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Die Kapitalverfassung der Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)

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Sven C. Stumm

Das Buch thematisiert die Kapitalverfassung der im Jahr 2008 eingeführten Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt). Mit inzwischen über 100.000 Handelsregistereintragungen ist der Boom der UG weiterhin ungebrochen. Obwohl sie grundsätzlich als GmbH-Variante und nicht als eigenständige Rechtsform konzipiert ist, zeigt sie diverse Besonderheiten – etwa in ihrer Finanzverfassung – auf, die an dieser Dogmatik zweifeln lassen. Insbesondere ihre gesetzliche Rücklage ist auch mehr als sieben Jahre nach dem MoMiG stetes Konfliktthema im Bereich des Kapitalschutzes. Die Kapitalaufbringung der UG und eine womöglich erweiterte Vermögensbindung sind zur GmbH mit ihrem Seriositätsbonus zu positionieren. Auch ihr Einsatz als Konzerngesellschaft und vor allem als Vorrats- und Mantelgesellschaft wirft rechtliche Fragen auf.

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Teil 1: Einleitung

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Teil 1:  Einleitung

§ 1  Vorbemerkung und Abgrenzung des Untersuchungsgegenstandes

A.  Einführung

Das Gesellschaftsrecht der letzten Jahre ist stetem Wandel unterzogen. Insbesondere durch die Einführung des Gesetzes zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG)1 als auch des Gesetzes zur Modernisierung des Bilanzrechts (BilMoG)2 wird deutlich, dass für Gesellschaften stets eine aktuelle, zeitgemäße Betrachtung notwendig ist. Das Bedürfnis nach Rechtsklarheit und Sicherheit durch eine vor nachteiligen Veränderungen geschützte Rechtsordnung überwiegt auf der einen Seite stark. So galt die deutsche GmbH als solide Instanz in den Kapitalgesellschaften.3 Auf der anderen Seite durfte sich der Gesetzgeber dem allgemeinen Werteverfall des Stammkapitals durch inflationären Einfluss als auch Veränderungen im internationalen Vergleich nicht verschließen. Der Seriositätsbonus der GmbH ist im Laufe der Zeit marginalisiert worden. So hat der Einfluss des innereuropäischen Wettbewerbs zwischen den verschiedenen Gesellschaftsformen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) dazu geführt, dass die Debatte um die Herabsenkung des GmbH-Mindestkapitals nie zur Ruhe kam.4

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