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Paul Zechs Exilwerk

Zwischen postkolonialer Anerkennung und exotistischer Vereinnahmung indigener Völker Lateinamerikas

von Kora Busch (Autor:in)
Dissertation XII, 324 Seiten

Zusammenfassung

Aus einem neuen Blickwinkel analysiert diese Untersuchung die Ebene, die sich hinter den Exotismen des (Exil-)Werks Paul Zechs verbirgt: Die vehemente Kritik der anhaltenden Vertreibung indigener Völker verbunden mit der Monierung der Umweltzerstörung des industrialisierten Menschen. Unter Heranziehung postkolonialer und ökokritischer Theorien, hybrider Modelle und Alteritätskonzepte interpretiert die Autorin veröffentlichte und unveröffentlichte Exiltexte Zechs. Dabei zeigt sie auf, wie sich die untersuchten Werke in eine Reihe von Medien neueren Datums einfügen, die zwischen kolonial-exotistischem Begehren des Fremden und Anerkennung kultureller Andersheit beziehungsweise Gleichwertigkeit changieren.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Copyright
  • Autorenangaben
  • Über das Buch
  • Zitierfähigkeit des eBooks
  • Danksagung
  • Inhalt
  • 0. Einleitung
  • 1. Kolonialismus und diskursive Strukturen
  • 1.1 Die Vereinnahmung des Anderen auf diskursiver und politischer Ebene
  • 1.1.1 Kolonialismus als globales Phänomen
  • 1.1.2 Koloniale Diskurse und Denkfiguren
  • 1.1.3 Die mediale Erfindung Amerikas
  • 1.2 Kolonialer Rassismus
  • 1.2.1 Rassismus
  • 1.2.2 Kolonialismus und Nationalsozialismus
  • 1.2.3 Schreckensbild ‚Rassenmischung‘
  • 1.3 Kolonialismus und Geschlecht
  • 1.4 Koloniale Raumaneignung
  • 1.5 Exotismus
  • 1.5.1 Exotistisch – Eine Begriffsbestimmung
  • 1.5.2 Der Mythos vom glücklichen Primitiven
  • 1.5.3 Der edle Wilde
  • 2. Postkoloniale Theorien und Texte
  • 2.1 Postkolonialismus – eine Begriffsbestimmung
  • 2.2 Der postkoloniale Blick
  • 2.3 Postkoloniales in literarischen Texten
  • 2.3.1 Vom Orientalismus zum Lateinamerikanismus
  • 2.3.2 Perspektivenstruktur und Sprache
  • 2.4 (Post)koloniale Räume und Entgrenzungen
  • 2.5 Grenzüberschreitungen
  • 2.5.1 Eigenes im Fremden, Fremdes im Eigenen – zur Identität des Dritten
  • 2.5.2 Go-between und Going native
  • 2.5.3 Intrafigurale Grenzüberschreitung: Hybridität und Mischlinge
  • 2.5.4 Dritte Räume, Hybridität und Exilautoren
  • 2.6 Ecocriticism
  • 3. Postkoloniales Begehren und die Stimme der Anderen
  • 3.1 Postkolonial-exotistischer Erotismus in neueren Medien
  • 3.2 Die Stimme der Anderen
  • 4. Paul Zech
  • 4.1 Zech in Deutschland
  • 4.2 Zech im Exil
  • 4.3 Kleiner Exkurs: Das Exilland Argentinien
  • 5. Die Werkanalyse
  • 5.1 Erkenntnisinteresse und Analysekriterien
  • 5.2 Texte von und über Paul Zech und seine Nachlässe
  • 5.3 Einzelne Werke
  • 5.3.1 Kinder vom Paraná
  • 5.3.1.1 Entstehung und Inhalt
  • 5.3.1.2 Erzählinstanz und voice
  • 5.3.1.3 (Post-)koloniales
  • 5.3.1.4 Grenzgänger
  • 5.3.1.5 Perspektive und focalization
  • 5.3.1.6 Ökokritisches und Naturdarstellungen
  • 5.3.1.7 Schlussfolgerungen
  • 5.3.2 Ich suchte Schmied und fand Malva wieder
  • 5.3.2.1 Der Inhalt
  • 5.3.2.2 Erzählinstanz, Perspektivik und voice
  • 5.3.2.3 (Post-)koloniale Diskurse
  • 5.3.2.4 Grenzgänger
  • 5.3.2.5 Räume und Ecocriticism
  • 5.3.2.6 Fazit
  • 5.3.3 Heimat nicht hier und nicht dort, aber das Blut ist überall!
  • 5.3.3.1 Inhalt
  • 5.3.3.2 Erzählinstanz, Perspektivik und voice
  • 5.3.3.3 (Post-)koloniale Diskurse
  • 5.3.3.4 Grenzgänger
  • 5.3.3.5 Räume und Ecocriticism
  • 5.3.3.6 Fazit
  • 5.3.4 Das letzte Haus an der Straße
  • 5.3.5 Calle Charruña Numero 1478
  • 5.3.6 Der Amethyst des Kaziken
  • 5.3.7 Menschen der Calle Tuyutí
  • 5.3.8 Die Brücke über dem Charaña
  • 5.4 Lateinamerika in den Texten bekannter Exilautoren
  • 6. Fazit und Ausblick
  • 7. Literaturverzeichnis

