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Einbeziehung von Organvertretern juristischer Personen in den unionsrechtlichen Arbeitnehmerbegriff

Konsequenzen der 'Danosa'-Entscheidung des EuGH unter besonderer Berücksichtigung von GmbH, AG und SE

von Patricia Sirchich von Kis-Sira (Autor:in)
Dissertation XXIV, 199 Seiten

Zusammenfassung

Die Autorin untersucht die Konsequenzen der Danosa-Entscheidung des EuGH aus arbeitsrechtlicher und gesellschaftsrechtlicher Sicht. Ein Schwerpunkt liegt auf der Frage des Konkurrenzverhältnisses arbeitsrechtlicher Richtlinien zum Organisationsrecht von Kapitalgesellschaften insbesondere bei der Abberufung von Organvertretern.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Copyright
  • Autorenangaben
  • Über das Buch
  • Zitierfähigkeit des eBooks
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Einleitung
  • A. Ausgangspunkt
  • I. Einführung
  • II. Europarechtliche Dimension
  • B. Ziel und Methodik der Arbeit
  • I. Gegenstand der Arbeit
  • II. Gang der Untersuchung
  • 1. Kapitel: Rechtlicher Status der Führungskraft in Organstellung nach bisherigem Grundverständnis
  • A. Grundlagen und Begriffsbestimmungen
  • I. Begriff der Führungskraft im Unternehmen
  • 1. Allgemeiner Sprachgebrauch
  • 2. Juristischer Sprachgebrauch
  • II. Führungskraft in Organstellung
  • 1. Personenkreis
  • a) Geschäftsführer der GmbH
  • b) Vorstand der AG
  • c) Leitungsorgan der SE
  • aa) Wahlrecht bei der Leitungsstruktur
  • bb) Dualistisches System
  • cc) Monistisches System
  • d) Faktische Organe
  • 2. Dualismus der Rechtsbeziehungen
  • B. Bisheriger Meinungsstand zur Arbeitnehmereigenschaft von Organvertretern
  • I. Gesetzliche Ausgangslage im deutschen Recht
  • 1. Bereichsausnahmen
  • 2. Anordnung der entsprechenden Geltung von Arbeitsschutzvorschriften
  • II. Grundsätze
  • 1. Zivilrecht
  • a) Rechtsprechung und herrschende Ansicht im Schrifttum
  • b) Entwicklung der Rechtsprechung
  • c) Annäherung von Dienstvertragsrecht an Arbeitsrecht
  • aa) Vereinbarung des gesetzlichen Kündigungsschutzes
  • bb) Schutz des AGG
  • 2. Arbeitsrecht
  • a) Statusrechtsprechung
  • b) Annäherung an die Anerkennung der Arbeitnehmereigenschaft
  • c) Negativfiktion des § 5 Abs. 1 Satz 3 ArbGG
  • 3. Steuerrecht
  • 4. Sozialversicherungsrecht
  • a) Sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis
  • b) Kriterien
  • 5. Wettbewerbsstrafrecht
  • D. Zusammenfassung zum 1. Kapitel
  • 2. Kapitel: Organvertreter als Arbeitnehmer im unionsrechtlichen Sinne am Beispiel des GmbH-Geschäftsführers
  • A. Kontext und Problemstellung der Danosa-Entscheidung
  • I. Europäisches Arbeitsrecht
  • 1. Entscheidung des EuGH vom 11.10.2010
  • a) Sachverhalt
  • b) Entscheidung
  • 2. Einordnung in das System des Europäischen Arbeitsrechts
  • a) Normative Rahmenbedingungen
  • aa) Mutterschutzrichtlinie
  • bb) Richtlinie 86/613/EWG (Selbstständige)
  • cc) Gleichbehandlungsrichtlinie
  • b) Rolle des EuGH
  • II. Übertragung auf Deutschland
  • 1. Ausgangslage nach lettischem Recht
  • a) Arbeitsrecht und Mutterschutzrecht
  • b) Gesellschaftsrecht
