Lade Inhalt...

Narzisstische Scham

Eine Untersuchung ihrer literarischen Darstellung bei Fjodor Dostojewski, Knut Hamsun und Franz Kafka

von Stephanie Kelle (Autor:in)
©2018 Dissertation 180 Seiten

Zusammenfassung

Obwohl unserer tabulosen Gesellschaft zunehmend Schamlosigkeit attestiert wird, ist die Auseinandersetzung mit Schamgefühlen gerade im «Zeitalter des Narzissmus» nicht obsolet. Dieses Buch liefert eine vergleichende Untersuchung der literarischen Darstellung von Scham in Dostojewskis «Der Doppelgänger» und «Aufzeichnungen aus dem Kellerloch», Hamsuns «Hunger» und Kafkas «Die Verwandlung». Mithilfe psychosozialer Theorien zu Scham und Narzissmus werden psychologische und gesellschaftliche Ursachen von Scham sowie Kompensationsstrategien aufgezeigt. Wiederkehrende Metaphern der Scham geraten in den Blick. Scham erscheint als ein ambivalentes Produkt narzisstischer Krisen, deren Entstehung auch auf gesellschaftliche Umbrüche im Zuge des anbrechenden modernen Kapitalismus zurückgeführt werden kann.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Copyright
  • Autorenangaben
  • Über das Buch
  • Zitierfähigkeit des eBooks
  • Inhaltsverzeichnis
  • 1.) Einleitung
  • 2.) Phänomenologie und Begriffsbestimmung der Scham
  • 3.) Zum Zusammenhang von Scham und Narzissmus
  • 4.) Narzisstische Scham und Selbstspaltung in Dostojewskis: Der Doppelgänger
  • 4.1. Psychologische Ebene
  • 4.1.1. Die narzisstische Scham Goljadkins
  • 4.1.2. Schamkompensation: Selbstverleugnung, Spaltung und Paranoia
  • 4.1.3. Die Doppelgängerfantasie als Reaktion auf narzisstische Schamkonflikte
  • 4.2. Gesellschaftliche Ebene
  • 4.3. Motive der Scham
  • 4.4. Schamkompensation durch Sprache, Schrift und Lektüre
  • 5.) Narzisstische Scham und Masochismus in Dostojewskis Aufzeichnungen aus dem Kellerloch
  • 5.1. Psychologische Ebene
  • 5.1.1. Die narzisstische Persönlichkeit des Erzählers
  • 5.1.2. Masochismus als Reaktion auf Scham
  • 5.1.3. Philosophische Ableitungen und Polemik
  • 5.1.4. Scham-Schuld-Spiralen
  • 5.1.5. Die Begegnung mit Lisa
  • 5.1.6. Scham-Eskapismus durch Lektüre und literarische Größenfantasien
  • 5.2. Gesellschaftliche Ebene
  • 5.3. Motivik und Metaphorik der Scham
  • 5.4. Schreiben als Schamkompensation
  • 5.5. Die Aufzeichnungen als Scham-Konfession
  • 5.6. Die christliche Lösung in Dostojewskis Werk
  • 6.) Der narzisstische Hunger nach Anerkennung in Knut Hamsuns Hunger
  • 6.1. Psychologische Ebene
  • 6.1.1. Die narzisstische Persönlichkeit des Erzählers
  • 6.1.2. Schreiben als narzisstische Schamkompensation
  • 6.1.3. Religiöse Ebene des Narzissmus
  • 6.1.4. Lüge und Rollenspiel als Schamkompensation
  • 6.1.5. Hungern als Mittel der Scham- und Schuldvermeidung
  • 6.1.6. Die Begegnung mit Ylajali
  • 6.2. Tiermetaphorik
  • 6.3. Gesellschaftliche Ebene
  • 7.) Narzisstische Scham-Schuld-Konflikte in Kafkas Die Verwandlung
  • 7.1. Psychologische Ebene
  • 7.1.1. Die narzisstische Scham Gregor Samsas
  • 7.1.2. Scham und Schuldgefühle
  • 7.1.3. Sexueller und religiöser Masochismus
  • 7.1.4. Narzisstischer Hunger und Nahrungsverweigerung
  • 7.1.5. Die narzisstische Scham der Schwester
  • 7.2. Gesellschaftliche Ebene
  • 7.3. Der Schlusssatz in Kafkas Der Prozeß
  • 8.) Schlussbetrachtung
  • Literaturverzeichnis
  • Reihenübersicht

Stephanie Kelle

Narzisstische Scham

Eine Untersuchung ihrer literarischen
Darstellung bei Fjodor Dostojewski,
Knut Hamsun und Franz Kafka

Autorenangaben

Stephanie Kelle studierte Germanistik und Literaturwissenschaft an der Universität Bielefeld. Ihr Masterstudium in Komparatistik absolvierte sie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Ihre Interessenschwerpunkte sind Motivforschung in Literaturen der Moderne und Literaturpsychologie.

Über das Buch

Obwohl unserer tabulosen Gesellschaft zunehmend Schamlosigkeit attestiert wird, ist die Auseinandersetzung mit Schamgefühlen gerade im „Zeitalter des Narzissmus“ nicht obsolet. Dieses Buch liefert eine vergleichende Untersuchung der literarischen Darstellung von Scham in Dostojewskis Der Doppelgänger und Aufzeichnungen aus dem Kellerloch, Hamsuns Hunger und Kafkas Die Verwandlung. Mithilfe psychosozialer Theorien zu Scham und Narzissmus werden psychologische und gesellschaftliche Ursachen von Scham sowie Kompensationsstrategien aufgezeigt. Wiederkehrende Metaphern der Scham geraten in den Blick. Scham erscheint als ein ambivalentes Produkt narzisstischer Krisen, deren Entstehung auch auf gesellschaftliche Umbrüche im Zuge des anbrechenden modernen Kapitalismus zurückgeführt werden kann.

Zitierfähigkeit des eBooks

Diese Ausgabe des eBooks ist zitierfähig. Dazu wurden der Beginn und das Ende einer Seite gekennzeichnet. Sollte eine neue Seite genau in einem Wort beginnen, erfolgt diese Kennzeichnung auch exakt an dieser Stelle, so dass ein Wort durch diese Darstellung getrennt sein kann.

Details

Seiten
180
Jahr
2018
ISBN (PDF)
9783631747599
ISBN (ePUB)
9783631747605
ISBN (MOBI)
9783631747612
ISBN (Hardcover)
9783631743652
DOI
10.3726/b13397
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2018 (Oktober)
Schlagworte
Narzissmus Schuld Psychologie Kompensation Moderne Doppelgänger
Erschienen
Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Warszawa, Wien, 2018. 180 S.

Biographische Angaben

Stephanie Kelle (Autor:in)

Stephanie Kelle studierte Germanistik und Literaturwissenschaft an der Universität Bielefeld. Ihr Masterstudium in Komparatistik absolvierte sie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Ihre Interessenschwerpunkte sind Motivforschung in Literaturen der Moderne und Literaturpsychologie.

Zurück

Titel: Narzisstische Scham