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TextBewegung

Sprach- und Bewegungsaufgaben entwickeln, erproben und evaluieren

von Kirsten Schindler (Autor:in) Alexandra L. Zepter (Autor:in)
Lehrbuch 191 Seiten
Reihe: Textproduktion und Medium, Band 16

Zusammenfassung

Dieses Lehrbuch stellt das Projektkonzept TextBewegung© vor und richtet sich an Sprachlehrende und Lehramtsstudierende, die einen medial vielfältigen Zugang zu Sprache und Text erproben wollen. Ein solcher Zugang spricht gleichermaßen Kognition, Sinne, Emotionen und Bewegung an und eignet sich damit für sprachlich heterogene und inklusive Lerngruppen.
Die Arbeit mit TextBewegung zielt auf den Aufbau von sprachlichen Kompetenzen und basalen Darstellungsfähigkeiten ab. Dafür entfaltet das Buch konkrete Anleitungen, wie Projekte entwickelt, erprobt und evaluiert werden. Die vorgestellten Aufgaben lassen sich einzeln oder als Gesamtprojekt umsetzen und sowohl für den Regelunterricht als auch für die Projektarbeit nutzen.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Copyright
  • Autorenangaben
  • Über das Buch
  • Zitierfähigkeit des eBooks
  • Inhaltsverzeichnis
  • Danksagung
  • Vorwort
  • 1. Einführung
  • 1.1 Was ist TextBewegung?
  • 1.2 Theoretischer Hintergrund
  • 1.3 Lehrmethodische Bausteine und Konzepte: Eingrenzung und Abgrenzung
  • 2. Ein TextBewegungs-Projekt umsetzen
  • 2.1 Lerngruppe
  • 2.2 Materialsammlung
  • 2.2.1 Vom Rahmenthema zu Text- und Bewegungsübungen
  • 2.2.2 Material dokumentieren und eine erste Auswahl treffen
  • 2.3 Zwischenpräsentation und Feedback
  • 2.3.1 Überarbeiten
  • 2.3.2 Text-Feedback
  • 2.3.3 Bewegungs- und Darstellungsfeedback
  • 2.4 Eine Aufführung planen, umsetzen und dokumentieren
  • 2.4.1 Vorbereitende, organisatorische Überlegungen
  • 2.4.2 Proben auf der Bühne
  • 2.4.3 Aufführung
  • 2.4.4 Dokumentation
  • 3. Sprach- und Bewegungsarbeit in (heterogenen) Lerngruppen
  • 3.1 Von der Sprache zur Bewegung
  • 3.1.1 Muster
  • 3.1.2 Variation und Improvisation
  • 3.1.3 Raum und Sequenz
  • 3.2 Von der Bewegung zur Sprache
  • 3.2.1 Muster, Variation, Raum – Gehen
  • 3.2.2 Barrieren und Kontakt
  • 3.2.3 Interaktion und Sequenz
  • 3.3 Ausgewählte Arrangements
  • 3.3.1 Parallelität der Zugänge: Ich packe meinen Koffer
  • 3.3.2 Wechselseitige Verschränkungen: Nachdichtungen
  • 3.3.3 Getrennte Erarbeitung, gemeinsame Aufführung: Stuhlkonversationen
  • 4. Prozess- und Produktevaluation
  • 4.1 Ein Beispiel aus der Praxis
  • 4.2 Unsere Beobachtungs- und Evaluationsmethode
  • 4.3 Überarbeitetes Evaluationsmaterial für die Praxis
  • 4.3.1 Beobachtungsbogen
  • 4.3.2 Evaluationsbogen für die Lehrkraft
  • 4.3.3 Evaluationsbogen der Schülerinnen und Schüler
  • 4.4 Fazit
  • 5. Nachwort
  • 6. Literatur

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Danksagung

Wir möchten allen Studierenden, Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften von Herzen dafür danken, dass sie an den von uns in den letzten Jahren umgesetzten TextBewegungs-Projekten und Workshops teilgenommen haben. Ohne ihr Engagement, ihre Begeisterung und ihr kreatives Sich-Einlassen auf die Sache hätte sich das TextBewegungs-Konzept nicht entwickelt und dieses Lehrbuch wäre nicht entstanden. Unser besonderer Dank gilt auch dem Institut für deutsche Sprache und Literatur II für die großzügige Unterstützung bei der Publikation sowie den Reihenherausgeberinnen Dagmar Knorr und Eva-Maria Jakobs für die engagierte und freundliche Betreuung in der Umsetzung des Buchs. Lena Krüppel ganz herzlichen Dank für die kompetente Umsetzung und Textgestaltung. ← 7 | 8 →

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Vorwort

Dieses Buch stellt das Unterrichtsprojektkonzept TextBewegung©1 vor und richtet sich damit an alle Sprachlehrenden, die einen medial vielfältigen Zugang zu Sprache und Text erproben wollen – einen Zugang, der Kognition, Sinne, Emotionen und Bewegung gleichermaßen anspricht. Sowohl in sprachlich heterogenen Gruppen als auch in anderen inklusiven Lerngruppen kann sich dies als förderlich erweisen. Neben Lehrkräften werden vor diesem Hintergrund auch Fortbildende in Studienseminaren sowie Referendarinnen, Referendare und Studierende angesprochen.

