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Jazz, pouvoir et subversion de 1919 à nos jours / Jazz, Macht und Subversion von 1919 bis heute

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Pascale Cohen-Avenel

Pour la première fois, un ouvrage scientifique étudie le jazz et ses relations avec le pouvoir dans plus de 6 pays francophones, germanophones et russophones. Il s’interroge sur la valeur subversive du jazz dans la quête identitaire de la jeunesse contestataire, sur son rôle dans la propagande d’Etat de l’Est comme de l’Ouest, et dans la définition de soi des élites et des artistes des années 1920 à nos jours. Résolument internationale, la perspective choisie est également pluridisciplinaire.
Diese Studie widmet sich als erste in diesem Gebiet dem Jazz und seinen Beziehungen zu den Machthabern der jeweiligen Staaten. Der Fokus liegt auf verschiedenen deutsch-, französisch- sowie russischsprachigen europäischen Ländern. Untersucht wird, wie subversiv der Jazz in der Identitätssuche der Jugend wirkt, sowie seine Rolle in der staatlichen Propaganda, und in der Selbstdefinition der Eliten und der Künstler von den 1920er Jahren bis heute. Die Perspektive dieses Buches ist sowohl international wie interdisziplinär.
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Ein Leben in totalitären Systemen: Vom Nationalsozialismus in den Stalinismus. Der Jazz-Trompeter Eddie Rosner (1910-1976): Elisabeth Kolleritsch

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ELISABETH KOLLERITSCH

Ziel dieser kulturhistorischen Untersuchung ist es, ein Stück deutscher und russischer Zeitgeschichte vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg anhand eines Einzelschicksals, des Lebens des Jazz-Trompeters Eddie (Adi) Rosner, darzustellen. Das Leben von Eddie Rosner, der zu den besten Jazz-Trompetern dieser Zeit in Europa zu zählen ist, ist als ein Beispiel zu sehen, wie „politische Protektion“ in totalitären Systemen sich auswirken konnte. Vorauszuschicken ist auch, dass das Forschungsprojekt ein „work in progress“ ist und erst vor nicht allzu langer Zeit begonnen wurde. Die 2010 erschienene Biographie über das bis dato wenig bekannte Leben Eddie Rosners, verfasst von der Osteuropa-Historikerin Gertrud Pickhan und dem Musikjournalisten Maximilian Preisler mit dem Titel „Von Hitler vertrieben, von Stalin verfolgt. Der Jazzmusiker Eddie Rosner“, hat sich dabei als sehr hilfreich erwiesen. Dasselbe gilt auch für den 1999 gedrehten Dokumentarfim „Eddie (Adi) Rosner. The Jazzman from the Gulag“ unter der Regie von Pierre-Henri Salfati und Natalia Sazonova.1

Absicht des Projektes ist es jedoch, dass darüber hinaus der zeitgeschichtliche, politische und kulturhistorische Hintergrund, historisch-politische Zusammenhänge und die Entwicklung von Jazz in ← 135 | 136 → totalitären Gesellschaften und während des Ost-West-Konfliktes noch stärker beleuchtet und ergänzt werden sollen. Dazu müssen zusätzliche Quellen, Forschungsmaterial und Literatur gesammelt und ausgewertet werden.

In diesem Tagungsbeitrag soll daher vorerst das Leben Eddie Rosners, dem die Autoren des oben genannten Buches „paradigmatische Bedeutung für das 20. Jahrhundert“2 beimessen, mit einzelnen Schwerpunktsetzungen...

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