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Publizistik und Politisierung der Frauenbewegung in der wilhelminischen Epoche

Die Zeitschrift «Die Frau» (1893–1914) – Diskurs und Rhetorik

von Christina Stange-Fayos (Autor:in)
Habilitationsschrift 310 Seiten

Zusammenfassung

Mittelpunkt dieser sprachwissenschaftlich fokussierten Studie ist die von Helene Lange in Berlin begründete und über Jahrzehnte herausgegebene Monatsschrift Die Frau. Sie war das bedeutendste Sprachrohr der Gemäßigten in der bürgerlichen Frauenbewegung. Die Medienanalyse macht sich die Methoden der kritischen und historischen Diskursanalyse zu eigen, indem sie verfeinernd deren operatives Instrumentarium nutzt. Die vielfältigen diskursiven Verschränkungen werden dabei sichtbar, ebenso wie die Konflikte mit den anderen Fraktionen der Frauenbewegung und den in erster Linie männlichen Gegnern der Emanzipation. Trotz ihrer moderat dargebotenen Überzeugungsarbeit war Die Frau ein Kampfblatt, das die Interessen eines Großteils der bürgerlichen Frauenbewegung vertrat. Sie intendierte Revolution, allerdings im Gewand der Reform, welches sie gesellschaftsfähig und effizient machte. Die von Helene Lange vorgegebene Strategie, zwar zielstrebig und konsequent, aber langsam und bedacht vorzugehen, erwies sich langfristig als erfolgreich.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Copyright
  • Autorenangaben
  • Über das Buch
  • Zitierfähigkeit des eBooks
  • Inhalt
  • Einleitung
  • 1. Teil
  • 1. Allgemeine Charakterisierung der Monatsschrift DIE FRAU zwischen 1893 und 1914
  • 1.1 Struktur und Inhalt der FRAU, Monatsschrift für das gesamte Frauenleben unserer Zeit
  • 1.2 Schriftleitung und Mitarbeiterstab der FRAU
  • A. Geografischer Schwerpunkt
  • B. Anteil Männer / Frauen; Gesellschaftliche Herkunft
  • C. Generationalität
  • D. Studium, Beruf, verschiedene Kompetenzen
  • E. Familienstand
  • F. Konfession
  • 1.3 Programm der FRAU
  • 1.4 Zwischenbilanz
  • 2. Teil
  • 2. Das spezifische Profil der Monatsschrift DIE FRAU und ihr Beitrag zur Differenzierung und Politisierung der bürgerlichen Frauenbewegung
  • 2.1 Vorhaben und Arbeitshypothesen
  • 2.2 Artikulierung und Organisation der Frauenbewegung
  • 2.3 Protestmobilisierung in Rechtsfragen: Das Bürgerliche Gesetzbuch
  • 2.4 Sozialpolitische Fragen und Abgrenzung von der Sozialdemokratie
  • 2.5 Integrationsstrategien in der FRAU: familiale Kategorien und relationale Argumentation
  • 2.6 Politische Partizipation: vom Fern- zum Nahziel für DIE FRAU
  • Schlussbemerkungen
  • Anhang
  • Namensliste der MitarbeiterInnen der FRAU (1893–1914)
  • Biogramme der HauptmitarbeiterInnen der FRAU (1893–1914)
  • Quellen- und Literaturverzeichnis
  • Primärliteratur
  • Sekundärliteratur
  • Index

Einleitung

In der Presselandschaft des Kaiserreichs gab es verhältnismäßig sehr viel weniger von Frauen als von Männern herausgegebene Periodika. Die Gründe dafür waren sowohl gesellschaftlicher als auch juristischer Art. Die damaligen orthodoxen Kirchenkreise wollten der Frau weiterhin das Paulinische Schweigegebot auferlegen. Von staatlicher Seite wurden um 1850 in fast allen Bundesstaaten den Frauen jegliche politische Betätigung verbietende Vereinsgesetze erlassen (zum Beispiel das Preußische, welches bis 1908 in kraft blieb). Dies wirkte sich nachhaltig auf die Frauenbewegung und deren Publikationen aus. Die ebenfalls um 1850 verabschiedeten Pressegesetze der einzelnen Bundesstaaten, die Frauen ausdrücklich die Herausgabe und Redaktion politischer Zeitungen und Zeitschriften untersagten, waren jedoch schon früh gelockert worden und wurden 1874 durch das Reichsgesetz über die Presse revidiert; d.h. Frauen wurden als verantwortliche Redakteure nicht mehr – wie noch in der berühmten „Lex Otto“, dem sächsischen Pressegesetz von 1850 – ausdrücklich ausgeschlossen, vielmehr unter der männlichen Gesetzesform als Rechtsadressaten mitgedacht und berechtigt.1 In diesem Kontext erschienen immer mehr Frauenzeitungen und Frauenzeitschriften, die zunehmend den Anspruch erhoben, nicht mehr nur über religiöse, sondern auch gesellschaftspolitische Themen schreiben zu dürfen und dies auch tatsächlich taten. Diese Entwicklung ging mit derjenigen der deutschen Frauenbewegung einher.

