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Der Schutz des Versicherungsnehmers im deutschen Versicherungsvertragsgesetz als Leitmodell für das georgische Privatversicherungsrecht

von Nino Gagua (Autor:in)
Dissertation XXXIV, 220 Seiten

Zusammenfassung

Der Zusammenbruch der Sowjetunion ist als Grundlage der georgisch-europäischen Beziehungen anzusehen. Im Rahmen dieser Beziehungen kommt der Frage der Rechtsangleichung eine besondere Bedeutung zu. Georgien hat sich verpflichtet, seine Gesetzgebung an EU-Recht schrittweise anzupassen. Das durch sowjetische Prägung denaturierte Versicherungswesen hat lange Zeit auch die Mentalität der Menschen beeinflusst. Ein gutes Verbraucherschutzkonzept sollte dabei positiv zum Umdenken beitragen. Die Autorin untersucht deutsche, europäische und georgische Vorschriften auf der Ebene des Versicherungsvertragsrechts und im Bereich des Verbraucherschutzes, vergleicht diese und zieht sie zur Erarbeitung von am deutschen VVG orientierten Verbesserungsvorschlägen für den georgischen Gesetzgeber heran.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Copyright
  • Autorenangaben
  • Über das Buch
  • Zitierfähigkeit des eBooks
  • Vorwort der Reihenherausgeber
  • Vorwort
  • Literaturverzeichnis
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Inhaltsverzeichnis
  • Einleitung
  • I Kapitel Historische Grundlagen
  • I. Sozialistisches zivilrecht in Georgien
  • 1. Kriegskommunismus und Zivilrecht
  • 2. Die Oktoberrevolution von 1917 und Georgien
  • 3. NÖP und Kodifikation des Zivilrechts
  • 4. Georgisches ZGB von 1923
  • 5. Erlöschen der privaten Wirtschaftstätigkeit
  • 6. Verfassung von 1936 und die erste sozialistische Zivilrechtskodifikation
  • 7. Georgisches ZGB von 1964
  • 8. Bedeutung des Vertrags für die sozialistische Wirtschaftsordnung
  • 9. Zusammenfassende Einschätzung
  • II. Versicherungen in der zeit der Sowjetunion
  • 1. Vorrevolutionäre Tradition des Versicherungswesens der Sowjetunion
  • a) Versicherungsträger im vorsowjetischen Russland
  • b) Zwangs-Norm-Versicherung der Semstwo
  • aa) Anstoß zur Schaffung der besonderen Versicherungsorganisation
  • bb) Einrichtung der landwirtschaftlichen Selbstverwaltungskörperschaften
  • cc) Betrieb von Zwangs-Norm-Versicherungen
  • dd) Freiwillige Versicherung im Rahmen der Semstwo
  • ee) Die Reserve-Politik der Semstwo-Versicherung
  • 2. Das sowjetische Versicherungswesen
  • a) Theoretische Fragen des Versicherungsbetriebs
  • b) Verschiedene Perioden der Entwicklung des sowjetischen Versicherungswesens
  • aa) Schicksal des Versicherungswesens nach der Oktoberrevolution
  • bb) Einrichtung von Gosstrach in der Periode der neuen ökonomischen Politik
  • cc) Praktische Auflösung von Gosstrach in der Periode der Finanz- und Steuerreform
  • dd) Wiedereinführung von Gosstrach
  • ee) Lebensversicherung in der Kriegszeit
  • ff) Dezentralisierung von Gosstrach
  • gg) Versicherungswesen im Jahr 1988
  • 3. Das sowjetische Versicherungsrecht: ein Gebiet des Zivil- oder öffentlichen Rechts
  • 4. Charakteristik des sowjetischen Versicherungswesens
  • 5. Versicherungszwang und freiwillige Versicherung
  • 6. Zusammenfassende Einschätzung
  • III. Übergang zur Marktwirtschaft und Georgisches ZGB von 1997
  • 1. Weg zur Selbstbestimmung nach der Unabhängigkeit
  • a) Zerfall der Ökonomie
  • b) Vorbereitungen für ein georgisches ZGB
  • c) Kodifikation des georgischen ZGB
  • d) Der nationale Kontext im georgischen ZGB
  • e) Die Systematik des ZGB
  • 2. Bedarf nach dem Verbraucherrecht
  • 3. Verbraucherrechtliche Vorschriften im georgischen ZGB
  • a) Informationspflichten
  • b) Widerrufsrecht
  • c) Allgemeine Geschäftsbedingungen
  • IV. Das Versicherungswesen und die Wirtschaftsordnung
