Vorschläge für Rahmenthemen
Postmigrantische Studien: Literatur, Kultur und Theorie
4 Seiten
Open Access
Journal:
Jahrbuch für Internationale Germanistik
Band 58
Ausgabe 2
Erscheinungsjahr 2026
pp. 393 - 396
Zusammenfassung
In der aktuellen literatur- und kulturwissenschaftlichen Forschung rücken die weitreichenden gesellschaftlichen Transformationen, die durch Migrationsprozesse angestoßen werden, immer stärker in den Fokus. Um diese komplexen Dynamiken jenseits überholter Defizitmodelle oder starrer Dichotomien zu fassen, hat sich das Paradigma der Postmigration als zentrales Analyseinstrument etabliert. Es formuliert „eine Kritik an [der] Beschäftigung mit Migration, die Wanderung vorrangig problematisiert und binäre Kategorien verfestigt.“ Anstatt Migration als krisenhaften Ausnahmezustand zu markieren, zielt dieser Ansatz auf eine grundlegende Perspektivverschiebung: Migration wird als regulärer Ausgangspunkt für die Untersuchung gesellschaftlicher Realitäten begriffen. Dadurch rücken bislang marginalisierte Narrative, hybride Lebensentwürfe und strukturelle Ambivalenzen ins Zentrum der Betrachtung, was eine tiefgreifende epistemologische Neuausrichtung in der Wissensproduktion nach sich zieht.
Details
- Seiten
- 4
- DOI
- 10.3726/JIG582_393
- Open Access
- CC-BY
- Erscheinungsdatum
- 2026 (August)
- Schlagworte
- vorschläge rahmenthemen postmigrantische studien literatur kultur theorie
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