Die deutsche bürgerliche Frauenbewegung erlebte zwischen 1894 und 1914 ihre Hochphase, mit der Gründung des Dachverbandes „Bund deutscher Frauenvereine“ (BDF) 1894 und bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Im BDF schlossen sich politisch und gesellschaftlich unterschiedliche Vereine und Frauen zusammen, fast jeder hatte sein eigenes Organ mit mehr oder weniger hohen Auflagezahlen und längerer oder kürzerer Erscheinungszeit. Meistens zielten die themen- und verbandsspezifischen Artikel auf direkte und kurze Informationen. Ein Periodikum zeichnet sich jedoch durch seine fachbezogenen Ausführungen und seine umfassende Erscheinungsdauer aus: es handelt sich um die von Helene Lange gegründete Zeitschrift DIE FRAU, Monatsschrift für das gesamte Frauenleben unserer Zeit. Sie wurde zwischen 1893 und 1943 in Berlin herausgegeben; von 1893 bis 1916 förmlich allein von Helene Lange, ab 1916 avancierte ihre langjährige Mitarbeiterin Gertrud Bäumer offiziell zur Mitherausgeberin. Die anderen Periodika der bürgerlichen ← 11 | 12 → Frauenbewegung betrachteten DIE FRAU als Referenzorgan und riefen ihre Leser(innen) oftmals sogar dazu auf, diese zu abonnieren.2

Tatsächlich ging es den Redakteurinnen in einer für die Frauen durch politische Rechtlosigkeit – insbesondere bis 1908 – gekennzeichnete Phase darum, gegen die bestehenden Verhältnisse anzugehen. Wie schon zur Zeit Louise Ottos, Vorreiterin der Frauenbewegung, kämpften die Männer weiterhin gegen die weibliche Konkurrenz; die „Frauenfrage“ stellte sich insbesondere im Berufsleben. Sie war gewissermaßen Bestandteil der aus den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umbrüchen hervorgegangenen „sozialen Frage“ und beschäftigte die öffentliche Meinung um die letzte Jahrhundertwende sehr stark: „Wir leben im Zeitalter einer großen sozialen Revolution, die jeden Tag weitere Fortschritte macht. Eine immer stärker werdende Bewegung und Unruhe der Geister macht sich in allen Schichten der Gesellschaft bemerkbar und drängt nach tiefgreifenden Umgestaltungen. Alle fühlen, dass der Boden schwankt, auf dem sie stehen. Eine Menge Fragen sind aufgetaucht, die immer weitere Kreise beschäftigen, über deren Lösung für und wider gestritten wird. Eine der wichtigsten dieser Fragen, die mehr und mehr in den Vordergrund tritt, ist die so genannte Frauenfrage.“3 In den damaligen Frauenzeitschriften im Allgemeinen4 und insbesondere in den Aufsätzen, die sich in der FRAU namentlich um das Thema der Sozialpolitik drehen, fällt auf, dass die Mitarbeiter(innen) die Meinung vertraten, Frauen hätten eine Rolle zu spielen, die dem Zusammenhalt und der Kohäsion des Reichs nützlich wäre. Wenn sich auch der Kampf um die Proletarierinnen spätestens 1890 zu Gunsten der SPD entschieden hatte5, sind die sozialdemokratischen Erfolge bei den Reichstagswahlen hier durchaus von Bedeutung. Zwar instrumentalisierten die Publizistinnen die soziale Frage nicht wirklich, weil sie zutiefst überzeugt waren, zu ihrer Lösung beitragen zu können, aber sie hofften, dass man ihnen im Gegenzug mehr Rechte gewähren würde. Es erscheint interessant zu zeigen, dass diese Publizistinnen mit den männlichen politischen Eliten verhandelten, und zwar über das Medium der veröffentlichten ← 12 | 13 → Meinung: „Offensichtlich bedienten sie sich einer nicht ungeschickten Strategie, indem sie die ‚soziale Frage’, das brisante Thema der Zeit, zur Hauptaufgabe erklären. Im Gegenzug für ihren Einsatz für den Erhalt der Bürgergesellschaft fordern sie gleiche Rechte wie ihre Brüder und Männer“.6 Der öffentlichen Meinung kommt so eine Vermittlerrolle zu – sie sollte die Frauen, der Publizistinnen gemäß, in ihren Forderungen unterstützen. Natürlich konnten sie dies nicht direkt ausdrücken, erstens wegen der Zensur, der sie unterlagen, zweitens wegen der Selbstzensur, die sie sich selbst auferlegten, da sie hin- und hergerissen waren zwischen weiblichen und nationalistischen Überzeugungen, die sich oft genug nicht vertrugen. Zudem mussten sie ihre Basis (Ortsgruppen usw.) schonen, die überwiegend nicht nur aus Intellektuellen bestand. Ihr Handlungsspielraum war also sehr eng: Gegenstand dieser Studie über die Zeitschrift DIE FRAU wird es sein, zu untersuchen, wie Frauen diskursiv vorgehen können, um sich im Kaiserreich mehr Raum zu schaffen und die Leitkultur zu beeinflussen; die Methoden der kritischen und historischen Diskursanalyse werden sich hier als durchaus nützlich erweisen.7