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0.  Einleitung

Ich habe es dem weißen Mann versprochen. Der weiße Mann ist mehr als Yamacinto. Dem weißen Mann gehört das Baumwollfeld. Yamacinto hat kein Feld.1

1933 floh der aus Westpreußen gebürtige, zu dieser Zeit in Berlin wohnhafte Autor Paul Zech nach Argentinien, wo sich einer seiner Brüder aufhielt. Die genauen Umstände seiner Flucht konnten bis heute nicht geklärt werden; er selbst gab vor, aus politischen Gründen einer zweiwöchigen Haft ausgesetzt worden zu sein; demgegenüber stehen Quellen, die ihm die Entwendung mehrerer Hundert Bücher aus der Bibliothek vorwerfen, in der er vor seiner Flucht angestellt war.2 Fakt ist, dass einige seiner Werke von den Nationalsozialisten als „undeutsches Schrifttum“ deklariert wurden3 und Zech selbst den einige Jahre zuvor bei der Volksbühne eingereichten Roman Goebbels’ stark kritisierend abgelehnt hatte.4 Nach Buenos Aires, das Zech gänzlich unbekannt war, kam er mit der Hoffnung, ein „Land der Zukunft“5 vorzufinden. Doch schon die Einreise gestaltete sich für Deutschland-Flüchtlinge strapaziös, wie Zech in zahlreichen seiner Texte thematisiert. Argentinien und andere lateinamerikanische Länder verschärften die Einreisebedingungen in den 1930er Jahren, nachdem zuvor eine Politik des blanqueamiento vorgeherrscht hatte.6

Ein weiteres Hindernis, das exilierte Schriftsteller in besonderem Maße betraf, war die Sprache. Zechs – der 1918 den Kleistpreis für seine Lyrik zugesprochen bekam – hatte bereits vor seiner Flucht den Zenit seines literarischen Schaffens überschritten; in Buenos Aires, wo er weiterhin in Deutsch schrieb, wurde er jedoch zu einem „Schriftsteller ohne Publikum“.7 Der Umstand, dass während seines dreizehnjährigen Exildaseins nur vier seiner Bücher publiziert ← 1 | 2 → wurden, minderte seinen unstillbaren Schreibdrang allerdings nicht. In seinen Texten – sowohl in Deutschland als auch in Buenos Aires – analysierte er soziale Missstände; während der Exilzeit fungierte das Schreiben für ihn vermutlich auch als Möglichkeit der Flucht in eine Fantasiewelt. Zahlreiche unveröffentlichte Essays, Erzählungen, Romane und Gedichte werden daher zumeist in Form von Typoskripten in verschiedenen Bibliotheksarchiven in Deutschland verwahrt.8 Ein vorherrschendes Thema der Exiltexte Zechs sind indigene Völker,9 wobei die Verbindung mit dem Topos des „Siechtums“ Europas10 sowie dem Nationalsozialismus in vielen Werken evident ist. Sein Interesse für die Situation indigener Menschen resultierte aus seiner bereits in Deutschland literarisch geäußerten Empathie für die in die Peripherie Verbannten, die ein Leben in Elend und finanzieller Not fristen. Nachdem er freiwillig ein Jahr in Bergwerken gearbeitet hatte, war er in Deutschland einer der ersten Literaten, die das Schicksal der Minenarbeiter in ihren Texten darstellten. Natur und Industrialisierung beziehungsweise Verstädterung stehen sich sowohl in seinen Texten aus der Zeit vor dem Exil als auch in seinen Lateinamerikatexten ← 2 | 3 → antagonistisch gegenüber, verbunden mit einer Problematisierung des Kapitalismus und der Verdinglichung des Menschen.

Anders als etwa Alfred Döblin, der seine Amazonas-Trilogie11 im Pariser Exil verfasste, war Zech zwar vor Ort, allerdings herrscht in der Forschung seit einigen Jahren Konsens darüber, dass er Argentinien entgegen seiner Aussagen nie verlassen hat und somit die Wahrscheinlichkeit, dass es zu den von ihm dargestellten realen Kontakten mit indigenen Menschen kam, als äußerst gering einzuschätzen ist.12 Die von Zech im Exil verfassten Geschichten mit Lateinamerikabezug sind überwiegend in Argentinien, Brasilien und Paraguay angesiedelt, wobei Letzteres insofern eine herausragende Stellung einnimmt, als alle drei zu untersuchenden Romane größtenteils dort verortet sind.13 Als Grundlage seines Wissens bezüglich indigener Menschen können trotz seines Exilaufenthalts in Lateinamerika somit wie bei Döblin Texte angenommen werden.14 Wahrscheinlich ist, dass er sich sowohl mit Geschichtsbüchern und Reisebeschreibungen als auch mit weiterer dem Thema gewidmeter Literatur beschäftigte. Von anderen nach Lateinamerika ins Exil gegangenen Schriftstellerkollegen unterscheidet ihn, dass er sich schon Anfang der 30er Jahre – also kurz nach Ankunft in Buenos Aires – mit der prekären Situation indigener Völker zu beschäftigen begann, wohingegen viele andere Autoren erst nach dem Zusammenbruch des Dritten Reichs das Exil und die Fremde in ihren Texten verarbeiteten.15