  • 1. Wechselwirkung der Wirtschaftsordnung und Wirtschaftsbranche
  • 2. Versicherungswesen in der Marktwirtschaft
  • 3. Versicherung und staatliche Aufsicht
  • 4. Zusammenfassende Einschätzung
  • 5. Fazit
  • II Kapitel Eurointegration und Georgien
  • 1. Begriffserklärung der Begriffe Rechtsvereinheitlichung und Rechtsangleichung
  • a) Rechtsvereinheitlichung
  • b) Harmonisierung
  • c) Rechtsangleichung – ein Fall der Harmonisierung
  • 2. Grundlage für die Rechtsangleichung an EU-Recht
  • a) Abkommen über Partnerschaft und Zusammenarbeit von 1996
  • b) Europäische Nachbarschaftspolitik und östliche Partnerschaft
  • 3. Assoziierungsabkommen zwischen der EU und Georgien
  • a) Entwicklung und Zielsetzung des Assoziierungsabkommens
  • b) Rechtsnatur des Abkommens
  • aa) Abkommen als völkerrechtlicher Vertrag
  • bb) Gemischte Abkommen
  • cc) Doppelte Rechtswirkung des Abkommens
  • c) Begriff des Assoziierungsabkommens nach Art. 217 AEUV
  • aa) Formen des Abkommens
  • bb) Abschlussverfahren des Abkommens
  • cc) Organe
  • d) Stellung des europäischen Abkommens in Georgien
  • e) Zweistufiges Verfahren des Vertragsschlusses
  • 4. Rechtsangleichung bzw. Harmonisierung als Voraussetzung für einen Binnenmarkt
  • a) Innerstaatliche Angleichung der Rechtsvorschriften
  • b) Rechtsanpassung im Versicherungsrecht nach Art. 122 Assoziierungsabkommen
  • c) Unzureichende Rechtsangleichung
  • d) Harmonisierung des Versicherungsrechts innerhalb der EU
  • 5. Zusammenfassende Einschätzung
  • III Kapitel Informationspflichten
  • I. Notwendigkeit der Informationspflichten im Versicherungsrecht
  • 1. Ungleichgewichtslage
  • 2. Störung der Vertragsparität bei Versicherungsvertragsschluss
  • II. Allgemeines zu Informationspflichten
  • 1. Unterschied zwischen vorvertraglichen Aufklärungs-, Informations- und Beratungspflichten
  • 2. Verbraucherschutz und Informationspflichten
  • 3. Modelle der europäischen Verbraucherschutzkonzepte
  • a) „Altliberales Modell“
  • b) „Soziales Konzept“
  • c) „Informationsmodell“
  • d) Schutzkonzepte und Verbraucherleitbild
  • III. Durchgesetzte ausgleichsmassnahmen im Deutschen Recht
  • 1. Der Versicherungsvertragsschluss nach altem Recht
  • a) Wegfall der präventiven AVB-Kontrolle
  • b) Versicherungsnehmerschützende Ausgleichsmechanismen
  • 2. Zustandekommen des Versicherungsvertrags nach der VVG-Reform
  • IV. Europäische Richtlinienvorgaben
  • 1. Im deutschen Recht umgesetzte Richtlinien
  • 2. Richtlinien im Einzelnen
  • a) RL 92/49/EWG
  • aa) Persönlicher Anwendungsbereich der RL
  • bb) Zeitpunkt der Erteilung der vorvertraglichen Informationen
  • cc) Form der vorvertraglichen Informationen
  • b) RL 2002/83/EG
  • aa) Persönlicher Anwendungsbereich
  • bb) Zeitpunkt der Informationserteilung
  • cc) Form der Informationserteilung
  • c) RL 2002/65/EG
  • aa) Persönlicher Anwendungsbereich
  • bb) Zeitpunkt der Informationserteilung
  • cc) Form der Informationen
  • V. Umsetzung der Eu-Richtlinien im neuen VVG
  • 1. § 7 VVG
  • a) Persönlicher Anwendungsbereich
  • b) Produktinformationsblatt nur für Verbraucher
  • c) Zeitpunkt der Informationserteilung
  • d) Form der Informationserteilung
  • e) Verzichtsmöglichkeit auf die Vorabinformationen
  • aa) Rechtsnatur des Informationsverzichts
  • bb) Formale Anforderungen an den Verzichtsvertrag
  • cc) Vorformulierte Verzichtserklärung
  • dd) Richtlinienkonformität der Verzichtsmöglichkeit
  • 2. Rechtsfolgen der Informationspflichtverletzung nach VVG
  • 3. Zusammenfassung
  • VI. Vorvertragliche Informationspflichten im Georgischen Versicherungsrecht
  • 1. Grundlagen der Informationspflichten im Bankrecht
  • a) Rechtliche Natur der Informationspflichten in Verhaltensregeln