Die Arbeit mit TextBewegung setzt im Vorfeld kein vertieftes Wissen über Sprach- und Bewegungsprozesse und keine besonderen (tänzerischen) Bewegungsfertigkeiten voraus, aber ihre Praxis zielt auf den Aufbau von sprachlichen und sprachlich relevanten Kompetenzen sowie von basalen Darstellungsfähigkeiten ab. Dafür entfaltet das Buch konkrete Anleitungen, wie TextBewegungs-Projekte und insbesondere die damit verbundenen Aufgaben entwickelt und umgesetzt werden. Bei allen Aufgabenbeispielen haben wir uns um eine möglichst kleinschrittige und differenzierte Beschreibung bemüht, um eine möglichst hohe Gelingenswahrscheinlichkeit zu erreichen. Viele der Aufgaben lassen sich im Übrigen isolieren und in andere Settings integrieren, sodass das Buch auch konkrete Unterrichtsvorschläge für diejenigen bereithält, die kein ganzes oder nur ein kleineres Projekt umsetzen möchten.

Zum Aufbau des Buches

Wie findet man sich in diesem Buch zurecht und wie kann man mit ihm arbeiten? Insgesamt umfasst das Buch ein theoretisches Kapitel (Kapitel 1) und drei Kapitel, die sich der Praxis widmen (Kapitel 2 bis 4). Wer direkt mit Letzterer beginnen möchte, kann Kapitel 1 im Prinzip überspringen oder sich ihm bei Interesse zu einem späteren Zeitpunkt widmen. Die Lektüre ist zum Verständnis der folgenden Kapitel keine Voraussetzung, man erfährt mit ihr aber, wie das Konzept fachtheoretisch fundiert ist, und das Kapitel liefert auch für die mit der betreffenden Materie weniger vertrauten Leserinnen und Leser hoffentlich interessantes und hilfreiches Hintergrundwissen. Für diejenigen, die sich schnell ← 9 | 10 → informieren möchten, stellen wir zentrale Punkte, Begriffserläuterungen und Zusammenfassungen von Sinnabschnitten in einer graphisch markierten i-Box heraus:

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Im Einzelnen nimmt Abschnitt 1.1 des ersten Kapitels das Gesamtkonzept genauer unter die Lupe und zeigt aus einer theoretischen Perspektive auf, was TextBewegung ausmacht. Dafür werden die konzeptionellen Grundbausteine vorgestellt und zentrale Aspekte erläutert. Abschnitt 1.2 geht anschließend auf die (sprach-)lerntheoretische und entwicklungspsychologische Basis ein und illustriert diese an einigen Beispielen. Lehrende, die mit dem Ansatz arbeiten möchten, erhalten hier einen Einblick, warum dies auch aus fachtheoretischer Perspektive gut zu motivieren ist. Abschnitt 1.3 ordnet TextBewegung lehrmethodisch ein: Er expliziert, welche didaktischen Konzepte aufgegriffen und verknüpft werden, in welcher Unterrichtskultur wir uns verorten, wo bzw. inwiefern wir uns aber auch von anderen Konzepten abgrenzen.

In die Praxis von TextBewegung führen die Kapitel 2 bis 4 ein. Auch hier ist eine Rezeption in chronologischer Reihenfolge für ein Verständnis der einzelnen Kapitel nicht zwingend erforderlich. Einsicht in die Gesamtverläufe von TextBewegungs-Projekten erhalten Leserinnen und Leser in Kapitel 2. Kapitel 3 – das Herzstück des Buches – illustriert den Aufgabenpool: Hier finden sich mannigfaltige TextBewegungs-Aufgaben zur Sprach- und Bewegungsarbeit, aus denen man je nach Unterrichtsinteresse auswählen kann und die alle miteinander kombinierbar sind. In Kapitel 4 finden sich abschließend Anregungen zur Evaluation von TextBewegungs-Projekten.