Die sehr überschaubare Forschungsliteratur zu Paul Zech hat sich bisher vor allem auf exotistische Elemente in seinen Werken fokussiert sowie seine Nähe zu lebensphilosophischen Ideen Friedrich Nietzsches exponiert.16 Diese Ansätze werden Zechs Œuvre allerdings in keiner Weise gerecht. Aus ← 3 | 4 → der Thematik, mit der er sich im Exil auseinandersetzte, ergibt sich das Postulat, postkoloniale Methoden für die Analyse seiner Werke fruchtbar zu machen: Bezug nehmend auf den deutschen Nationalsozialismus entwirft Zech die neokoloniale Situation Lateinamerikas in der Kontinuität der Kolonialisierung.

Die von Zech dabei exponierte Relation zwischen Kolonialismus und Nationalsozialismus wird seit einigen Jahren mit größerer Intensität in der Forschung kontrovers diskutiert. Zum einen stößt die Infragestellung der Singularitätsthese des Holocaust auf vehementen Widerstand, zum anderen ergibt sich das Dilemma, dass in Deutschland, das verglichen mit anderen europäischen Ländern (z. B. Spanien, Portugal, Vereinigtes Königreich und Frankreich) nur während eines eng begrenzten Zeitraums Ende des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts über kolonialen Besitz verfügte, der Nationalsozialismus in der systematischen Ermordung Millionen von Juden gipfelte. Dieser Einwand beruht auf der Prämisse einer Korrelation zwischen Kolonialbesitz und Kolonialdiskurs;17 wie jedoch Dunker konstatiert, korreliert das „Nachdenken und Phantasieren über das Koloniale“ nicht mit dem tatsächlichen Besitz von Kolonien.18 Davon abgesehen, dass antisemitische Strömungen bereits für die Antike belegt sind, verweisen zahlreiche Gelehrte darauf, dass der Antisemitismus sich in dieser Form nur auf der Basis des sich seit Jahrhunderten manifestierenden Rassismus konstituieren konnte.19 Kolonialrassistische Diskurse waren und sind von globaler Bedeutung und nicht auf bestimmte Länder mit realpolitischer kolonialer Vergangenheit beschränkt. Erste Erwähnungen menschlicher Rassen in Texten datieren aus dem Jahr 1684.20 Doch schon zu Beginn der Kolonialisierung Lateinamerikas um 1500 bildeten dichotomisierende Zuschreibungen die Legitimationsgrundlage: Der ‚Andere‘ wurde mit jenen Eigenschaften ausstaffiert, die aus dem Europäischen exkludiert werden sollten.21 ← 4 | 5 →

Einige Forscher sehen eine weitere Verbindung in den Kriegen gegen die Herero und Nama und den antisemitischen Agitationen unter Hitler. Allerdings herrscht kein Konsens darüber, ob die deutschen Kriege in Südwestafrika als Genozide zu bezeichnen sind.22 Beinahe eingehend akzeptiert ist hingegen die Auffassung, dass es sich bei der Kolonialisierung Lateinamerikas nicht um einen Völkermord handelt, da eine völlige Vernichtung der Bevölkerung nicht intendiert war.23 Rathgeber schlägt stattdessen die Begriffe „Ethnozid“ und „Ökozid“ vor, weil die kontinuierliche Aneignung von Raum in Lateinamerika durch industrialisierte Gesellschaften zu einer fortschreitenden Zerstörung der natürlichen Umwelt und damit der Lebensgrundlage indigener Menschen führ(t)e, was in einem Verlust indigener Kulturen und Identitäten kulminier(t)e.24