  • b) Zweck der Informationspflichten in der Bankenbranche
  • c) Verbraucherschutz als Finanzmarktschutz
  • d) Ziel der Informationspflichten
  • e) Anwendungsbereich der Informationspflichten
  • f) Adressatenkreis von Informationspflichten
  • g) Inhalt der Informationen
  • h) Zeitpunkt der Informationserteilung
  • i) Formelle Anforderungen an die Informationen
  • j) Pflicht zur richtigen, vollständigen und verständlichen Information
  • aa) Richtigkeits- und Vollständigkeitsgebot
  • bb) Pflicht zur verständigen Information
  • 2. Zusammenfassung
  • IV Kapitel Beratungspflichten des Versicherers
  • I. Einführung von Beratungspflichten im Deutschen Recht
  • 1. Überblick über die Beratungspflichten nach § 6 VVG
  • 2. Begriff der Beratungspflichten
  • 3. Grund der Einführung der Beratungspflichten
  • II. Europarechtliche Vorgaben
  • 1. Zielsetzung der RL 2002/92/EG
  • 2. „Informationspflichten“ des Art. 12 der RL 2002/92/EG
  • 3. Reichweite des Art. 12 Abs. 3 der RL 2002/92/EG
  • a) Meinungsstand in der Literatur
  • b) Wortlaut der Vorschrift
  • c) Zweck der Dokumentationspflichten
  • aa) Beweiserleichterung
  • bb) Verbesserung der Beratungsqualität
  • cc) Unterstützung bei der Entscheidungsfindung und Entscheidungsrevision
  • d) Formelle Anforderungen
  • e) Zeitliche Anforderungen
  • III. Beratungspflichten gemäss § 6 VVG
  • 1. Rechtsprechung vor der VVG-Reform
  • a) Keine spontane Pflicht zur Aufklärung und Beratung
  • b) Ausnahmefälle
  • aa) Fragen des Kunden
  • bb) Wunsch nach vollständiger Versicherung
  • cc) Verfehlung des Vertragszwecks
  • dd) Erkennbarer Irrtum des Versicherungsnehmers
  • ee) Kompliziertheit der Materie
  • ff) Initiative des Versicherers
  • gg) Versicherungswechsel
  • hh) Anhaltspunkte für die Grenze der Pflichten
  • 2. Fragepflicht nach § 6 Abs. 1 VVG
  • a) Wünsche und Bedürfnisse als Gegenstand der Fragepflicht
  • b) Anlass zur Fragepflicht
  • c) Erkennbarkeit des Anlasses
  • 3. Pflicht zur Beratung
  • 4. Verhältnis des Beratungsaufwands und zu zahlender Prämie
  • 5. Pflicht zur Begründung
  • 6. Dokumentationspflicht
  • a) Gegenstand der Erstellung der Dokumentation
  • b) Formale Anforderungen an die Dokumentation
  • c) Zeitliche Anforderungen
  • aa) Gesetzgeberische Entscheidung
  • bb) Kritik an der Entscheidung
  • 7. Verzicht nach § 6 Abs. 3 VVG
  • 8. Europarechtswidrigkeit
  • 9. Rechtsfolgen der Pflichtverletzung
  • 10. Zusammenfassung
  • IV. Vorvertragliche Pflichten aus c.i.c. nach Georgischem Recht
  • 1. Überblick über die Beratungspraxis in Georgien
  • 2. Informationspflichten als Oberbegriff
  • 3. Einschränkung des Grundsatzes der Eigenverantwortlichkeit
  • 4. Schadensersatzanspruch aus §§ 317 Abs. 2, 316 Abs. 2, 394 Abs. 1 GZGB
  • 5. Vorvertragliche Pflichten aus § 316 Abs. 2 GZGB
  • 6. Gesetzliche Regulierung der c.i.c.
  • 7. Grundgedanke der c.i.c.
  • 8. Generalklausel des § 317 Abs. 2 GZGB
  • 9. Voraussetzungen des § 317 Abs. 2 GZGB
  • a) Vertragsverhandlungen
  • b) Anbahnung des Vertrages
  • c) Geschäftliche Kontakte
  • 10. Rechtsfolgen der Pflichtverletzung
  • 11. Zusammenfassung
  • V. Fazit
  • V Kapitel Widerrufsrecht
  • I. Allgemeines zum Widerrufsrecht
  • 1. Widerrufsrecht nach VVG-Reform
  • 2. Zweck des Widerrufsrechts
  • II. Europarechtliche Vorgaben
  • 1. Entstehungsgeschichte der RL 2002/65/EG
  • 2. Vollharmonisierung vs. Mindestharmonisierung in RL 97/7/EG
  • 3. Vollharmonisierung der RL 2002/65/EG
  • 4. Richtlinie 2011/83/EU
  • a) Anlass für eine neue Verbraucherrechte-Richtlinie
  • b) Weg zur Verabschiedung der RL 2011/83/EU
  • c) Inhalt der Verbraucherrechte-Richtlinie
  • d) Anwendungsbereich der RL 2011/83/EG
  • e) Widerrufsrecht in der RL 2011/83/EU
  • f) Neuigkeiten zum Widerrufsrecht der RL 2011/83/EU