Innerhalb der Frauenbewegung des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts erweisen sich die Positionen der Gemäßigten um Helene Lange oft als nuancierter, also komplexer als die der Radikalen um Anita Augspurg oder der Konservativen um Paula Müller-Otfried – von den die Emanzipation mit der Revolution verbindenden Proletarischen um Clara Zetkin nicht zu sprechen. Komplexer bedeutet umso interessanter. Außerdem haben neuere Forschungen deutlich gemacht, dass schon die Forderungen der so genannten Gemäßigten für die damalige Zeit äußerst radikal waren.8

Trotz ihrer außergewöhnlichen Erscheinungszeit von 50 Jahren, ihrer mutigen Stellungnahmen, ihrer anspruchsvollen Gestaltung (im Gegenteil zu den meisten anderen Frauenzeitungen besitzt DIE FRAU z.B. einen belletristischen Teil) und ihrer herausragenden Stellung innerhalb der bürgerlichen Frauenbewegung wurde DIE FRAU – obwohl in allen Bibliographien als Quelle hoch geschätzt, also in der Primärliteratur durchgehend zitiert – selten in ihrer genuinen Eigenschaft als Periodikum untersucht. Mit anderen Worten gibt es trotz der gender studies9 zurzeit ← 13 | 14 → noch immer keine kritische Monographie über die Monatsschrift DIE FRAU.10 Auch ist sie in der einschlägigen Forschung soweit etabliert, dass es in jüngeren Studien über Publizistik und Politisierung der bürgerlichen Frauenbewegung vorkommt, nur noch indirekt auf sie zurückzugreifen.11 Dies sollte behoben werden, umso mehr als der Kontext, in dem die Zeitschrift zunächst erschien, ein äußerst schwieriger, ja patriarchaler war, wenngleich sie auch von pro-feministischen Persönlichkeiten wie Werner Sombart, Friedrich Naumann oder gar Max Weber unterstützt wurde.

Vorliegende Arbeit wird sich bemühen, dieses Forschungsdesiderat teilweise zu beseitigen und eine seit mehreren Jahren begonnene Arbeit über die weibliche Publizistik im Kaiserreich abschließen. Zunächst zur Periodisierung: Die teilweise zur sozialen Frage gehörende Frauenfrage betrifft die Innenpolitik und bleibt publizistisch bis ungefähr 1912 akut; danach gewinnt die Außenpolitik die Oberhand. Der Antifeminismus wird ab 1912 wieder stärker, wie Ute Planert prägnant gezeigt hat.12 Während des Ersten Weltkriegs versandet die bürgerliche Frauenbewegung zunächst im Nationalismus, was einen Bruch im Diskursstrang der FRAU zu Folge hat.13 Diese Studie wird sich hier dementsprechend auf Zeitschriften konzentrieren, die zwischen 1893 (Erstausgabe der FRAU) und 1914 erschienen sind; was DIE FRAU betrifft, also auf während 20 Jahren erschienenen 240 Nummern. 20 Jahre – dies entspricht 40% ihrer bei 50 Jahren liegenden (gesamten) Erscheinungszeit – wobei jeder Jahrgang einen Umfang von ungefähr 700 Seiten hat. Sobald es sich als nützlich erweist, können andere Periodika zur vergleichenden Betrachtung hinzu ← 14 | 15 → gezogen werden: zum Beispiel die Neuen Bahnen, die Evangelische Frauenzeitung, Die Frauenbewegung, Die Gleichheit, Die Hilfe, Die Gartenlaube, etc. Die Konzentration auf einen bestimmten Zeitabschnitt, also eine synchronische Vorgehensweise, hat den Vorteil, dass „die unterschiedlichen Kommunikationsebenen und ihr Ineinandergreifen, das Zusammenspiel von Akteur/innen, Medien und Kommunikation empirisch nachvollziehbar gemacht werden kann.“14 Zudem bildet die Jahrhundertwende mit ihrer Auf- und Umbruchstimmung einen durchaus spezifischen Forschungsrahmen.15 Durch die Dauer der gewählten Periode und das methodische Vorgehen der historischen Diskursanalyse wird zugleich auch eine diachronische Perspektive eingeführt.16