Postkoloniale Studien entlarven die koloniale Dichotomisierungspraxis als Resultat eines zwischen Abjektion und Begehren oszillierenden Gefühls gegenüber dem fremden Anderen, das sich in der Imagination eines zwischen „wildem Barbaren“ und „edlem Wilden“ changierenden Nicht-Europäers äußert.25 Der Andere wird entweder zu einem negativen Gegenbild im Vergleich mit dem fortschrittlich gedachten Europa stilisiert oder fungiert als exotistischer positiver Gegenentwurf zu einer als stark reglementierend empfundenen westlichen Gesellschaft. Vor allen Dingen der erotische Aspekt wird in diesen exotistischen Werken hervorgehoben. Die in temporaler und/oder lokaler Ferne situierte Gesellschaft unterscheidet sich ← 5 | 6 → in ihrer Möglichkeit zur freien Triebauslebung und größeren Naturverbundenheit von der bürgerlichen Moral Europas.26 Exotistische Beschreibungen der fremden Gesellschaft überwinden die kolonialdiskursive Vereinnahmung nicht, denn obgleich sie ein starkes gesellschaftskritisches Potential aufweisen können, wird die koloniale Aneignung des Anderen, dem keine Eigenständigkeit zugeschrieben wird, fortgeführt. Zechs sozialkritisches Engagement werde in seinen Texten durch die starke Präsenz exotistischer Elemente verschleiert, lautet dementsprechend Spittas Urteil.27 Mercer betont in ihrer detaillierten Untersuchung zur Exotik und zum Frauenbild in den Werken Zechs allerdings, dass sein Exotismus stets politisch-gesellschaftskritisch motiviert gewesen sei und keinesfalls als reine Staffage interpretiert werden dürfe.28 Die vorliegende Arbeit wird überdies zeigen, dass eine detaillierte Analyse weitere Ebenen offenlegt, die sich dem Einfluss des Exotismus entziehen. Explizit und implizit übte Zech Kritik an der Kolonialisierung und an neokolonialen Tendenzen. Das antikoloniale Moment ist in seinen Texten offensichtlich – doch bedeuten eine Zurückweisung kolonial-inferiorisierender Denkweisen und die Problematisierung der Kolonialisierung automatisch, dass Paul Zech als postkolonialer Autor zu bezeichnen ist?

Problematisch ist dabei, dass es weder eine eindeutige Definition des Postkolonialen gibt, noch Konsens darüber besteht, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, um einen Autor potentiell als postkolonial bezeichnen zu können. Die These, dass die Herkunft aus einem ehemaligen kolonisierten Land unabdingbar sei, um postkolonial zu schreiben, weist Spivak zurück, da sie nicht mit der postkolonialen Annahme der Dezentriertheit des Subjekts vereinbar sei.29 Doch auch die Verwendung der Begrifflichkeiten ‚postkolonial‘ und ‚Postkolonialismus‘ hat sich inflationär verbreitet und ein Spektrum unterschiedlicher Bedeutungen angenommen. Während zum Beispiel Bachmann-Medick Widerstandsformen gegen die koloniale Denkweise unter dem Begriff des Postkolonialen inkludiert – das Antikoloniale somit als postkolonial bezeichnet –, verbindet Dubiel eine Bewusstseinsänderung mit dem postkolonialen Blick, der nicht mehr vorgibt, den Anderen gänzlich kennen und erfassen zu können. Dunker und Dürbeck ermitteln „mindestens drei konkurrierende Begriffe“. In einer ersten Bedeutung verweise post-kolonial auf die Kontinuität kolonialer Praktiken, zweitens werde das ‚Post‘ im ← 6 | 7 → Sinne von nach-kolonial auf die Phase nach der Unabhängigkeit beziehungsweise nach der Dekolonisation seit 1945 bezogen; drittens werde es im diskurskritischen Sinn verwendet und bezeichne „ein Set diskursiver Praktiken, die sich dem Kolonialismus, kolonialistischen Ideologien und ihrem Fortbestehen bis heute widersetzen“.30 Das Postkoloniale inkludiert somit ein temporales, ein antikoloniales und ein epistemologisches Moment; es verweist auf die Kontinuität (neo-)kolonialer Strukturen bis heute, revidiert kolonialdiskursive Praktiken der Inferiorisierung bestimmter Gruppen und führt zu einer veränderten Einstellung des postkolonialen Subjekts. Der postkoloniale Blick löst die monarch-of-all-I-survey-Perspektive ab, die den europäischen Reisenden in den Mittelpunkt stellt und Landschaft sowie dazugehörige Menschen um ihn gruppiert. Häufig wird diese alles überblickende Sicht in kolonialen Texten aus einer erhöhten Position eingenommen.31 Dieser hierarchisierende Blick wird in postkolonialen Texten abgebaut; das Eigene und das Andere treten in einen Dialog miteinander. Dubiel postuliert die Anwendung eines „unheimlichen Doppelblicks“: Durch den Anblick des Fremden erblickt man das Fremde im Eigenen; Vertrautes wird fragwürdig, das im Verborgenen liegende Unheimliche sichtbar.32

