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Lehren und Lernen in deutschsprachigen Grenzregionen

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Edited By Anemone Geiger-Jaillet

In diesem Sammelband werden neue und innovative Ansätze im Bereich der Sprachenausbildung und des Sprachenlernens vorgestellt. Dreizehn Autoren aus neun Ländern schildern die Entwicklung von Modellen für die schulische Zwei- und Mehrsprachigkeit in deutschsprachigen Grenzregionen. Sie untersuchen unter anderem die Beziehung von schulischer und frühkindlicher Mehrsprachigkeit und zeigen verschiedene Unterrichts- und Vermittlungsmethoden. Dabei werden sämtliche Altersstufen und verschiedene Sprachkombinationen berücksichtigt.
Eine reichhaltige Linksammlung zu jedem Beitrag sowie eine Zusammenfassung in der jeweils anderen Sprache ergänzen den Band.

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VERONIKA WENZEL, Münster Fremdsprachen-Frühbeginn: Neue Wege an der deutsch-niederländischen Grenze 141

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VERONIKA WENZEL, MÜNSTER Fremdsprachen-Frühbeginn: Neue Wege an der deutsch-niederländischen Grenze 1. Sprachenlernen im deutsch-niederländischen Raum Im Gegensatz zum deutsch-französischen Grenzraum ist das Erlernen der Nachbarsprache eigentlich nur auf der einen Seite der Grenze eine lange und flächendeckende Tradition: auf der niederländischen. Im Urlaub und beim Einkaufen in den Niederlanden merkt man immer wieder, dass die Niederländer im Allgemeinen recht gut deutsch ver- stehen und sprechen. Deutsch ist noch immer eine wichtige Sprache in Europa. Mancher Deutsche hält es daher für nicht unbedingt nötig, Niederländisch zu lernen. Aus kommunikativer Sicht mag das stim- men, jedoch machen die Entwicklungen der Zahlen der Deutschler- nenden in den Niederlanden mittlerweile nachdenklich. Dort und in Frankreich – ebenfalls ein Nachbarland – ist der größte Rückgang an Deutschlernern in Europa zu verzeichnen. Der derzeit aktuellsten Da- tenerhebung der Arbeitsgruppe StADaF (unter der Koordination des Goethe-Instituts) aus dem Jahre 2005 zufolge, gingen die Zahlen für Deutsch als Fremdsprache im Schulbereich im Vergleich zum Jahr 2000 um etwa ein Viertel auf etwa 422.000 Lernende zurück. Die Niederlande hatten in jenem Jahr mit 424 ähnlich viele Germanistik- studenten wie etwa die südosteuropäische Republik Moldau oder auch Mazedonien, Kosovo und andere osteuropäische Staaten. Allerdings nicht zusammen, sondern jeder dieser Staaten (StADaF 2005). Die grenzüberschreitende Kommunikation aufrecht zu erhalten ist wohl nicht die Triebfeder der Deutschen, Niederländisch zu lernen. Eine « Lösung » bietet das Englische, und dieser Weg wird zuneh- mend in...

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