Von «werden degen» und «edelen vrouwen» zu «tugentlichen helden» und «eelichen hausfrawen»
Zum Wandel der Konzepte von Weiblichkeit und Männlichkeit in den Prosaauflösungen mittelhochdeutscher Epen
©2008
Thesis
X,
400 Pages
Series:
Germanistische Arbeiten zu Sprache und Kulturgeschichte, Volume 47
Summary
Lange ging die Forschung davon aus, dass sich die Prosaauflösungen der mittelhochdeutschen Romane höchstens um eine neue Form bemühten, die Inhalte jedoch vorbehaltlos übernahmen und lediglich vereinfachten. Vergleicht man jedoch diese Romane mit ihren Vorlagen, so wird offenkundig, dass die Prosaisten nicht nur in der Form, sondern auch in der Darstellung der höfischen Gesellschaft Konzessionen an die veränderten Bedürfnisse ihrer Rezipienten machten, und der Handlungsverlauf durch einen veränderten Normenhorizont geprägt ist. Dieses führt sowohl in der Darstellung gesellschaftlicher Zusammenhänge als auch bei der Beschreibung familiärer Strukturen zu einer den veränderten realen Gegebenheiten entsprechenden, aber nicht weniger idealen Auffassung vom Miteinander der Stände und Geschlechter.
Details
- Pages
- X, 400
- Publication Year
- 2008
- ISBN (Softcover)
- 9783631572993
- Language
- German
- Keywords
- Mittelhochdeutsch Epik Weiblichkeit (Motiv) Ehe (Motiv) Diskurstheorie Literatur /Frühe Neuzeit Familiäre Beziehung Männlichkeit (Motiv) Literatur /Sozialgeschichte
- Published
- Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2008. X, 400 S., zahlr. Tab. und Graf.
- Product Safety
- Peter Lang Group AG