Gemeinhin werden drei Pioniere der Postcolonial Studies genannt: Spivak, Said und Bhabha. In seinem Ende der 1970er Jahre erschienenen Orientalism entlarvt Said insofern den Orientalismus als westliches Konstrukt, als er nachvollzieht, wie sich eine Forschungsdisziplin entwickelte, die ein vom Westen als Orient definiertes Gebiet umfasste und ‚Wissen‘ über den Orientalen tradierte, der in binäre Relation zum okzidentalen Menschen gestellt wurde. In öffentlichen Institutionen sowie über Texte wurde der Diskurs weitergegeben, sodass sich kulturelle Stereotype herausbildeten, die von der Allgemeinheit mit dem Orientalen verknüpft werden. Wie Said in seiner Analyse darlegt, ist ‚der‘ Orientale mit einer Reihe von Assoziationen verknüpft, weshalb es nicht möglich sei, den Begriff (in Texten) in neutraler Verwendung wiederzugeben.33 Zwar beschränkt sich der Literaturtheoretiker in seinem Werk auf den als Orient bezeichneten Kulturraum, doch seine Theorien lassen sich auf andere Gebiete transferieren. Breinig prägte analog zum Orientalismus den Begriff des „Lateinamerikanismus“.34 Bezogen auf die kolonialdiskursive Vereinnahmung Lateinamerikas wurde das Bild des „Indianers“ oder „Indios“ konstruiert, das nichts über die tatsächlichen vielfältigen ← 7 | 8 → prä-kolumbianischen (und aktuellen) Kulturen des Kontinents aussagt, sondern den Anderen bezeichnet, der in einem kontrastiven Verhältnis zum Europäer steht: „[…] la palabra ‚indio‘ designará el ‚otro‘ de la evangelización (cristiana), con términos como ‚seres en estado de naturaleza pura‘, ‚pueblos primitivos‘, ‚salvajes‘ o ‚bárbaros‘.“35 Während Said sich ausschließlich auf Texte des ehemaligen britischen Imperiums sowie Frankreichs bezieht, wendet Dunker seine Methode der kontrapunktischen Lektüre auf deutschsprachige Literatur an und exponiert implizite Verweise auf den Kolonialismus in den untersuchten Texten ungeachtet der geringen deutschen real-politischen Involviertheit in den Kolonialisierungsprozess.36

Said sieht sich dem Vorwurf gegenüber, die von ihm kritisch dargestellte Dichotomisierungspraxis von Orient und Okzident in seiner Darstellung eines binären Oppositionspaars unterdrückender Kolonisatoren und unterdrückter Kolonisierter fortzuführen. Demgegenüber weist Bhabha in seinem The location of culture dichotome Zuschreibungen und Gut-Böse-Binaritäten zurück und nimmt eine grundsätzliche Hybridität von Subjekten an, deren Position nie in einer Kultur, sondern stets in einem Dazwischen zu verorten ist, in einem weder in einer noch der anderen Kultur37 zu lokalisierenden third space, von dessen Grenzen aus Neuverhandlungen vorgenommen werden.38 Zwei weitere wichtige von Bhabha ← 8 | 9 → eingeführte Schlagwörter sind der mimicry-man und die sly civility (verschlagene Höflichkeit). Mimikry bezeichnet die Nachahmung des Kolonisatoren durch den Kolonisierten, der in einem Zustand des „almost the same, but not quite“39 die auf Binaritäten aufgebaute Identität und Vormachtstellung des Europäers gefährdet, denn wenn die Nachahmung in einer Gleichwertigkeit von Kolonisator und Kolonisiertem mündet, wird die Legitimation der auf einem System hierarchisierender Dichotomisierungen fußende europäischen Herrschaft hinfällig.40

Auch Spivaks Abhandlung Can the Subaltern Speak? ist von Interesse für die vorliegende Arbeit, da Zech die Lebenssituation indigener Völker nicht nur literarisch verarbeitet, sondern indigene Protagonisten ins Leben ruft, die im Gegensatz zu Uwe Timms Morenga41 eine eigene Stimme erhalten. Spivak konstatiert, dass der/die Subalterne aufgrund der Eindimensionalität der Kommunikation zwischen subalternem Sender und nicht-subalternem Empfänger nicht „sprechen“ könne, denn er/sie werde nicht gehört oder permanent falsch rezipiert.42 Diesen in die Peripherie verdrängten Personen, die sich kein Gehör verschaffen können, gibt Zech ihre Stimme auf literarischem Weg zurück. Maldonado Aléman bezeichnet Zech als „Fürsprecher der rechtlosen Ureinwohner Südamerikas“43 und Bourfeind konstatiert, dass Zech in seinen Texten zum „Mund der Stummen und Verstummten“44 wird. Dieser Ansatz wird in der Forschungsliteratur jedoch nicht unkritisch reflektiert. Der Autor, der sich in seinem literarischen Werk mit dem marginalisierten Anderen auseinandersetzt, oszilliert zwischen dem Dilemma der Kontinuität der Vereinnahmung, indem vorgegeben wird, den Anderen zu kennen, und der Fortführung der kolonial auferlegten Stimmlosigkeit des Kolonisierten.45

