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Die Impfgegnerschaft in Hessen

Motivationen und Netzwerk (1874–1914)

von Patrick Mayr (Autor:in)
Dissertation 254 Seiten

Zusammenfassung

Mit Inkrafttreten des Reichsimpfgesetzes 1874 formierten sich die latent vorhandenen Kritiker zu einer organisierten Impfgegnerschaft. Um deren Beweggründe, Argumente und die Verbindungen der Protagonisten untereinander zu erfassen, bietet sich ein regionaler Bezugsrahmen an. Er ermöglicht es, die individuellen Kontexte der Impf(zwang)gegner zu ermitteln, ihre Vernetzungen aufzudecken und zu zeigen, wie dieses Netzwerk arbeitete. Zudem wird untersucht, inwieweit die Impfgegner in Hessen in die zeitgenössische Lebensreformbewegung integriert waren.
Moderne Impfkritiker, die über das World Wide Web vernetzt sind, tragen mit dazu bei, dass schwerwiegende Infektionskrankheiten wie Masern immer wieder ausbrechen.

Inhaltsverzeichnis

  • Cover
  • Titel
  • Copyright
  • Autorenangaben
  • Über das Buch
  • Zitierfähigkeit des eBooks
  • Inhaltsverzeichnis
  • 1.) Einleitung und Fragestellung
  • 2.) Impfungen im 18. und 19. Jahrhundert
  • 2.1) Medizinische Grundlagen
  • 2.1.1) Wirkprinzip einer Impfung nach heutigem Wissensstand
  • 2.1.2) Der Pockenerreger
  • 2.1.3) Jenners Entdeckung
  • 2.2) Pockenimpfung im 19. und frühen 20. Jahrhundert
  • 2.2.1) Der Impfstoff und seine Gewinnung
  • 2.2.2) Die Impfinstrumente
  • 2.2.3) Durchführung der Impfung
  • 2.3) Impfungen als Ursache von Infektionskrankheiten und Tod
  • 2.4) Mediale Präsenz des Impfgegnerlagers
  • 2.5) Amtliche Statistiken zur Impfung
  • 3.) Das Reichsimpfgesetz von 1874
  • 4.) Impfgegner in Hessen
  • 4.1) Charakterisierung der Zeitschrift der „Impfgegner“
  • 4.1.1) „Der Impfgegner“ (1908–1914) – Zentrum des Widerstandes
  • 4.1.2) Chronik des „Impfgegners“
  • 4.1.3) Die Finanzierung des „Impfgegners“
  • 4.2) „Der Impfgegner“ (1908–1914) – Protagonisten in Hessen und Motivation
  • 4.2.1) Sanitätsrat Peter Spohr, Oberst a.D. (Gießen)
  • 4.2.1.1) Kindheit, Militärzeit und praktizierende medizinische Tätigkeit
  • 4.2.1.2) Vernetzung in der Impfgegnerschaft und Öffentlichkeit
  • 4.2.2) Dr. med. Roderich Spohr
  • 4.2.3) Dr. jur. Curt Spohr (Gießen)
  • 4.2.4) Dr. med. Eugen Bilfinger (Kassel und Eisenach)
  • 4.2.5) Dr. med. Max Voigt (Frankfurt)
  • 4.2.6) Dr. med. von Niessen (Wiesbaden)
  • 4.2.7) Dipl.-Ing. Hugo Wegener (Frankfurt)
  • 4.2.7.1) Publizistisches und impfkritisches Wirken
  • 4.2.7.2) Öffentlichkeitswirksamkeit Wegeners
  • 4.2.8) Weitere Vertreter innerhalb Hessens:
  • 4.3) Interaktionen hessischer Impfgegner
  • 4.3.1) Regionale Beziehungen hessischer Impfgegner
  • 4.3.2) Überregionale Beziehungen hessischer Impfgegner
  • 4.3.2.1) Oberst Spohr und Prof. Ludwig Schemann
  • 4.3.2.2) Dipl. Ing. Hugo Wegener und Wilhelm Schwaner
  • 4.3.2.3) Oberst Peter Spohr und Dr. Adolf Vogt (Bern)
  • 5.) Naturheilvereine und Kurorte in Hessen
  • 5.1) Kurort Kassel Wilhelmshöhe
  • 5.1.1) Sanatorium Gossmann Kassel und Naturheilverein Kassel e.V.
  • 5.1.2) Weitere Heilanstalten
  • 5.2) Naturheilverein Marburg und Hessen-Waldeck
  • 5.3) Verhältnis Kassel-Wilhelmshöhe zum Impfgegnerlager
  • 6.) Strukturen im Impfgegnernetzwerk
  • 6.1) Vorüberlegungen und Methodik
  • 6.2) Analyse und Visualisierung des hessischen Impfgegnernetzwerkes
  • 6.3) Das Korrespondenznetzwerk im „Impfgegner“ innerhalb Hessens
  • 6.4) Das Korrespondenznetzwerk im „Impfgegner“ im europäischen Kontext
  • 7.) Motivationen der Impfgegner
  • 7.1) Naturheilkundliche Lebensweise und Vegetarismus
  • 7.2) Widerstand gegen Entmündigung und Staat: Antiautoritarismus
  • 7.3) Misstrauen gegenüber der Impfung
  • 7.4) Kommunikationsprobleme zwischen Standesebenen
  • 7.5) Tatsächliche Impfschäden
  • 8.) Vergleich der historischen und heutigen Impfgegnerschaft
  • 8.1) Pockenstatus heute
  • 8.2) Parallelen zwischen der Impfgegnerschaft „damals“ und „heute“
  • 8.3) Ausblick
  • 8.4) Forschungslage zur Impfgegnerschaft
  • 9.) Zusammenfassung
  • 10.) Anhang
  • 11.) Quellen- und Literaturverzeichnis
  • 11.1) Primärquellen
  • 11.1.1) Archivalien
  • 11.1.2) Primärliteratur
  • 11.2) Sekundärliteratur
  • 11.3) Internetquellen
  • 12.) Abbildungsverzeichnis
  • Series Page