Zum Forschungsstand: hier sollen zunächst biographische Studien, dann Monographien erwähnt werden. Angelika Schaser hat im Jahr 2000 eine grundlegende Monographie über die Herausgeberinnen der FRAU veröffentlicht.17 Sie widmet sich Helene Lange und Gertrud Bäumer als dem bekanntesten Paar der deutschen bürgerlichen Frauenbewegung, folgt einer Lebens- und Arbeitsgemeinschaft, an der beispielhaft die Bildungschancen, die Handlungsspielräume und das politische Wirken von Frauen des Bürgertums untersucht werden. Der Untersuchungszeitraum reicht über ein ganzes Jahrhundert, von 1848 (dem Geburtsjahr Langes) bis 1954 (dem Todesjahr Bäumers). Darüber hinaus markieren beide Daten aber auch „Zäsuren der deutschen Frauenbewegung: deren Aufbruch mit der Revolution von 1848 und das endgültige Scheitern einer Reorganisation der ‚alten Frauenbewegung’ in der Bundesrepublik zu Beginn der fünfziger Jahre“.18 Sie geht also gleichsam weit über das Biografische hinaus und schließt eine Forschungslücke in der historischen Frauen- und Geschlechterforschung. Zur selben Zeit erschien die Studie von Margit Göttert über Helene Lange und Gertrud Bäumer, die eine Selbstinszenierung des berühmten Paares Lange / Bäumer als Führerin und Jüngerin oder Wahl ← 15 | 16 → tochter und Wahlmutter postuliert.19 Somit hätten Lange und Bäumer exemplarisch für ein Generationsmodell von Führerinnenschaft gestanden, das auf die Errichtung und symbolische Absicherung einer weiblichen Kultur abzielte. 1997 gab Hiltrud Schröder die Helene Lange Bibliographie heraus, in welcher sie das Gesamtwerk der Redakteurin der FRAU mit einer ausführlichen Einleitung erfasst und kommentiert, wobei die Zeitschrift eine zentrale Bezugsquelle dieser Bibliographie bildet.20

Über die Monatsschrift DIE FRAU gibt es außer der schon erwähnten Dissertation Jutta Seegers (1953) nur ein einziges Werk: Das im Jahre 1968 von der Bibliothekarin Elisabeth Boedeker herausgegebene Gesamtverzeichnis der Aufsätze der FRAU.21 Hiermit hat Elisabeth Boedeker eine enorme Arbeit geleistet, da sie die gesamten 50 Jahrgänge der FRAU erfasste. Dieses Gesamtverzeichnis ist äußerst wertvoll, weist jedoch auch manchen Mangel auf (zum Beispiel werden die Übersetzer nicht in das Register aufgenommen – allein für unsere Periode zählt man jedoch an die 30 Stück) was natürlich wegen des Umfangs der FRAU durchaus verständlich ist. Die Konzentration auf eine kürzere Periode erlaubt es, einiges zu berichtigen. Ein neues, exakteres Mitarbeiterinnen- und Mitarbeiterverzeichnis für die ersten zwanzig Jahre der Zeitschrift wurde zunächst erstellt (siehe Anhang). Dank der Auswertung dieses Verzeichnisses konnten dann gewisse Schlussfolgerungen gezogen werden, insbesondere was die publizistischen Netzwerke der Epoche betrifft.

Was die die allgemeine Sekundärliteratur betrifft, stammt das Standardwerk über die bürgerliche Frauenbewegung von Barbara Greven-Aschoff aus dem Jahr 1981.22 Bislang unübertroffen dokumentiert es die Trennung der bürgerlichen Frauenbewegung in zwei Flügel, einen jüngeren und einen älteren, oder auch „gemäßigten“ und „radikalen“ – wobei Barbara Greven-Aschoff allerdings einen sehr kritischen Blick auf die erstere Richtung wirft. Darin folgt ihr 1990 die Soziologin und Frauenhistorikerin Ute Gerhard (unter Mitarbeit von Ulla Wischermann), mit ihrer Geschichte der deutschen Frauenbewegung von 1830–1933.23 Inzwischen wird diese strikte Trennung in mehreren Arbeiten mehr oder weniger gelungen wi ← 16 | 17 → derlegt.24 Jüngste Studien postulieren wiederum eine dreifache Fraktionsbildung im Bund Deutscher Frauenvereine: bis zur Jahrhundertwende haben sich drei Flügel herausgebildet und zwar ein gemäßigter, ein radikaler und ein konservativer. Letzterer wurde vor allem durch die Landfrauenvereine und den Deutsch Evangelischen Frauenbund bestimmt und sei für die ab 1910 zunehmend nationalistischen Töne innerhalb des BDF verantwortlich.25

Von größtem Interesse ist auch die schon zitierte Arbeit Ulla Wischermanns über Frauenbewegungen und Öffentlichkeiten um 1900, die davon ausgeht, dass die Frauenbewegung neben der Arbeiterbewegung eine der wichtigsten sozialen Bewegungen des 19. Jahrhunderts war.26 Sie fragt darin, wie ihre Akteurinnen intern und extern die nötige Mobilisierung erzeugten und wie ihre Kommunikation und Interaktionsformen aussahen. Nur diese Arbeiten sollen hier vorerst erwähnt werden, viele andere werden jedoch im Laufe der folgenden Analyse verwendet und zitiert. Als Zwischenergebnis bleibt festzuhalten, dass vorliegende Studie stärker als alle anderen auf die Zeitschrift DIE FRAU fokussiert, sich als „Biographie“ der Monatsschrift versteht, die von den ersten 20 Jahren ihrer Existenz berichten will – wobei hier die These vertreten wird, dass dieses Periodikum einen außerordentlich großen Beitrag zur Frauenemanzipation geleistet hat, obwohl es in der Forschung allgemein als das konservative Organ der „Gemäßigten“ gilt.