  • g) Umsetzung der RL 2011/83/EU in deutsches Recht
  • h) RL 2011/83/EU und der Versicherungssektor
  • 5. Richtlinie 2002/65/EG
  • a) Gründe für Einführung des Widerrufsrechts in RL 2002/65/EU
  • b) Fristen des Widerrufsrechts in RL 2002/65/EU
  • c) Ausschluss aus dem Widerrufsbereich
  • aa) Kurzfristige Versicherungsverträge
  • bb) Voll erfüllte Verträge
  • d) Fristbeginn und Fristlauf des Widerrufsrechts
  • aa) Beginn der Widerrufsfrist im Regelfall
  • bb) Fristbeginn bei unterbliebener Information
  • cc) Nachgeholte Informationsübermittlung
  • dd) Vollbeendigung des Vertrages
  • ee) Sonstige Fälle
  • e) Rechtsfolgen des Widerrufs
  • 6. Zusammenfassung
  • III. Deutsches Recht
  • 1. Gesetzeslage bis 2008
  • a) Lösungsrechte bis 1994
  • b) Überarbeitung des Lösungsrechtes im 1994
  • aa) § 8 Abs. 4 VVG a. F. 1994
  • bb) § 8 Abs. 5 VVG a. F. 1994
  • cc) § 5a VVG a. F. 1994
  • 2. Gesetzeslage von 2004
  • 3. Gesetzeslage nach der VVG-Reform 2008
  • a) Rechtliche Natur des Widerrufs
  • aa) „Schwebend wirksamer Vertrag“
  • bb) Widerruf als auflösende Bedingung
  • b) Bewertung
  • 4. Persönlicher Anwendungsbereich des § 8 VVG
  • 5. Sachlicher Anwendungsbereich des § 8 VVG
  • a) Verträge mit Laufzeiten von weniger als einem Monat
  • b) Vorläufige Deckung
  • c) Versicherungsverträge bei Pensionskassen
  • d) Versicherungsverträge über ein Großrisiko
  • e) Vollständig erfüllte Verträge
  • 6. Ewiges Widerrufsrecht
  • a) Fristbeginn des Widerrufsrechts
  • b) Abgeschlossener Versicherungsvertrag
  • aa) Antragsmodell
  • bb) Invitatio-Modell
  • c) Zugang der erforderlichen Unterlagen
  • aa) Zugang der Vertragsbestimmungen
  • bb) Widerrufsbelehrung
  • cc) Musterwiderrufsbelehrung
  • dd) Widerrufsbelehrung bei Nichtanwendung des Musters
  • ee) Deutlichkeitsgebot
  • ff) Anforderungen an die Belehrung über den Beginn der Widerrufsfrist
  • gg) Anforderungen an die Belehrung über die Ausübung des Widerrufsrechtes
  • hh) Belehrung über die Rechtsfolgen des Widerrufs
  • d) Beendigung der Widerrufsfrist
  • aa) Möglichkeit eines „ewigen“ Widerrufsrechtes
  • bb) Kritik am „ewigen Widerrufsrecht“ und seiner Verwirkung
  • cc) Meinungsstand in der Literatur
  • dd) Bewertung
  • e) Beweislast
  • f) Bestätigungslösung
  • 7. Zusammenfassung
  • IV. Rechtsfolgen des Widerrufsrechts
  • 1. Allgemeines zum § 9 VVG
  • 2. Relevante Vorgaben der RL 2002/65/EU
  • 3. Umsetzung in deutsches Recht
  • 4. Sinn des § 9 VVG
  • 5. Rechtsfolgen des Widerrufs nach allgemeinen gesetzlichen Vorgaben
  • 6. Erfolgte Belehrung und Zustimmung
  • a) Vom Versicherer zu erfolgender Hinweis
  • aa) Analoge Anwendung der Musterwiderrufsbelehrung nach § 8 Abs. 5 VVG
  • bb) Gleiche inhaltliche Anforderungen des § 8 Abs. 2 VVG und § 9 Abs. 1 S. 1 VVG
  • b) Weitere Belehrungspflichten im Hinblick auf den unterbliebenen Hinweis
  • c) Zustimmung des Versicherungsnehmers
  • 7. Schicksal der Versicherungsprämie
  • 8. Rechtsfolgenkonzept und die modifizierte Gefahrtragungstheorie
  • 9. Fehlerhafte Belehrung des Versicherungsnehmers
  • a) Fall der nicht in Anspruch genommenen Leistung
  • b) Unterbliebene Belehrung
  • c) Keine Zustimmung des Versicherungsnehmers
  • d) Widerrufsfolgen
  • e) Verstoß gegen EU-Richtlinien
  • f) Kritik an der deutschen Regelung
  • g) Bewertung
  • 10. Rechtsfolgen des Widerrufs bei in Anspruch genommener Leistung
  • a) Voraussetzungen des § 9 Abs. 1 S. 2 HS. 2 VVG
  • b) Die rechtlichen Folgen des Widerrufs
  • c) Richtlinienwidrigkeit der Regelung
  • 11. Zusammenfassung
  • V. Aktuelle legislative Entwicklungen im Georgischen Recht
  • Zusammenfassung in Thesen
  • Schlussbetrachtung
  • Anhang Nr. 1
  • Anhang Nr. 2
  • Anhang Nr. 3
  • Reihenübersicht

