Lade Inhalt...

Orosius Arabus

Die Rezeption und Transformation der Historiae adversum paganos des Orosius im Kitāb Hurūšiyūš

von Christian Saßenscheidt (Autor:in)
Dissertation 258 Seiten

Zusammenfassung

Der «arabische Orosius» ist der größte zusammenhängende erhaltene Text einer mittelalterlichen Übersetzung aus dem Lateinischen ins Arabische. Erstmals wird in diesem Band eine systematische Untersuchung von Aufbau, Struktur, Kulturtransfer und Übersetzungstechnik vorgenommen, bei der vor allem die vergleichende Betrachtung der Textkomposition und der ihr zugrundeliegenden Konzepte im Fokus stehen.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Copyright
  • Autorenangaben
  • Über das Buch
  • Zitierfähigkeit des eBooks
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • 1. Einführung
  • 1.1. Ziele der Arbeit
  • 1.2. Das Leben des Orosius
  • 1.3. Die Geschichtstheologie des Orosius
  • 1.4. Orosiusrezeption im Mittelalter
  • 1.5. Thesen zur Identität des Übersetzers
  • 1.6. Die christliche Literaturproduktion in al-Andalus
  • 1.7. Die Nachwirkung der Orosiusübersetzung in der arabischen Literatur
  • 1.8. Zusammenfassende Bemerkungen
  • 1.9. Zur Auswahl des bearbeiteten Materials
  • 2. Die Makrostruktur des Kitāb Hurūšiyūš
  • 2.1. Der Paratext des Kitāb Hurūšiyūš
  • 2.2. Der Einfluss der Erweiterungen auf die Binnenstruktur des Kitāb Hurūšiyūš
  • 2.3. Das chronologische Gefüge des Kitāb Hurūšiyūš
  • 3. Die Erweiterung des Textes um biblisches und außerbiblisches Material: Ergänzungen des orosianischen Geschichtsbildes
  • 3.1. Die Rolle der Chronica Isidors von Sevilla
  • 3.2. Die Rolle des biblischen Materials
  • 3.2.1. Erzählstoffe des Alten Testamentes im Kitāb Hurūšiyūš
  • 3.2.1.1. Biblische Geschichte im Paratext des Kitāb Hurūšiyūš
  • 3.2.1.2. Die strukturelle Integration biblischer Erzählstoffe
  • 3.2.1.3. Kürzungen im Bereich des ersten Buches
  • 3.2.1.4. Beifügungen nichtbiblischen Hintergrundes
  • 3.2.1.5. Die Josefsgeschichte im Kitāb Hurūšiyūš
  • 3.2.1.6. Abschließende Bemerkungen zur Auswahl der zusätzlichen Quellentexte
  • 3.2.2. Genealogie und Herrschaftsgeschichte
  • 3.3. Erzählstoffe des Alten Testamentes im Kitāb Hurūšiyūš
  • 3.3.1. Genesis und Sintflut im Kitāb Hurūšiyūš
  • 3.3.2. Saul und David: Die Rezeption der Samuelbücher
  • 3.4. Schlussfolgerungen zur Integration zusätzlicher Quellentexte
  • 4. Antike in arabischer Form: Das Programm des Orosius im Kitāb Hurūšiyūš
  • 4.1. Die Augustustheologie
  • 4.1.1. Die paratextliche Verortung der Kapitel zur Augustustheologie
  • 4.1.2. Vorausdeutungen auf die Augustustheologie
  • 4.1.3. Die Umstrukturierung der Augustuskapitel
  • 4.1.3.1. Kürzungen innerhalb der Augustuskapitel
  • 4.1.3.2. Die Schließung der Pforten des Janustempels
  • 4.1.3.3. Die Kriege der Augustuszeit
  • 4.1.3.4. Die Benennung Oktavians
  • 4.1.3.5. Die Verachtung des jüdischen Tempels
  • 4.1.3.6. Ninus und Augustus, Abraham und Christus
  • 4.1.3.7. Die Bronzelegende
  • 4.1.3.8. Die Rolle der Prodigien
  • 4.1.3.9. Die Kreuzigung und Tiberius
  • 4.1.4. Abschließende Betrachtung zur Augustustheologie
  • 4.2. Die Vierweltreichslehre
  • 4.2.1. Die Tradition der Weltreichslehre
  • 4.2.2. Die Weltreichslehre im Werkplan des Orosius
  • 4.2.3. Weltreichslehre und Makrostruktur der Historiae adversum paganos
  • 4.2.4. Die Umsetzung der Weltreichslehre im Kitāb Hurūšiyūš
  • 4.2.5. Weltreichslehre und Augustustheologie
  • 4.2.6. Abschließende Betrachtungen zur Vierweltreichslehre
  • 4.3. Schlussfolgerungen zur Rezeption der orosianischen Geschichtskonzeption
  • 5. Abschließendes Fazit
  • Bibliographie
  • Quellen
  • Übersetzungen des lateinischen Textes des Orosius
  • Sekundärliteratur
  • Anhang I
  • Anhang II
  • Anhang III