Eine andere Spezifizität dieser Arbeit besteht in der für die Analyse verwendeten Methode. Sie ist das Werk einer (französischen) Germanistin, die auch als Lin ← 17 | 18 → guistin ausgebildet wurde27 und sich zwar seit Jahren mit Geschichte in Form kultureller Periodika des ausgehenden 18. und 19. Jahrhunderts beschäftigt, aber auch immer als Philologin an die Quellen herangeht und ihnen eine herausragende Stellung zuordnet.28 Anliegen dieser Studie ist es, mit dem Instrument von Diskurs und Rhetorik eine neue Perspektive auf den Beitrag der Monatsschrift DIE FRAU in der wilhelminischen Vorkriegsepoche in Hinblick auf die Politisierung der bürgerlichen Frauenbewegung und der Frauenemanzipation zu leisten. Die Schule, nach der sie sich richtet, ist die der (historischen und kritischen) Diskursanalyse, inspiriert von den Schriften Michel Foucaults und orientiert an kultur- und literaturwissenschaftlichen Analyse- und Interpretationsverfahren.

Diskursanalyse ist für Medienanalysen äußerst geeignet, setzt sie sich doch zum Ziel, Texte in ihren gesellschaftlichen Bezügen zu betrachten. Ist jeder Text ein individuelles Produkt, so ist der Diskurs überindividuell; Merkmal des Diskurses ist das regelmäßige und wiederholte Auftauchen von Aussagen (die énoncés bei Foucault). Besonders stark lehnt sich diese Arbeit an die Vorschläge Siegfried Jägers an, welcher seit 1987 das Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS) leitet. Siegfried Jäger hat bei seiner Diskursdefinition ein Bild aus der Natur bemüht, welches den Diskurs treffend charakterisiert: er vergleicht den Diskurs mit einem Fluss von Rede und Texten („Wissen“) durch die Zeit.29 Damit spricht er gleichzeitig die historische Dimension von Diskursen an, die von der Vergangenheit durch die Gegenwart in die Zukunft fließen: „Diskurs, so verstanden, meint also immer Form und Inhalt von Äußerungen; seine Analyse beantwortet, grob gesagt, die Frage danach, was zu einem bestimmten Zeitpunkt von wem sagbar war bzw. sagbar ist. Das bedeutet, dass immer auch die Frage danach gestellt ist, was nicht sagbar war bzw. ist.“30 Dies erscheint uns im Rahmen unserer Fragestellung „Welchen Beitrag leistet die Monatsschrift DIE FRAU zwischen 1893 und 1914 zur ← 18 | 19 → Differenzierung und Politisierung der deutschen Frauenbewegung und zur Emanzipation der Frauen?“ im Kontext des wilhelminischen Kaiserreichs (Antifeminismus, Zensur) besonders relevant.

