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Unerfüllte Hoffnungen

Rückblicke auf die Literatur der DDR

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Jost Hermand

Nach einem kurzen Abriss der DDR-Geschichte folgen in diesem Buch vierzehn Aufsätze, in denen in chronologischer Folge einige Zentralfragen der Literatur dieses Staats sowie ihrer Hauptautoren, darunter Bertolt Brecht, Erwin Strittmatter, Herbert Otto, Heiner Müller, Hermann Kant, Wolf Biermann, Alfred Wellm, Volker Braun und Christoph Hein, behandelt werden. Dabei geht es vor allem um die Fragestellung, warum das anfängliche Bemühen durchaus sozialistisch eingestellter DDR-Schriftsteller, Wegbereiter eines «anderen, besseren Deutschlands» zu sein, später sowohl an den kaum zu überwindenden ökonomischen Schwierigkeiten als auch der allmählichen «Verwestlichung» dieses Staats scheiterte.

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Die in diesem Band versammelten Aufsätze und Vorträge sind in den letz- ten 40 Jahren entstanden. Obwohl ihre Themen so ausgewählt wurden, dass sie den gesamten, höchst konf liktreichen Zeitraum der in der DDR entstandenen Literatur umfassen, erheben sie nicht den Anspruch, eine Literaturgeschichte der DDR zu sein. Sie folgen zwar historisch aufein- ander, können aber auch einzeln gelesen werden. Anregende Gesprächspartner im Hinblick auf die in diesem Buch behandelten Themen und Autoren waren David Bathrick, Helen Fehervary, Hans Mayer, Werner Mittenzwei, Heiner Müller, Klaus Scherpe, Marc Silberman sowie Silvia und Dieter Schlenstedt. Dass das Ganze schließlich eine druckreife Form annahm, verdanke ich den Computerbemühungen Kristopher Imbrigottas. Vorwort Der aufhaltsame Versuch, das „andere, bessere Deutschland“ zu sein 1 Vgl. hierzu das Kapitel „Visionen einer ‚befreiten‘ Kultur im Hinblick auf das nachfaschistische Deutschland“ in meinem Buch: Kultur in finsteren Zeiten. Nazifaschismus, Innere Emigration, Exil, Köln 2010, S. 300–308. 2 Vgl. u. a. Theodor Eschenburg: Jahre der Besatzung, 1945–1949, Stuttgart 1983, S. 28–52. 3 Vgl. den Abschnitt „Die amerikanische Deutschlandpolitik 1941–1947“ in Jost Hermand und Wigand Lange: „Wollt Ihr Thomas Mann wieder haben?“ Deutsch- land und die Emigranten, Hamburg 1999, S. 11–17. 4 Vgl. dazu wesentlich ausführlicher mein Buch: Verlorene Illusionen. Eine Geschichte des deutschen Nationalismus, Köln 2012, S. 279 f f. 258 Anmerkungen 5 Anton Ackermann: Gibt es einen besonderen deutschen Weg zum Sozialismus? In: Einheit 1, 1946, S. 22 f f. 6 Zit....

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