An dieser Stelle zeigt sich erneut die schwierige Determination des Postkolonialen. Trotzdem soll im Folgenden ein Überblick darüber gegeben werden, was zu ← 9 | 10 → überprüfen ist, um einen Text als kolonial oder postkolonial verorten zu können. Zunächst wird untersucht, wie der Autor mit kolonialdiskursiven Denkweisen umgeht und ob beziehungsweise in welchem Maß er selbst in den Kolonialdiskurs involviert bleibt. Zwei wichtige Elemente, die den eurozentristischen, kolonialen Blick transzendieren, sind die Mehrstimmigkeit und Perspektivenvielfalt.46 Während sich der Kolonialdiskurs durch ausgeprägte Eindimensionalität und eurozentristischen Blickwinkel auszeichnet, bieten postkoloniale Texte verschiedene (möglichst) gleichwertige Perspektiven. Essenziell ist das Aufspüren hybrider Strukturen und Figuren, wobei in der vorliegenden Arbeit Dubiels Hybriditätsmodell als Analysemethode herangezogen wird.47 Hybridität negiert die kolonialdiskursive Annahme eindeutiger, binärer Entitäten und stellt infolgedessen das etablierte Hierarchiemodell infrage. Postkoloniale Texte zeichnen sich auch dadurch aus, dass das Fremde (partiell) in seiner Fremdheit bestehen bleibt; ein vollständiges Nachvollziehen-Können würde in einer Vereinnahmung unter das Eigene münden. Zwischenräume werden aufgedeckt, von denen aus Widerstand und Neuverhandlungen möglich sind.48 Auch die angesprochenen Konzepte wie der ‚Mimikry-Mann‘ und die ‚verschlagene Höflichkeit‘ weisen darauf hin, dass das koloniale binäre Weltverständnis revidiert wird. Schließlich spielt die Sprache eine entscheidende Rolle, da Texte mitunter zwar auf einer inhaltlichen Ebene kolonialkritisch angelegt sind, sprachlich jedoch weiterhin dem Kolonialdiskurs verhaftet bleiben.49 In diesem Zusammenhang gilt es allerdings auch zu bedenken, dass Sprache einem intensiven Bedeutungswandel unterzogen ist. Auf die Exiltexte aus der Periode des Dritten Reichs bezogen, kann zum Beispiel konstatiert werden, dass die Verwendung des Ausdrucks „Neger“ noch nicht rassistisch motiviert,50 jedoch mit einer Reihe impliziter Konnotationen aufgeladen, sodass eine neutrale Verwendung – auch mit guter Absicht – nicht möglich war.

In der Forschung wird jüngst das Desiderat laut, eine stärkere Korrelation zwischen postkolonialen und ökokritischen Studien herzustellen. Speziell für die Texte Zechs ist es unabdingbar, auf ökokritische Theorien Bezug zu nehmen, ← 10 | 11 → da der zerstörerische Umgang mit der Natur westlicher Gesellschaften ein zentrales Thema in fast allen untersuchten Texten darstellt und er diesen Aspekt mit der Ausbeutung und Marginalisierung indigener Menschen verbindet. Darüber hinaus wird das als essentialistisch gedachte Naturkonzept industrialisierter Gesellschaften durch den Verweis auf Alternativen relativiert.

Die in der Forschungsliteratur zu Zech dezidiert herausgestellte exotistische Darstellungsweise erscheint auf den ersten Blick womöglich nicht vereinbar mit postkolonialen Strukturen, die – wie expliziert wurde – den und das Andere(n) in seiner Andersartigkeit akzeptieren und Dichotomien jeglicher Art ad absurdum führen. In diesem Zusammenhang ist ein Artikel von Bay und Struck von immenser Bedeutung, in dem Medien der neueren Zeit untersucht werden, die sich mit ehemals kolonisierten Gebieten (vorrangig Afrika) befassen. In diesen Medien konstatieren die Autoren ein erotisch-exotisches Begehren, das eine wirkliche Auseinandersetzung mit dem Anderen verhindert. Anhand prominenter Beispiele wie Die weiße Massai illustrieren sie, wie die ehemalige gewaltvolle koloniale Vereinnahmung des Anderen im 21. Jahrhundert durch die Darstellung amouröser Verhältnisse weitergeführt wird, ohne dass es zu einer tiefgreifenden Auseinandersetzung mit der anderen Kultur und der Kolonialgeschichte kommt.51