Die Spezifizität wird hier also darin bestehen, dass das „was wird gesagt?“ dem „wie wird es gesagt?“ nicht untergeordnet, sondern gleichgestellt wird. Der Linguistik müsste es Siegfried Jäger zufolge vorbehalten bleiben, den Zusammenhang von sprachlichen Äußerungen im Diskurs und ihrem Bezug zur Wirklichkeit, auf die sie sich beziehen und aus der sie sich auch speisen, zu untersuchen – Texte also als Ansammlung von Diskursfragmenten zu begreifen, in denen gesellschaftliche Inhalte aller Art transportiert werden und die sich auf gesellschaftliche Prozesse beziehen, auf diese einwirken, zu ihrer Veränderung oder Stabilisierung beitragen usw. Um die Wirkung eines Textes, seine Widerspruchsfreiheit, seine Eingebundenheit in entsprechende (zum Beispiel hegemoniale) Diskurse bestimmen zu können, bedarf es – neben bestimmten Kenntnissen aus dem wissenschaftlichen Spezialdiskurs, dem der Text angehört – auch der Untersuchung der Argumentationsformen, der verwendeten Metaphorik, der Kollektivsymbolik, durch die Disparates miteinander plausibel verbunden und vernetzt werden kann, Widersprüche verdeckt und bestimmte Wirkungen erzielt werden können.31 Dank dieses Verfahrens der Diskursanalyse – welches sich mit Bescheidenheit als die Bereitstellung einer „Werkzeugkiste“ (diese Bezeichnung übernimmt Siegried Jäger von Michel Foucault) versteht, mit der man durchaus kreativ und eigenständig umgehen sollte – wird also die empirische Analyse der ersten 20 Jahrgängen FRAU durchgeführt. „Gerade diese Zeitschrift, von Lange 1893 gegründet und von Bäumer bis 1944 weitergeführt, bildet eines der diskursiven Zentren des gemäßigten Flügels der alten Frauenbewegung und insbesondere des Anhängerinnenkreises von Lange und Bäumer. Ihr kontinuierliches Erscheinen macht es möglich, Argumentations- und Begründungsmuster im direkten zeitgeschichtlichen Diskurszusammenhang über einen längeren Zeitraum hinweg zu untersuchen und Akzentverschiebungen festzustellen.“32 Neben der synchronen Vorgehensweise innerhalb der einzelnen Jahrgänge setzt dieses Projekt durch die gewählte Periodisierung von 1893 bis 1914 zugleich ein historisches Vorhaben mit diachroner Perspektive voraus. Daher bedient sich vorliegende Studie neben der kritischen zugleich auch der historischen Diskursanalyse, welche sich als komplementär erwies.33 Repräsentiert von Achim Landwehr er ← 19 | 20 → scheint die historische Diskursanalyse als „methodischer Vorschlag“34, was wiederum an die Metapher der Werkzeugkiste erinnert. Beide Verfahren geben sich also gleichmäßig undogmatisch, indem sie sich als Instrumentarien im Dienste von Erkenntnismöglichkeiten betrachten.

Als Historiker ist Landwehr im Bereich Kulturgeschichte tätig – bei Jäger wird die Diskursanalyse als kulturwissenschaftliches Verfahren verstanden. Achim Landwehr versucht zwar, sich von Siegfried Jäger abzugrenzen35, doch gelingt ihm dies nicht ganz. Dies rührt daher, dass kritische und historische Diskursanalyse viele Parallelen zueinander aufweisen. So besitzt die historische Diskursanalyse zum Beispiel ebenfalls kritisches Potenzial: „Indem die historische Diskursanalyse zeigen kann, inwiefern unsere Wirklichkeit historisch ‚gemacht’ ist, deckt sie Selbstverständlichkeiten auf, weist auf Handlungsmöglichkeiten hin und stellt allzu bereitwillig hingenommene Evidenzen infrage. Ihr kritischer Impuls besteht darin, zu zeigen, wie Wahrheiten jeweils historisch hervorgebracht und innerhalb von politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, religiösen und kulturellen Zusammenhängen wirksam wurden. Diese Analysearbeit, die historische und forschungspraktische Selbstverständlichkeiten zur Disposition stellt, impliziert eine dauerhafte Haltung der Kritik gegenüber aktuellen Formen des Wissens, der Wahrheit, des Handelns und des Sprechens.“36 Die kritische Diskursanalyse mit ihrer Auffassung des Diskurses als „Fluss“ durch die Zeit erweist sich ihrerseits als durchaus historisch: „Das allgemeine Ziel von Diskursanalyse ist es, ganze Diskursstränge (und / oder Verschränkungen mehrerer Diskursstränge) historisch und gegenwartsbezogen zu analysieren und zu kritisieren.“37 Einige Präzisierungen zur Terminologie: ein Diskursstrang besteht aus Diskursfragmenten gleichen Themas (als Diskursfragment bezeichnet Jäger einen Text oder Textteil, der ein bestimmtes Thema behandelt, zum Beispiel das Thema Ausländer oder Ausländerangelegenheiten im weitesten Sinne). Er hat eine synchrone und eine diachrone Dimension. In ihrer historischen Dimension sind Diskursstränge thematisch einheitliche Wissensflüsse durch die Zeit.38 Diskursanalyse hat neben der präzisen Herausschälung der jeweiligen Diskursstränge auch Diskurs(strang)ver-schränkungen zu beachten.

Beide Ansätze gehen spezifisch auf Rhetorik ein, weil Rhetorik für Diskursanalyse unerlässlich ist: „Fragen, die sich mit dem Stil und der Rhetorik von Texten befassen, zielen […] weniger auf die spezifische sprachliche Form, sondern auf die ← 20 | 21 → Funktion, die Stil und Rhetorik im jeweiligen Zusammenhang erfüllen“.39 Hier wird mit Achim Landwehr die Überzeugung geteilt, dass Texte ein bestimmtes Ziel verfolgen und primär darauf angelegt sind, Wirkungen zu entfalten.40 Für Siegfried Jäger sind Diskurse wiederum mit Macht verbunden – und mit Gegenmacht.41 Wie man sieht, sind diese Ansätze, insbesondere was Medienanalysen betrifft, äußerst operativ. Deshalb kann es auch keinesfalls darum gehen, den Diskursbegriff heranzuziehen, ohne seine Verwendung zu erläutern, noch ihn tatsächlich als Analyseinstrument einzusetzen. Diese Studie bedient sich im Folgenden sowohl der methodologischen Werkzeugkiste Jägers als auch der methodischen Vorschläge Landwehrs, wobei es der jeweils untersuchte Gegenstand aus dem Korpus ist, der bestimmt, welche Instrumente zu welchem Zeitpunkt am Nützlichsten sind.