Christian Saßenscheidt

Orosius Arabus

Die Rezeption und Transformation der Historiae adversum
paganos des Orosius im Kitāb Hurūšiyūš

Autorenangaben

Christian Saßenscheidt studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Bergischen Universität Wuppertal. Er war Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Erlangen.

Über das Buch

Der „arabische Orosius“ ist der größte zusammenhängende erhaltene Text einer mittelalterlichen Übersetzung aus dem Lateinischen ins Arabische. Erstmals wird in diesem Band eine systematische Untersuchung von Aufbau, Struktur, Kulturtransfer und Übersetzungstechnik vorgenommen, bei der vor allem die vergleichende Betrachtung der Textkomposition und der ihr zugrundeliegenden Konzepte im Fokus stehen.

Zitierfähigkeit des eBooks

Diese Ausgabe des eBooks ist zitierfähig. Dazu wurden der Beginn und das Ende einer Seite gekennzeichnet. Sollte eine neue Seite genau in einem Wort beginnen, erfolgt diese Kennzeichnung auch exakt an dieser Stelle, so dass ein Wort durch diese Darstellung getrennt sein kann.

Vorwort

Kaum etwas ist so schwierig wie ein angemessenes Vorwort für eine Arbeit zu finden, die einen über den längeren Teil einer Dekade hinweg begleitet hat. Fast wie gestern erscheint es mir, dass 2006 im Rahmen eines Gespräches mit Herrn Prof. Dr. Endreß in Bochum mehr beiläufig das Thema „Orosius“ aufkam und ich beschloss, die arabische Übersetzung des Werkes zum Thema meiner Dissertation zu machen. Und mich damit erst einmal gewaltig übernahm, war das Arabische für mich doch eher ein jardin secret, den ich durchaus mit Freude pflegte, der jedoch nicht das Hauptaugenmerk meines Studiums gewesen war. Die Einarbeitung in die durchaus komplexe Übersetzungssprache des Textes nahm weit mehr Zeit in Anspruch, als ich ursprünglich allzu optimistisch und in grenzenloser Überschätzung meiner Kräfte veranschlagt hatte, und gesundheitliche Rückschläge taten das Ihrige, um die Fertigstellung zunächst der Dissertation, schließlich auch die der Publikation wieder und wieder zu verschieben.

Doch nun ist es vollbracht und mir bleibt nur, diversen Personen meinen aufrichtigen Dank auszusprechen.

An erster Stelle ist hier Herr Professor Dr. Gerhard Endreß zu nennen, der mich überhaupt auf dieses Thema gestoßen hat und mir mit Rat und Tat (und vielen Korrekturhinweisen) zur Seite stand.