Aus den vorangegangenen Ausführungen ergibt sich die Gliederung vorliegender Arbeit, wobei im ersten Drittel theoretische Konzepte dargelegt werden: Im ersten Kapitel wird der Kolonialismus in seinen real-politischen Auswirkungen sowie diskurskritisch untersucht. Es wird dargestellt, welche Rolle der medialen Vermittlung bei der Tradierung kolonialer Denkfiguren zukam. Außerdem wird auf die Geschichte des Rassismus referiert und die daraus folgende Verbindung zwischen Kolonialismus und Nationalsozialismus offengelegt. Auch Genderaspekte müssen erörtert werden, da der Kolonialisierungsprozess mit der Vereinnahmung und Unterdrückung des weiblichen Geschlechts verbunden war. Den letzten Unterpunkt des Kapitels bildet eine Untersuchung des Exotismus in der Kunst, der mit der Stilisierung des Anderen zum edlen Wilden verbunden ist und die Kehrseite der Imagination des wilden Barbaren bildet. Im anschließenden Kapitel wird ein umfangreicher Definitionsversuch des Postkolonialen unternommen und auf die Analyse literarischer Texte übertragen, wobei ökokritische Theorien inkludiert werden. Als Relation zwischen den beiden Kapiteln wird Bay und Strucks Postkoloniales Begehren behandelt und einige ihrer aufgezeigten Beispiele exponiert. Der vierte Themenkomplex stellt die wichtigsten Lebensstationen des Autors in vorexilischer und exilischer Zeit vor. Es erfolgt ein Exkurs die Migrationsgeschichte ← 11 | 12 → Argentiniens betreffend mit Fokus auf die Dreißigerjahre des vergangenen Jahrhunderts. Die Werkanalyse ausgewählter Texte bildet den letzten und umfangreichsten Abschnitt. Nach einem Blick auf die vorhandene Sekundärliteratur und das Exilkorpus Zechs werden drei Romane sowie fünf Erzählungen eingehend analysiert, wobei Rückgriffe auf weitere Exiltexte Zechs erfolgen. Überdies werden exemplarisch einige andere deutschsprachige Exilautoren Lateinamerikas vorgestellt, um Zechs Werke im epochalen Gefüge einordnen zu können.

Angesichts der Fülle des Materials ist es nicht möglich, im Rahmen der vorliegenden Arbeit alle Exiltexte des Autors zu analysieren; zudem wäre diese Vorgehensweise wegen der zu erwartenden wiederkehrenden Motive wenig fruchtbar. Als Prämisse für die zu untersuchenden Texte soll der Gegenstandsbereich angesetzt werden, der auch für Saids und Pratts Untersuchungen ausschlaggebend war: „die zivilisatorische Konfrontation und transkulturellen Begegnungen zwischen Kolonisierten und Kolonisatoren im Zeitalter des Imperialismus“.52 Dieses Postulat stellen auch Birk und Neumann auf, die als Gegenstandsbereich der unterschiedlichen postkolonialen Ausrichtungen „die literarische Inszenierung von interkulturellen Begegnungen, d. h. die Konfrontationen des Eigenen mit dem Fremden bzw. die Folgen dieses Aufeinandertreffens“ bestimmen.53 Daraus ergibt sich ein Korpus aus den Romanen Kinder vom Paraná,54 Ich suchte Schmied und fand Malva wieder55 sowie Heimat nicht hier und nicht dort, aber das Blut ist überall!56 und den Erzählungen Menschen der Calle Tuyutí, Die Brücke über dem Charaña,57 Das letzte Haus an der Straße, Der Amethyst des Kaziken und Calle Charruña Numero 1478.58 Anzumerken sei noch, dass in den Zitaten aus den genannten Texten Zechs Schreibweise beibehalten wird.


1 Zech: Paraná, S. 155.

2 Vgl. z. B. Kasties: Ausgewählte Werke Band I, S. 31.

3 Vgl. Schlösser: Die Sünde des Systemtheaters.

4 Anm.: Die biographischen Angaben basieren auch auf Gesprächen mit Herrn Dr. Hübner, der zu Zech promovierte und derzeit die erste Biographie über den Autor verfasst. Viele biographische Ausführungen, die sich beispielsweise in Textausgaben finden, entsprechen nicht mehr der aktuellen Quellenlage; so konnten Zechs Reisedarstellungen mittlerweile als fiktional entlarvt werden. Zur Diskussion um mögliche Gründe für seine Flucht siehe: Kasties: Ausgewählte Werke, S. 29–30.

5 Vgl. Zweig: Brasilien. Ein Land der Zukunft.

6 Vgl. Weber: Die Krauts erobern die Welt.

7 Spitta: Legenden und Leiden – Ein Schriftsteller ohne Publikum.

8 Anm.: Texte von und über Paul Zech können in folgenden Archiven eingesehen werden: Exilarachiv der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt, Literaturarchiv Marbach, Akademie der Künste in Berlin und Fritz-Hüser-Institut in Dortmund. Der komplette Nachlass befindet sich in Deutschland, allerdings sind einige Beiträge, die in der jüdischen Presse Di Presse in Argentinien gedruckt wurden, bis heute nicht auffindbar.