  • 2. Vergleich der gesellschaftsrechtlichen Ausgangsrechtslage
  • a) Weisungsgebundenheit
  • b) Freie Abberufbarkeit
  • 3. Einbeziehung der Geschäftsführerin in den Mutterschutz de lege lata
  • a) Historische Entwicklung des MuSchG
  • b) Beschränkung des Anwendungsbereichs
  • c) Vertragliche Vereinbarung des Mutterschutzes
  • 4. Ergebnis
  • B. Inhalt und Reichweite des unionsrechtlichen Arbeitnehmerbegriffs
  • I. Arbeitnehmerbegriff als Typusbegriff
  • 1. Nationaler Arbeitnehmerbegriff
  • 2. Unionsrechtlicher Arbeitnehmerbegriff
  • II. Begriffsbildung durch die Rechtsprechung
  • 1. Regelungszweck: Freizügigkeit
  • 2. Regelungszweck: Diskriminierungsverbot
  • 3. Regelungszweck: Arbeitsschutz
  • III. Einbeziehung von Organvertretern
  • 1. Inhomogenität des betroffenen Personenkreises
  • 2. Persönliche Abhängigkeit als konstituierendes Merkmal der Arbeitnehmereigenschaft
  • a) Maßgeblichkeit des unionsrechtlichen Arbeitnehmerbegriffs
  • b) Arbeitsrechtliche Unterordnung im nationalen Recht
  • aa) Herleitung der arbeitsrechtlichen Weisungsgebundenheit
  • bb) Arbeitsrechtliche Weisungsgebundenheit des Geschäftsführers
  • c) Gesellschaftsrechtliche Unterordnung
  • aa) Kontrolle
  • bb) Weisungsabhängigkeit
  • d) Jederzeitige und einschränkungslose Abberufbarkeit
  • aa) Bedeutung des Merkmals
  • bb) Statutarische Abberufungsbeschränkungen
  • e) Stellungnahme
  • 3. Differenzierung nach dem Grad der Unterordnung
  • a) Mehrheitsbeteiligung als Differenzierungskriterium
  • aa) Duale Definition des § 16 AktG
  • bb) Kapitalbeteiligung
  • cc) Stimmenmehrheit
  • b) Fremdgeschäftsführer
  • c) Minderheitsgesellschafter-Geschäftsführer
  • d) Mehrheitsgesellschafter-Geschäftsführer
  • aa) Entfallen des Unterordnungsverhältnisses
  • bb) Ausnahme: Unterordnungsverhältnis trotz Mehrheitsbeteiligung
  • C. Zusammenfassung zum 2. Kapitel
  • 3. Kapitel: Unionsrechtliche Vorgaben infolge der Danosa-Entscheidung auf Ebene des Anstellungsverhältnisses
  • A. Berufung auf besonderen und allgemeinen Kündigungsschutz
  • I. Mutterschutz
  • 1. Arbeitnehmerbegriff der Mutterschutzrichtlinie
  • a) Wortlaut
  • b) Teleologische Auslegung
  • c) Ergebnis
  • 2. Wirkung der Mutterschutzrichtlinie
  • a) Richtlinienkonforme Auslegung
  • aa) Voraussetzungen und Grenzen
  • bb) Anwendung
  • b) Exkurs: Unmittelbare Wirkung der Richtlinie
  • 3. Ergebnis
  • II. Elternzeit
  • 1. Elternurlaubsrichtlinie
  • 2. Arbeitnehmerbegriff
  • a) Wortlaut
  • b) Rechtsprechung
  • c) Stellungnahme
  • 3. Begriff des Beschäftigungsverhältnisses
  • a) Verweis auf nationales Recht
  • b) Arbeitsrechtliches Beschäftigungsverhältnis
  • c) Sozialversicherungsrechtliches Beschäftigungsverhältnis
  • d) Stellungnahme
  • 4. Ergebnis
  • III. Schwerbehinderte
  • IV. Allgemeiner Kündigungsschutz
  • 1. Ausschluss von Organvertretern
  • 2. Verhältnis des allgemeinen zum besonderen Kündigungsschutz
  • B. Berufung auf ausgewählte weitere Schutzbestimmungen
  • I. Internationales Verfahrensrecht
  • 1. Relevanz für Organvertreter von Kapitalgesellschaften
  • 2. Arbeitnehmerbegriff
  • 3. Folgerungen
  • 4. Ergebnis
