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Confrontations au national-socialisme en Europe francophone et germanophone (1919–1949) / Auseinandersetzungen mit dem Nationalsozialismus im deutsch- und französischsprachigen Europa (1919–1949)

Volume 1 : Introduction générale – Savoirs et opinions publiques / Band 1 : Allgemeine historische und methodische Grundlagen

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Edited By Michel Grunewald, Olivier Dard and Uwe Puschner

Quelle fut la perception et l'interprétation du national-socialisme comme idéologie et comme pratique du pouvoir dans l'Europe francophone et germanophone entre le début des années 1920 et la fin des années 1940? Telle est la question au centre de la série de six volumes inaugurée ici et qui proposera une typologie des regards et des savoirs relatifs au national-socialisme et des interprétations suscitées par celui-ci à travers l'analyse systématique de monographies de journaux et de revues représentatifs de l'opinion et des milieux intellectuels des pays intéressés. Le présent volume introductif fixe le cadre méthodologique de la série. Il propose successivement une revue de l'historiographie universitaire dédiée au national-socialisme, des études de cas relatives à la vision du nazisme dans la presse et trois comptes rendus bibliographiques qui attestent la diversité des interprétations suscitées par le mouvement hitlérien.

Wie werden Ideologie, Etablierung und Herrschaft des Nationalsozialismus in den deutsch- und französischsprachigen Räumen Europas vom Beginn der 1920er bis zum Ende der 1940er Jahre wahrgenommen, bewertet und erklärt? In sechs systematisch angelegten Bänden werden diese Fragen anhand einer exemplarischen Auswahl von Büchern, Zeitungen und Zeitschriften ebenso untersucht wie die unterschiedlichen Deutungen des Nationalsozialismus in seiner Epoche und den unmittelbaren Jahren nach seinem Ende. Dieser erste Band behandelt neben methodischen Aspekten die nationalen Geschichtsschreibungen nach 1945. Mehrere Fallstudien zu Zeitungen, Zeitschriften, Reiseberichten und Reportagen analysieren Auseinandersetzung und Bewertung des Nationalsozialismus zwischen 1919 und 1949. Drei Auswahlbibliographien dokumentieren die Vielzahl und Vielfalt der zeitgenössischen Perzeptionen und Interpretationen.

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Theoretische Gleichläufigkeit und Ungleichzeitigkeit. Totalitarismus- und Faschismus-Debatten in Frankreich und Deutschland (Hans Manfred Bock)

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Theoretische Gleichläufigkeit und Ungleichzeitigkeit

Totalitarismus- und Faschismus-Debatten in Frankreich und Deutschland

Hans MANFRED BOCK*

Der Begriff des Faschismus hat wie jede andere historische Großkategorie (Konservatismus, Liberalismus, Sozialismus und Kommunismus) mindestens zwei semantische Dimensionen. Er ist prinzipiell ein politischer Kampfbegriff (in affirmativer wie in kritischer Konnotation) und er ist zugleich ein heuristischer Begriff der politikhistorischen Analyse. Im folgenden Beitrag soll die letztgenannte Auffassung vom Faschismus im Mittelpunkt des Interesses stehen;1 sie soll jedoch ebenso auf ihre geschichtspolitischen und wissenschaftstheoretischen Prämissen befragt werden. Und zwar in drei Gliederungspunkten: Im ersten Teil sollen die (im Wesentlichen geschichtspolitisch definierbaren) Etappen der wissenschaftlichen Befassung mit dem Nationalsozialismus in Deutschland und Frankreich dargestellt werden, deren Zäsuren weitgehend ähnlich verliefen, deren unterschiedliche Inhalte jedoch überwiegend von der internationalen und nationalen Problemkonstellation diktiert wurden. Unter Geschichtspolitik soll dabei verstanden werden die manifeste oder verdeckte wechselseitige Durchdringung politischen Gestaltungswillens und historiografischer Argumentation in den Wissenschaften.2 Im zweiten Abschnitt werden die vorfindbaren Deutungsansätze des Nationalsozialismus zwei grundlegenden Paradigmen der Faschismustheorie zugeordnet, die in allen kritischen Analysen der europäisch-atlantischen Länder dominant sind: dem Paradigma der Totalitarismus-Theorie und dem Paradigma der sogenannten generischen Faschismus-Analyse. Im Fall des deutsch-französischen Vergleichs sind ← 115 | 116 → unter diesem Blickwinkel in der Nachkriegszeit aufschlussreiche unterschiedliche Konjunkturen und Gewichtungen der Leitkategorien und Fragestellungen beider Paradigmen nachweisbar. Im abschließenden vierten und fünften Teil dieses Überblicks schließlich werden vorzugsweise die auffälligsten Divergenzen und Differenzen zwischen den in...

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