Im Detail widmet sich Kapitel 2 (‚Ein TextBewegungs-Projekt umsetzen‘) zunächst der Gesamtperspektive und gibt einen Überblick darüber, was die Hauptschritte sind, wenn man ein größeres TextBewegungs-Projekt umsetzen möchte, und was bei der Planung und Organisation grundsätzlich zu beachten ist. In der Grundstruktur zeichnen sich TextBewegungs-Projekte durch einen Dreischritt aus: Man sammelt Material, d. h., in kreativen Prozessen entstehen in ← 10 | 11 → Schritt 1 Text- und Bewegungsprodukte; die gesammelten Produkte werden in Schritt 2 überarbeitet; und eine finale Auswahl davon wird in Schritt 3 zur Aufführung gebracht. Kapitel 2 zeigt für diesen Dreischritt in Abschnitt 2.3 auf, wie das in der ersten Projektphase geschöpfte Material in der zweiten Phase zu einem Korpus von Texten und Bewegungssequenzen bzw. Choreografien zusammengestellt wird. Dabei spielen Zwischenpräsentationen und konstruktives Feedback eine zentrale Rolle, um kooperative Überarbeitungsphasen anzuregen. Darüber hinaus erfährt man in Abschnitt 2.4, wie man aufbauend auf die ersten beiden Phasen eine Aufführung planen und gestalten kann und was dafür hinsichtlich Musik, Kostümen und Bühne zu beachten ist.

In der Grundidee gehen wir davon aus, dass die Aufführung ein konstitutiver Bestandteil der Projektarbeit ist. Die Gestaltung der Aufführung kann aber unterschiedlich aufwändig gehalten sein. Es ist z. B. durchaus möglich, an kleine Sequenzen innerhalb des Lernkontextes zu denken. Eine Aufführung an einem anderen Ort (so etwa auf der Bühne eines Theaters) erscheint uns dennoch besonders sinnvoll, auch wenn dies vielfältige Aufgaben nach sich zieht. Die gemeinsame Arbeit als Gesamtschau darzustellen und entsprechend ernst zu nehmen, erzeugt Effekte, die weit über das gemeinsame Erarbeiten hinausgehen. Um den Rahmen des Lehrbuches nicht zu sprengen, beschränken wir uns in unseren Ausführungen auf markante Schlaglichter.

Kapitel 3 (‚Sprach- und Bewegungsarbeit in (heterogenen) Lerngruppen‘) umgreift mit den Aufgaben zur Sprach- und Bewegungsarbeit, die die Basis jedes TextBewegungs-Projektes bilden, den umfangreichsten Teil des Buches. Hier geht es darum, Text- und Bewegungsmaterial in kreativen Prozessen zu entwickeln. Leserinnen und Leser erhalten dazu einen Aufgabenpool, der vielfältig einsetzbar ist und auch genutzt werden kann, wenn man kein komplettes TextBewegungs-Projekt umsetzen möchte. Selbst diejenigen, die eventuell nur einmal in einer Unterrichtsstunde etwas Neues auszuprobieren planen und dafür nach einer Idee suchen, können hier fündig werden. Im Prinzip kann man sich aus Kapitel 3 wie aus einem Baukasten je nach Unterrichts- und Projektanliegen bedienen und sich die passenden Aufgaben für den eigenen Lehrbedarf zusammenstellen.

Dafür stellt ein erster Abschnitt 3.1 zuerst Aufgaben vor, bei denen man von der Sprache ausgeht und von dort zur Bewegung gelangt oder bei denen man Bewegung in die sprachlichen Aufgaben integriert. Ein zweiter Abschnitt 3.2 geht in umgekehrter Richtung von der Bewegung aus oder fokussiert auf Bewegung. In einem dritten Abschnitt 3.3 nehmen wir abrundend weitere, ausgewählte Arrangements in den Blick. Generell machen wir bei den Aufgabenbeschreibungen ← 11 | 12 → auch kenntlich, welche Kompetenzbereiche jeweils involviert sind, und wir geben Hinweise, was bei der Umsetzung in speziellen heterogenen Gruppen bzw. inklusiven Settings zu beachten ist. Zusammenfassende Informationen werden in diesem Rahmen jeder Aufgabe in einer Übersichtsbox vorangestellt, deren Kategorien sich an den Kategorien gängiger Unterrichtsskizzen orientieren.

Arbeitsmaterialien, die als Impulse in Aufgaben eingesetzt werden, sind durch das folgende Symbol gekennzeichnet:

Biographische Angaben

Kirsten Schindler (Autor:in) Alexandra L. Zepter (Autor:in)

Kirsten Schindler studierte an den Universitäten Bielefeld, Rouen und Köln und wurde in Bielefeld mit einer empirischen Arbeit zur Schreibforschung promoviert. An der Universität zu Köln folgte ihre Habilitation über akademische und berufliche Schreibkompetenzen. Alexandra L. Zepter studierte Bühnentanz und Choreografie an der Folkwang Universität der Künste und erhielt ihren Ph.D. in Linguistik an der Rutgers University (USA). Darauf folgte die Habilitation an der Universität zu Köln mit der Venia Legendi Deutsche Sprache und ihre Didaktik.

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Titel: TextBewegung