  • II. Arbeitszeit
  • 1. Relevanz für Organvertreter von Kapitalgesellschaften
  • 2. Persönlicher Anwendungsbereich: Bereichsausnahme
  • 3. Arbeitnehmerbegriff
  • a) Arbeitszeitrecht
  • b) Urlaubsrecht
  • 4. Folgerungen
  • 5. Ergebnis
  • III. Teilzeit und Befristung
  • 1. Relevanz für Organvertreter von Kapitalgesellschaften
  • 2. Arbeitnehmerbegriff
  • a) Teilzeitarbeitsrichtlinie
  • aa) Wortlaut
  • bb) Urteil des EuGH im Fall O’Brien
  • b) Befristungsrichtlinie
  • aa) Wortlaut
  • bb) Rechtsprechung
  • 3. Ergebnis
  • IV. Betriebsübergang
  • 1. Relevanz für Organvertreter von Kapitalgesellschaften
  • 2. Arbeitnehmerbegriff
  • 3. Ergebnis
  • V. Exkurs: Relevanz des Arbeitnehmerbegriffs außerhalb des Arbeitsrechts
  • 1. Bilanzrecht
  • 2. Rechtsschutzversicherung
  • C. Zusammenfassung zum 3. Kapitel
  • 4. Kapitel: Reichweite des Eingriffs arbeitnehmerschützender Richtlinien in das Binnenorganisationsrecht von Kapitalgesellschaften
  • A. Übertragbarkeit der Danosa-Entscheidung auf andere Rechtsformen von Kapitalgesellschaften
  • I. Vorstand der AG
  • 1. Bisheriger Meinungsstand zur Arbeitnehmereigenschaft
  • 2. Anwendung der Kriterien des EuGH
  • a) Erbringen von Leistungen gegen Entgelt und Eingliederung
  • b) Unterordnungsverhältnis
  • aa) Weisungsfreiheit und Kontrolle
  • bb) Abberufung des Vorstands nur aus wichtigem Grund
  • c) Stellungnahme
  • 3. Ergebnis
  • II. Leitungsorgan der SE
  • 1. Arbeitnehmereigenschaft
  • a) Dualistische Leitungsverfassung
  • b) Monistische Leitungsverfassung
  • 2. Einschränkungen unter Wertungsgesichtspunkten
  • a) Personenidentität bei der monistischen SE
  • b) Divergenzen in Abhängigkeit von der Organisationsverfassung
  • aa) Vergleich mit den Wertungen des Sozialversicherungsrechts
  • bb) Folgerungen
  • 3. Ergebnis
  • B. Reflexwirkung der Danosa-Entscheidung auf Ebene des Organverhältnisses
  • I. Beendigung der Organstellung im Lichte der Danosa-Entscheidung
  • 1. Nichtberücksichtigung des Trennungsprinzips im Fall Danosa
  • a) Deutsche Fassung des Urteils
  • b) Vergleich mit anderen Sprachfassungen
  • aa) Französische Fassung des Urteils
  • bb) Englische Fassung des Urteils
  • c) Ergebnis
  • 2. Rechtfertigung der Durchbrechung des Trennungsprinzips
  • a) Begriff der Kündigung im Sinne der Mutterschutzrichtlinie
  • b) Rechtsfortbildung durch den EuGH
  • c) Ergebnis
  • II. Reichweite eines unionsrechtlich geforderten Abberufungsverbots
  • 1. Spannungsverhältnis zwischen Sozialschutz und Organisationsautonomie
  • a) Ebene des Anstellungsverhältnisses
  • b) Ebene des Organverhältnisses
  • 2. Denkbare Ansätze zur Auflösung des Spannungsverhältnisses
  • 3. Absoluter Vorrang des Organverhältnisses
  • 4. Absolutes Abberufungsverbot
  • 5. Vermittelnde Lösungen
  • a) Abberufung aus jedem anderen Grund als Schwangerschaft
  • b) Abberufung aus wichtigem Grund
  • 6. Auswirkungen auf Koppelungsklauseln
  • III. Einfluss des Mutterschutzes auf organschaftliche Pflichten der Geschäftsführerin
  • 1. Exkurs: Pflichten der Geschäftsführerin im Vorfeld des Mutterschutzes