Nino Gagua

Der Schutz des Versicherungsnehmers
im deutschen
Versicherungsvertragsgesetz als
Leitmodell für das georgische
Privatversicherungsrecht

Autorenangaben

Nino Gagua studierte Rechtswissenschaften an der Staatlichen Iwane-Dschawachischwili-Universität Tiflis (Georgien). Sie schloss zudem den Aufbaustudiengang „Magistra der Rechte LL.M. Gen.“ an der Universität des Saarlandes ab, wo sie am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Handels-und Wirtschaftsrecht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung tätig war und auch promoviert wurde.

Über das Buch

Der Zusammenbruch der Sowjetunion ist als Grundlage der georgisch-europäischen Beziehungen anzusehen. Im Rahmen dieser Beziehungen kommt der Frage der Rechtsangleichung eine besondere Bedeutung zu. Georgien hat sich verpflichtet, seine Gesetzgebung an EU-Recht schrittweise anzupassen. Das durch sowjetische Prägung denaturierte Versicherungswesen hat lange Zeit auch die Mentalität der Menschen beeinflusst. Ein gutes Verbraucherschutzkonzept sollte dabei positiv zum Umdenken beitragen. Die Autorin untersucht deutsche, europäische und georgische Vorschriften auf der Ebene des Versicherungsvertragsrechts und im Bereich des Verbraucherschutzes, vergleicht diese und zieht sie zur Erarbeitung von am deutschen VVG orientierten Verbesserungsvorschlägen für den georgischen Gesetzgeber heran.