Besonders wichtig erscheint bei diesem Verfahren die Kontextanalyse, da die Bestimmungen von Diskursen und Aussagen zu jedem Zeitpunkt an den eingangs erwähnten Kontext und die damit zusammenhängenden Praktiken zurück zu binden sind. „Ein Diskurs lässt sich schlechterdings nicht in ausreichendem Maße bestimmen, wenn nicht klar ist, wer zu welchem Zeitpunkt an welchem Ort und in welcher Form welche Aussagen macht. Will historische Diskursanalyse als eine geschichtswissenschaftliche Methode ernst genommen werden, kann die Bedeutung solcher Kontextualisierungen nicht genug betont werden. Denn in solchen Zusammenhängen zeigen sich die Konflikte, die sich um einen Diskurs und den damit verbundenen Versuch, eine legitime Sicht der Welt zu etablieren, entwickeln.“42 Die Benachteiligung der Frauen wird in der Tat von der engagierten weiblichen Publizistik unablässig als illegitim dargestellt – mit welchen Mitteln dies spezifisch in der Monatsschrift DIE FRAU geschieht, soll in vorliegender Studie beleuchtet werden.

Zunächst geht es also um den institutionellen Rahmen, bzw. den unmittelbaren institutionellen Kontext, in welchem DIE FRAU steht.43 Daher erfolgt zunächst eine allgemeine Charakterisierung der Zeitschrift, indem folgende Fragen gestellt und beantwortet werden: An welche Leserschaft wendet sich die betreffende Publikation? In welcher Tradition steht sie? Wie ist der Titel aufgemacht? Was weiß man über die Auflagenhöhe, den Verlag, in dem sie erschien? Wie steht es um die technische Qualität (Papier, Druck, Lesbarkeit)? Welchen Umfang hat die Zeitschrift, welche Seitenzahl beträgt sie durchschnittlich, zu welchem Preis wird sie verkauft? Welche Artikelsorten stehen in der betreffenden Zeitschrift? Gibt es ein Editorial, ← 21 | 22 → und was enthält es? Welche Autoren schreiben in diesem Organ? Sind sie gelegentliche freie Mitarbeiter oder gehören Sie der Redaktion an? Bestimmen sie die Ausrichtung der Zeitschrift (mit)? Welche besonderen Fachgebiete vertreten sie? Was charakterisiert die Redaktion, gegebenenfalls Organisation, die das Organ herausgibt? Wie hat sich diese Gruppierung entwickelt? Woraus ist sie entstanden? Hat sie sich von anderen Organisationen abgespalten? Woher bezieht sie ihre Mittel? Es geht hier auch um die Bestimmung des Bezugs dieser Gruppe zu ähnlichen Gruppierungen, Verbindungen, Unterschiede, Ziele, personelle Überschneidungen etc., Verbindungen zu internationalen Gruppen; eventuell Verortung dieser Szene im gesamtgesellschaftlichen und politischen Hintergrund des wilhelminischen Kaiserreichs. Hierher gehört auch die Analyse der ökonomischen Rahmenbedingungen der betreffenden Gesellschaft.44

