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«Frieden durch Religion» – ein japanisches Modell

Das interreligiöse Friedensprogramm der Risshō Kōsei-kai (1957-1991)- Studien zur Entwicklungsgeschichte, Zielsetzung und Funktion: Weichenstellungen in drei Jahrzehnten (1949-1979)

von Christiane Schulze (Autor:in)
Dissertation XVI, 599 Seiten

Zusammenfassung

Zusammenarbeit für den Frieden mit anderen Religionsgemeinschaften ist seit Mitte der sechziger Jahre ein besonderes Anliegen der modernen japanischen buddhistisch-geprägten Laienorganisation Risshō Kōsei-kai, insbesondere in der Person ihres Gründungspräsidenten Nikkyō Niwano (1906-1999). Wie und warum sich dieses interreligiöse Friedensprogramm entwickelte und welche Zielsetzung und Funktion es für die Risshō Kōsei-kai hat, ist Gegenstand dieser religionswissenschaftlichen Untersuchung. Das buddhistische Konzept einer zielgerichteten Anpassung bestimmt Entwicklung und Inhalte des Programms. Die inhaltlichen Vorstellungen von «Frieden durch Religion» sind vor allem geprägt von gesellschaftspolitischen Leitbildern im Japan der späten Meiji-Zeit bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Sie haben für die Risshō Kōsei-kai weltweiten Vorbild- und Führungscharakter. Hierbei spielen die Beruhigung der Geister der Kriegstoten, die neokonfuzianische Ethik sowie die Lehren und Prophezeiungen des Lotus-Sūtra eine wichtige Rolle.

Details

Seiten
XVI, 599
ISBN (Paperback)
9783631556115
Sprache
Deutsch
Erschienen
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2008. XVI, 599 S., 1 Abb.

Biographische Angaben

Christiane Schulze (Autor:in)

Die Autorin: Christiane Schulze, geboren 1946, studierte von 1966 bis 1968 Klassische Philologie und Geographie in Bochum, ab 1968 in Marburg Religionswissenschaft, Indologie, Geographie, Afrikanistik sowie ab 1971 Japanologie mit Schwerpunkt auf japanischem Buddhismus in Geschichte und Gegenwart. Mehrere Japan-Aufenthalte seit 1970 sowie seit 1972 Forschungen zur Risshō Kōsei-kai und die Teilnahme an interreligiösen Begegnungen vertieften ihr Fachwissen. 2005 promovierte die Autorin im Fach Religionswissenschaft an der Universität Marburg.

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Titel: «Frieden durch Religion» – ein japanisches Modell