Zitierfähigkeit des eBooks

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Vorwort der Reihenherausgeber

Die Schriftenreihe „Saarbrücker Studien zum Privat- und Wirtschaftsrecht“ bildet in erster Linie ein Forum für rechtswissenschaftliche Doktorarbeiten der Universität des Saarlandes auf zwei juristischen Schwerpunktgebieten: Zum einen sollen Dissertationen im klassischen Privatrecht, vor allem im Bürgerlichen Vermögensrecht der ersten drei Bücher des BGB und ihrer Nebengesetze vorgestellt werden. Zum anderen findet das Wirtschaftsrecht im Sinne des Wirtschaftsprivatrechts besondere Berücksichtigung, womit namentlich die Gebiete des Handelsrechts einschließlich des Bilanzrechts, des Personen- und Kapitalgesellschaftsrechts einschließlich des Konzernrechts, des Gewerblichen Rechtsschutzes sowie des Wettbewerbs- und Kartellrechts bezeichnet sind. Es versteht sich, dass nicht nur rechtsdogmatische Studien, sondern auch rechtstatsächlich, rechtspolitisch oder interdisziplinär angelegte Arbeiten in die Schriftenreihe Aufnahme finden, denn die Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität des Saarlandes regt traditionell Studenten und Hochschullehrer in besonderer Weise zur fachübergreifender Lehre und Forschung an. Die Schriftenreihe steht aber nicht nur sehr guten und ausgezeichneten Dissertationen, sondern auch anderen „Studien“ zu privat- und wirtschaftsrechtlichen Themen offen, bis hin zu Materialien und Skripten des akademischen Unterrichts. Die Schriftenreihe wurde im Jahre 1996 von den Saarbrücker Universitätsprofessoren Johann Paul Bauer, Michael Martinek und Helmut Rüßmann gegründet. Im Jahre 2018 ist Prof. Bauer aus dem Herausgeberkreis ausgeschieden, während Professor Ludyga und Professor Würdinger hinzugekommen sind. Prof. Martinek ist seit Beginn der Schriftenreihe als geschäftsführender Herausgeber tätig. Die nunmehr vier Herausgeber, die zugleich stellvertretend für ihre anderen Saarbrücker Fakultätskollegen des Privat- und Wirtschaftsrechts handeln, verbinden mit den „Saarbrücker Studien zum Privat- und Wirtschaftsrecht“ den Wunsch, dass die hier veröffentlichten Arbeiten die verdiente Resonanz in der breiteren juristischen Fachöffentlichkeit finden.←vii | viii→ ←viii | ix→

Vorwort

Die vorliegende Arbeit wurde im Sommersemester 2017 an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität des Saarlandes als Dissertation angenommen. Die mündliche Prüfung fand am 25. Juli 2017 statt.

Mein besonderer Dank gilt in erster Linie meinem Doktorvater Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. mult. Michael Martinek für die Betreuung meiner Arbeit und die rasche Begutachtung dieser Dissertation. Außerdem möchte ich mich bei ihm dafür bedanken, dass er mir für Fragen jederzeit zur Verfügung stand. Darüber hinaus bedanke ich mich ganz herzlich bei Frau Prof. Dr. Annemarie Matusche-Beckmann für die Erstellung des Zweitgutachtens.

Mein Dank gebührt natürlich meinen Eltern, die mich mein Leben lang in jeder erdenklichen Weise unterstützt haben.

Gewidmet ist diese Dissertation in liebevoller und ewiger Erinnerung meinem Vater Prof. Dr. Revaz Gagua, der mir durch seine verständnisvolle Teilnahme und Hilfe sowohl das Studium als auch die Promotion überhaupt erst ermöglicht hat.←ix | x→ ←x | xi→

Literaturverzeichnis

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Zitiert: FS Schimansky/Bearbeiter

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Biographische Angaben

Nino Gagua (Autor:in)

Nino Gagua studierte Rechtswissenschaften an der Staatlichen Iwane-Dschawachischwili-Universität Tiflis (Georgien). Sie schloss zudem den Aufbaustudiengang «Magistra der Rechte LL.M. Gen.» an der Universität des Saarlandes ab, wo sie am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Handels-und Wirtschaftsrecht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung tätig war und auch promoviert wurde.

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Titel: Der Schutz des Versicherungsnehmers im deutschen Versicherungsvertragsgesetz als Leitmodell für das georgische Privatversicherungsrecht