Dann erfolgt die Analyse der Aussagen. Auf dem Weg über die rhetorischen Figuren, stilistischen Mittel und argumentativen Strategien lassen sich die zentralen Fragen nach den Aussagen des Diskurses stellen45: Welche Diskursfragmente (Themen und Unterthemen) tauchen sowohl synchron als diachron am regelmäßigsten in der FRAU auf? Die Anzahl dieser signifikanten Diskursfragmente ergeben den Diskursstrang des Periodikums, der im Rahmen der Diskursanalyse vornehmlich herausgearbeitet wird. So wird das Profil der Monatsschrift DIE FRAU herausgestellt. Es wird in dieser Studie von der These ausgegangen, dass sie ein Kampfblatt war, das die Interessen (eines Großteils) der bürgerlichen Frauenbewegung vertrat. Interessen werden jedoch nicht nur für, sondern auch gleichzeitig immer gegen jemanden verteidigt: hier tritt die Untersuchung der Diskursverschränkungen ein. Diese Untersuchung erlaubt Rückschlüsse auf den gesellschaftlichen Gesamtdiskurs in der wilhelminischen Epoche: „wie bereits erwähnt, stellt der Gesamtdiskurs, der eine Gesellschaft ‚überzieht’, ein komplexes Geflecht von in sich verschränkten und sich überlappenden, sich gegenseitig durchdringenden Diskurssträngen auf den verschiedenen Diskursebenen dar. Im Prinzip ginge es nur darum dieses Geflecht analytisch zu entwirren und in all seinen Verästelungen genau zu beschreiben. Damit stellt Diskursanalyse zugleich potenziell den Anspruch, Gesellschaftsanalyse zu sein.“46 Trotz unleugbarer (Teil-) Erfolge während der zwanzig Jahre vor Beginn des Ersten Weltkriegs, die im Allgemeinen als „Blütezeit“ oder „Hochphase“ der ersten deutschen Frauenbewegung angesehen werden, bleibt die Frauenbewegung in der männerdominierten Öffentlichkeit des Kaiserreichs eine Minderheit.47 Man kann davon ausgehen, dass Mehr- und Minderheiten sozusagen ← 22 | 23 → von Natur aus untrennbar sind. Auch sollen deren Verflechtungen hier unter mehreren Aspekten betrachtet werden: Integration und Ausschluss, defensive und offensive Strategien der Minderheiten, kollektive Ziele, Momente in denen sich die Machtverhältnisse verschieben, Diskurs und Theorisierung. Hinzu kam, dass sich die bürgerliche Frauenbewegung in der wilhelminischen Epoche als Minderheit selbst in mehrere Fraktionen teilte, was ihre Führerinnen als Gefahr empfinden mussten – daher auch der Zusammenschluss im BDF (Bund Deutscher Frauenvereine). Versuchte die Monatsschrift DIE FRAU, Unterschiede zu überbrücken oder verfolgte sie eine spezifische, bzw. harte Linie? Es wird versucht, zu zeigen, dass sich der Ton der Zeitschrift in der Periode zwischen 1893 und 1914 – trotz Verwehrung der Herausgeberinnen – immer mehr zuspitzt und polemisch auflädt, womit diese Fallstudie in fine auch die außerordentlich hohe Politisierung der deutschen Frauenbewegung um 1900 dokumentieren soll.48 Zugleich bildet sie einen Beitrag zur Sozial- und Mentalitätsgeschichte des Kaiserreichs aus geschlechterhistorischer Perspektive.49

1Vergleiche mit Ute GERHARD, Gleichheit ohne Angleichung, Frauen im Recht, München 1990, S. 58–86. Die Lex Otto richtete sich gegen Louise Otto-Peters und deren Frauenzeitung.

2Siehe z.B. die Mitteilungen des Deutschen evangelischen Frauenbundes 1, 1900/1901, S. 11; oder Neue Bahnen 19, 1.10.1900 S. 230 ff. Sogar verfeindete Blätter wie Die Frauenbewegung, das Organ der Radikalen, bezogen sich häufiger auf DIE FRAU.

3August BEBEL, Die Frauenfrage ist nur eine Seite der allgemeinen sozialen Frage, zitiert in: Elke FRIEDERIKSEN, Die Frauenfrage in Deutschland 1865–1915, Stuttgart 1981, S. 88–96, hier S. 88.

4Es wurden ungefähr 30 in der Periode zwischen 1890 und 1914 erschienene Frauenzeitschriften ausgewertet (siehe Anhang).

5Margit TWELLMANN, Die deutsche Frauenbewegung. Ihre Anfänge und erste Entwicklung 1843–1889, Frankfurt a. M. 1972. diese Studie sieht sich als „liberales Pendant“ zu Werner THÖNNESSEN, Frauenemanzipation. Politik und Literatur der deutschen Sozialdemokratie zur Frauenbewegung 1863–1933, Frankfurt a. M. 1969.

6Gunilla BUDDE, Blütezeit des Bürgertums. Bürgerlichkeit im 19. Jahrhundert, Darmstadt 2009, S. 109.

7Zur Theorie über Diskursanalyse siehe vor Allem: Siegfried JÄGER, Kritische Diskursanalyse. Eine Einführung, 5., gegenüber der 2., überarbeiteten und erweiterten (1999), unveränderte Auflage, Münster 2009 und Achim LANDWEHR, Geschichte des Sagbaren. Einführung in die historische Diskursanalyse, Tübingen 2001.

Details

Seiten
310
ISBN (PDF)
9783653040869
ISBN (ePUB)
9783653988345
ISBN (MOBI)
9783653988338
ISBN (Hardcover)
9783631650455
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2014 (Oktober)
Erschienen
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2014. 310 S., 1 farb. Abb., 17 s/w Abb., 3 Tab.

Biographische Angaben

Christina Stange-Fayos (Autor:in)

Christina Stange-Fayos lehrt an der Germanistikabteilung der Universität Paul Valéry in Montpellier Kulturgeschichte. Sie forscht über Medien- vs. Kommunikationsgeschichte und ist Autorin und Herausgeberin zahlreicher Publikationen, insbesondere über deutschsprachige Periodika des 18. bis 20. Jahrhunderts.

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Titel: Publizistik und Politisierung der Frauenbewegung in der wilhelminischen Epoche