9 Vgl. Janik: Stationen der spanischamerikanischen Literatur- und Kulturgeschichte, S. 13: Unter dem Begriff ‚Indio‘ beziehungsweise ‚Indigene/r‘ wurden und werden sehr unterschiedliche Völker subsumiert. Wenn hier von ‚Indigenen‘ gesprochen wird, bezieht sich das in der Regel auf die verschiedenen indigenen Völker Lateinamerikas in dem Wissen, das es sich um eine sehr heterogene ‚Gruppe‘ handelt. Ein weiteres Problem ist in der Schwierigkeit einer Begriffsbestimmung zu sehen. Laut UN führen folgende Kriterien zur Bezeichnung einer Person als ‚indigen‘: Indigen bezeichnet die ersten Siedler in einem bestimmten Gebiet (Anm.: ‚erste‘ im Vergleich mit den europäischen Siedlern); ihre Vorfahren wurden kolonisiert, teilweise vertrieben und die Kulturen dadurch (partiell) zerstört. Eine gänzliche Assimilation an europäische Kulturen hat jedoch nicht stattgefunden. Einen weiteren wichtigen Anhaltspunkt bietet die Selbstbezeichnung betroffener Personen. Vgl. dazu Rathgeber: Völkermord heute, S. 475.

10 Zum Topos des ‚kranken‘ Europas vgl. Hildebrandt: Europa, S. 14: Hildebrandt untersucht dieses Bild vor dem Hintergrund der Amazonas-Trilogie Döblins. Allerdings handelte es sich dabei zu Beginn des 20. Jahrhunderts um einen weit verbreiteten Topos. Die Krankheit konnte sich auf verschiedene Bereiche beziehen: die Moralvorstellungen, den Kapitalismus, die Entfremdung und Vereinsamung des Einzelnen sowie später die nationalistischen Agitationen.

11 Döblin: Das Land ohne Tod / Der blaue Tiger / Der neue Urwald.

12 Anm.: In Argentinien liegt der indigene Bevölkerungsanteil unter 2 %.

13 Anm.: Der Beschreibung seiner Immigration nach Argentinien zufolge waren Brasilien, Paraguay und/oder Uruguay Transitstaaten auf Zechs Weg nach Argentinien. Vgl. Zech: Reise durch indianisches Land. Vgl. auch: Kießling: Exil in Lateinamerika, S. 71: „Nicht wenige, die nach Argentinien wollten, fuhren zuerst nach Paraguay, wo die Einreise wesentlich leichter, aber die Lebensbedingungen umso schwieriger waren.“

14 Vgl. dazu Zech: Der letzte Inka. Anmerkungen: Im Nachwort gibt Zech Prescotts History of the Conquest of Peru als Textgrundlage an.

15 Vgl. das Kapitel zu Exilautoren in Lateinamerika in dieser Arbeit: Zwei zeitgenössische Kollegen, die sich ebenfalls im Exil mit indigenen Völkern beschäftigten, waren Traven und Döblin.

16 Anm.: Die zwei bekanntesten Werke wurden in den 70er Jahren verfasst: Spittas: Paul Zech im südamerikanischen Exil sowie Hübner: Das Weltbild im Drama Paul Zechs.

17 Anm.: Es wird im Folgenden von dem Kolonialdiskurs gesprochen, obgleich es natürlich keinen einheitlichen Diskurs gab. Vgl. dazu Uerlings: Ich bin von niederer Rasse, S. 6. M. E. gibt es jedoch Annahmen, die omnipräsent waren/sind.

18 Dunker: Kontrapunktische Lektüre, S. 8.

19 Vgl. Pumelle-Uribe: Weisse Barberei: In ihrem Werk deckt die Autorin strukturelle Ähnlichkeiten zwischen der Kolonialisierung verschiedener Gebiete und dem Nationalsozialismus der 1930er Jahre in Deutschland auf.

20 Bernier: Devision of the World, S. 1–12.

21 Vgl. Todorov: Das Problem der Anderen, S. 185: Der Europäer galt als Erwachsener, wurde mit männlichen Attributen belegt, war rational, fortschrittlich, wohingegen der Indigene auf einer kindlichen oder tierischen Entwicklungsstufe positioniert wurde und als weibisch, irrational und primitiv galt.

Details

Seiten
XII, 324
ISBN (PDF)
9783631720776
ISBN (ePUB)
9783631720783
ISBN (MOBI)
9783631720790
ISBN (Hardcover)
9783631720677
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2017 (März)
Schlagworte
Nationalsozialismus Rassismus Ecocriticism Subalterne Kolonialismus Hybridität
Erschienen
Frankfurt am Main, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Warszawa, Wien, 2017. XII, 324 S.

Biographische Angaben

Kora Busch (Autor:in)

Kora Busch studierte Germanistik an der Universität Mannheim sowie Deutsch als Fremdsprache an der Universität in Gießen und promovierte in Paderborn in der Literaturwissenschaft. Derzeit ist sie als Lektorin am Sprachenzentrum der Universität Augsburg beschäftigt.

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Titel: Paul Zechs Exilwerk