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Positionen der Jelinek-Forschung

Beiträge zur Polnisch-Deutschen Elfriede Jelinek-Konferenz- Olsztyn 2005

Series:

Claus Zittel and Marian Holona

Wie verändert sich nach der Verleihung des Literaturnobelpreises an Elfriede Jelinek im Jahr 2004 der Blick auf ihr literarisches Werk? Wie wird nun die Jelinekrezeption im nichtdeutschsprachigen Raum verlaufen? Die Teilnehmer der im März 2005 in Olsztyn veranstalteten Polnisch-Deutschen Tagung zum Werk Elfriede Jelineks knüpften an diese Fragen an, um eine aktuelle kritische Zwischenbilanz der Forschung zu Jelinek zu ziehen, einen Überblick über Jelineks Schaffen zu gewinnen und neue Forschungsperspektiven zu ihrem Werk zu entwickeln. Der Band dokumentiert diese Beiträge, ergänzt um weitere aus der polnischen und deutschen Literaturwissenschaft. Er versammelt grössere Überblicksdarstellungen, Werkinterpretationen, Motivstudien und Untersuchungen zur Jelinek-Rezeption in Polen.
Aus dem Inhalt: Marian Holona/Claus Zittel: Einleitung – Justyna Górny: Elfriede Jelinek und die polnische Öffentlichkeit. Ein Beitrag zur Wahrnehmung der Schriftstellerin in der polnischen Presse – Wolfgang Neuber: Der unerhörte «hörroman». Elfriede Jelineks bukolit - Anmerkungen zur Gattungstradition – Barbara Sapała: Paula von Elfriede Jelinek. Ein Interpretationsversuch – Andreas Keller: Hermetische Subjektivität oder historische Profiltreue als Dienst am kollektiven Gedächtnis? Zur diachronischen Spannkraft des Schreibens bei Elfriede Jelinek am Beispiel ihres Michael-Romans (1972) – Andrea Albrecht: «So lustig ists später nie mehr geworden». Anmerkungen zum Verhältnis von Erinnerung, Groteske und Ironie in Elfriede Jelineks Die Kinder der Toten – Walter Delabar: Sex und Natur. Denk-, Sprach- und Handlungsmuster in Elfriede Jelineks Oh Wildnis, oh Schutz vor ihr und Lust – Ursula Kocher: Ein Bild ohne Worte. Bildersprache in der Prosa Elfriede Jelineks – Hans-Gert Roloff: «Vorwürfe mache ich ja immer, das ist mein Markenzeichen». Die Jelinek und ihr Theater – Artur Pełka: (Menschen-) Fleisch als Motiv in Theatertexten von Elfriede Jelinek – Claus Zittel: Heidegger-Variationen: Elfriede Jelineks Totenauberg. Ein Stück – Monika Szczepaniak: «kennen Sie dieses SCHÖNE land?» Elfriede Jelineks Anti-Idyllen – Matteusz Borowski/Malgorzata Sugiera: Das Gedächtnis den Mythen zurückgeben oder wie macht man Prinzessinnen? – Barbara Surowska: Ist das noch die Nora? Bemerkungen zu Elfriede Jelineks Theaterstück Was geschah, nachdem Nora ihren Mann verlassen hatte oder Stützen der Gesellschaften – Agnieszka Jezierska: Das ambivalente Wort in Was geschah, nachdem Nora ihren Mann verlassen hatte oder Stützen der Gesellschaften von Elfriede Jelinek – Michael Heinemann: Körpermusik. Elfriede Jelineks Schumann – Viktoria Helfer: (Dis-) Kontinuität zur österreichischen Tradition bei Elfriede Jelinek in Burgtheater und Präsident Abendwind.