine detaillierte Quellenanalyse der bisher nicht öffentlich zugänglichen Archivalien des EDA und auf zahlreiche Interviews mit den beteiligten Bundesräten und Diplomaten.
Aus dem Inhalt: Einführung in die schweizerische Aussenpolitik – Charakteristiken der schweizerischen Aussenpolitik – Neutralitätskonzept der Schweiz im Kalten Krieg – Aktivierung der Neutralitätspolitik in den 80er Jahren – Integration in die kollektiven Sicherheitsstrukturen – Wahrnehmung und Prävention der Konflikte – Präventive Massnahmen in der Provinz Kosovo – Präventive Massnahmen in Slowenien und Kroatien – Neuorientierung nach dem Kriegsausbruch – Aufbau eines Krisenmanagements – Anerkennungsfrage – Massnahmen während der Konflikte – Massnahmen im Rahmen der KSZE – Massnahmen zugunsten der UNPROFOR – Durchsetzung des Waffen- und Handelsembargos – Aufbau des Kriegsverbrechertribunals – Durchführung der Jugoslawienkonferenz – Humanitäre Hilfsleistungen – Beilegung der Konflikte.