  • 2. Organpflichten während mutterschutzbedingter Abwesenheit
  • a) Praktische Konkordanz zwischen Gesellschaftsund Arbeitsrecht
  • b) Auswirkungen des Mutterschutzes auf einzelne Organpflichten
  • aa) Vertretung und Geschäftsführung
  • bb) Buchführungspflichten
  • cc) Ausübung von Rechten in Beteiligungsgesellschaften
  • dd) Registerpflichten
  • (1) Grundfall: Bevollmächtigung möglich
  • (2) Sonderfall: höchstpersönliche Pflichten
  • ee) Kontrolle und Einreichung von Gesellschafterlisten
  • c) Schutz des Rechtsverkehrs
  • C. Zusammenfassung zum 4. Kapitel
  • 5. Kapitel: Gesetzgeberischer Anpassungsbedarf und Reformvorschlag
  • A. Ansatzpunkte für Modifikationen auf Ebene des Anstellungsverhältnisses
  • I. Gesetzgeberische Positionierung als rechtspolitisches Desideratum
  • II. Modifikation des Arbeitnehmerbegriffs als Ansatzpunkt
  • 1. Kein rechtliches Erfordernis überschießender Neugestaltung
  • 2. Folgerungen
  • a) Gespaltener Arbeitnehmerbegriff
  • b) Rechtspolitische Erwägungen
  • III. Persönlicher Anwendungsbereich von Arbeitnehmerschutzvorschriften als Ansatzpunkt
  • 1. Ausländische Rechtsordnungen als Impulsgeber
  • a) Teilharmonisierung
  • b) Arbeitsrecht als Sonderrecht der abhängig Beschäftigten
  • c) Arbeitsrecht als Produkt nationaler Identität und Rechtstradition
  • 2. Status des Organvertreters in ausgewählten Rechtsordnungen
  • a) Österreich
  • aa) Rechtlicher Rahmen
  • bb) Zusammenfassender Vergleich
  • b) Niederlande
  • aa) Rechtlicher Rahmen
  • bb) Zusammenfassender Vergleich
  • c) Ungarn
  • aa) Rechtlicher Rahmen
  • bb) Zusammenfassender Vergleich
  • 3. Regelungsperspektivische Folgerungen
  • a) Primat der Parteiautonomie
  • b) Generelle Einbeziehung
  • c) Differenzierung nach Kapitalbeteiligung
  • B. Konkreter Lösungsansatz
  • I. Vermutungsregel zugunsten von Organvertretern
  • 1. Rechtliche Zulässigkeit
  • 2. Systematischer Standort
  • a) Verortung im Gesellschaftsrecht
  • b) Verortung im Arbeitsrecht
  • aa) Diskussionsentwurf eines Arbeitsvertragsgesetzes
  • bb) Einzelne Schutzgesetze
  • 3. Beweislast
  • 4. Klarstellung des Trennungsprinzips
  • II. Reformvorschlag
  • 1. Anpassungsbedürftige Rechtsakte
  • 2. Formulierungsvorschlag zur Anpassung des MuSchG
  • 3. Formulierungsvorschlag zur Anpassung des BUrlG
  • 6. Kapitel: Wesentliche Ergebnisse
  • Literaturverzeichnis

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Abkürzungsverzeichnis

Details

Seiten
XXIV, 199
ISBN (ePUB)
9783631693193
ISBN (PDF)
9783653068764
ISBN (MOBI)
9783631693209
ISBN (Hardcover)
9783631675229
DOI
10.3726/978-3-653-06876-4
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2016 (August)
Erschienen
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2016. XXIV, 199 S.

Biographische Angaben

Patricia Sirchich von Kis-Sira (Autor:in)

Patricia Sirchich von Kis-Sira studierte Rechtswissenschaften an der Universität Passau und an der Nanjing University (China). Sie berät als Rechtsanwältin im Bereich Gesellschaftsrecht insbesondere Kapitalgesellschaften in der Rechtsform der AG und der GmbH sowie deren Organe.

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