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Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation
in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische
Daten sind im Internet über
http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Autorenangaben

Der Autor
Patrick Mayr studierte an der Philipps Universität Marburg Humanmedizin, mit Auslandsaufenthalten in der Schweiz und Asien. Nach dem Studium nahm er die Tätigkeit als Assistenzarzt am Universitätsklinikum Marburg auf. Seine Schwerpunkte liegen in der Diagnostik und Versorgung von Akutpatienten.

Über das Buch

Patrick Mayr

Die Impfgegnerschaft in Hessen

Mit Inkrafttreten des Reichsimpfgesetzes 1874 formierten sich die latent vorhandenen Kritiker zu einer organisierten Impfgegnerschaft. Um deren Beweggründe, Argumente und die Verbindungen der Protagonisten untereinander zu erfassen, bietet sich ein regionaler Bezugsrahmen an. Er ermöglicht es, die individuellen Kontexte der Impf(zwang)gegner zu ermitteln, ihre Vernetzungen aufzudecken und zu zeigen, wie dieses Netzwerk arbeitete. Zudem wird untersucht, inwieweit die Impfgegner in Hessen in die zeitgenössische Lebensreformbewegung integriert waren. Moderne Impfkritiker, die über das World Wide Web vernetzt sind, tragen mit dazu bei, dass schwerwiegende Infektionskrankheiten wie Masern immer wieder ausbrechen.

Zitierfähigkeit des eBooks

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Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung und Fragestellung

2.) Impfungen im 18. und 19. Jahrhundert

2.1) Medizinische Grundlagen

2.1.1) Wirkprinzip einer Impfung nach heutigem Wissensstand

2.1.2) Der Pockenerreger

2.1.3) Jenners Entdeckung

2.2) Pockenimpfung im 19. und frühen 20. Jahrhundert

2.2.1) Der Impfstoff und seine Gewinnung

2.2.2) Die Impfinstrumente

2.2.3) Durchführung der Impfung

2.3) Impfungen als Ursache von Infektionskrankheiten und Tod

2.4) Mediale Präsenz des Impfgegnerlagers

2.5) Amtliche Statistiken zur Impfung

3.) Das Reichsimpfgesetz von 1874

4.) Impfgegner in Hessen

4.1) Charakterisierung der Zeitschrift der „Impfgegner“

4.1.1) „Der Impfgegner“ (1908–1914) – Zentrum des Widerstandes

4.1.2) Chronik des „Impfgegners“

4.1.3) Die Finanzierung des „Impfgegners“

4.2) „Der Impfgegner“ (1908–1914) – Protagonisten in Hessen und Motivation

4.2.1) Sanitätsrat Peter Spohr, Oberst a.D. (Gießen)

4.2.1.1) Kindheit, Militärzeit und praktizierende medizinische Tätigkeit

4.2.1.2) Vernetzung in der Impfgegnerschaft und Öffentlichkeit

4.2.2) Dr. med. Roderich Spohr

4.2.3) Dr. jur. Curt Spohr (Gießen)

4.2.4) Dr. med. Eugen Bilfinger (Kassel und Eisenach)

4.2.5) Dr. med. Max Voigt (Frankfurt)

4.2.6) Dr. med. von Niessen (Wiesbaden)

4.2.7) Dipl.-Ing. Hugo Wegener (Frankfurt)

4.2.7.1) Publizistisches und impfkritisches Wirken

4.2.7.2) Öffentlichkeitswirksamkeit Wegeners

4.2.8) Weitere Vertreter innerhalb Hessens:

4.3) Interaktionen hessischer Impfgegner

4.3.1) Regionale Beziehungen hessischer Impfgegner

4.3.2) Überregionale Beziehungen hessischer Impfgegner

4.3.2.1) Oberst Spohr und Prof. Ludwig Schemann

4.3.2.2) Dipl. Ing. Hugo Wegener und Wilhelm Schwaner

4.3.2.3) Oberst Peter Spohr und Dr. Adolf Vogt (Bern)

5.) Naturheilvereine und Kurorte in Hessen

5.1) Kurort Kassel Wilhelmshöhe

5.1.1) Sanatorium Gossmann Kassel und Naturheilverein Kassel e.V.

Details

Seiten
254
ISBN (PDF)
9783631812730
ISBN (ePUB)
9783631812747
ISBN (MOBI)
9783631812754
ISBN (Hardcover)
9783631794272
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2020 (März)
Schlagworte
Impfgegner Pocken Masern Impfzwang Impfung Impfpflicht Reichsimpfgesetz
Erschienen
Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Warszawa, Wien, 2020. 254 S., 7 farb. Abb., 25 s/w Abb., 2 Tab.

Biographische Angaben

Patrick Mayr (Autor:in)

Patrick Mayr studierte an der Philipps Universität Marburg Humanmedizin, mit Auslandsaufenthalten in der Schweiz und Asien. Nach dem Studium nahm er die Tätigkeit als Assistenzarzt am Universitätskli­nikum Marburg auf. Seine Schwerpunkte liegen in der Diagnostik und Versorgung von Akutpatienten.

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Titel: Die Impfgegnerschaft in Hessen