Auf gleicher Ebene ist auch Herrn Professor Dr. Wolfgang Orth, meinem eigentlichen Doktorvater, Dank zu sagen, der sich bereit erklärte, das Thema trotz seiner eher abseitigen Ausrichtung als rezeptionsgeschichtliche Arbeit von historischer Seite zu betreuen und der viele, viele Stunden der Besprechungen und gemeinsamen Korrektur bis in kleinste Details opferte. Umso mehr schmerzt es mich, dass er noch vor Drucklegung der Arbeit am 1.10.2017 verschied. Ich werde seiner stets mit großer Zuneigung und Verehrung als des aufrechten, geradlinigen, unendlich freundlichen, aber auch fordernden und stets fairen Gelehrten gedenken, der er stets gewesen ist, was ihm die Zuneigung seiner Kollegen und Studenten stets in außergewöhnlicher Weise sicherte.

Viele meiner Kollegen wurden im Laufe der Jahre Opfer meiner Nachfragen, Korrekturwünsche und meines Diskussionsbedarfs. Für die diversen←7 | 8→ fleißigen Korrekturleser unter Freunden und Kollegen muss ich vor allem Larissa Düchting, Raffael Guralczek, Peter Horstmann, Dr. Matthias Maser, Markus Schütz, Judith Werner, Michael Wild und Dr. Christofer Zwanzig danken.

Eine besondere Rolle spielten die ständigen sanften Ermahnungen meines Vorgesetzten Herrn Professor Dr. Klaus Herbers, an dessen Erlanger Lehrstuhl ich für einen großen Teil der Zeit der Erstellung dieser Schrift beschäftigt war. Ihm sei für manches offene und klare Wort gedankt!

Da die Zeit der Erstellung dieser Arbeit mit starken gesundheitlichen Problemen und Einschränkungen einher ging, muss ich hier auch den Ärzten und dem Pflegepersonal der Dialysestation in der Möhrendorfer Straße 1 in Erlangen ausdrücklich für ihre vorbildliche Fürsorge danken.

Kaum zu übertreiben ist der Dank gegenüber meinen Eltern, die mich all die Jahre unterstützten und ermunterten und die mir dereinst abrieten, mein Studium an Nützlichkeitserwägungen auszurichten, sondern mich geradewegs dazu brachten, meinen Traum vom Studium der Geschichte zu verwirklichen und mir ebenso schon früher zu meinen Schulzeiten dazu rieten, das Lateinische als zweite Fremdsprache zu wählen.

Gleiches gilt für die wichtigste Person von allen, meine Ehefrau Marlen Saßenscheidt. Ohne die Liebe und Unterstützung meiner Frau (und ihre ständigen Ermunterungen) wäre diese Arbeit so nicht möglich gewesen.

In der üblichen Topik der Danksagungen endet die Aufzählung für gewöhnlich mit der Ehefrau. Doch ich bin mir sicher, dass sie es mir verzeiht, wenn ich in diesem Falle einen anderen Weg gehe. Seit frühester Kindheit ist mein Interesse an der Geschichte auch durch meinen Großvater Hubert Barysch intensiv gefördert und meine entsprechenden Studien ermuntert worden. Doch war es ihm nicht vergönnt, den Abschluss meiner Dissertation mitzuerleben, da er bereits kurz nach Aufnahme meiner Arbeit das Reich der Lebenden verließ. Seine Ehefrau Helene Barysch konnte mir zum Bestehen der Disputatio gratulieren, nicht jedoch die Veröffentlichung des Manuskriptes miterleben.

Ihnen beiden sei dieses Buch in liebendem Angedenken und der Hoffnung, sich einst in Gottes Reich wieder zu begegnen, gewidmet.←8 | 9→

Details

Seiten
258
ISBN (ePUB)
9783631711347
ISBN (PDF)
9783653071856
ISBN (MOBI)
9783631711354
ISBN (Hardcover)
9783631677032
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2018 (Dezember)
Schlagworte
Kulturtransfer Übersetzungen Lateinisch-Arabisch Historiographie Antike Rezeptionsgeschichte
Erschienen
Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Warszawa, Wien, 2018., 258 S., 27 Tab.

Biographische Angaben

Christian Saßenscheidt (Autor:in)

Christian Saßenscheidt studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Bergischen Universität Wuppertal. Er war Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Erlangen.

Zurück

Titel: Orosius Arabus