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Lexikon der Science Fiction-Literatur seit 1900

Mit einem Blick auf Osteuropa

Edited By Christoph F. Lorenz

Das Lexikon enthält Informationen über Biographie, Werkanalyse und bibliographische Angaben wichtiger Autoren der deutschsprachigen «Fantasy» und Science Fiction im 20. und 21. Jahrhundert. Überblicksartikel befassen sich darüber hinaus mit Fragen des Genres, deutscher Literatur vor und nach 1945, skandinavischen Werken seit 1900, osteuropäischen Werken und angloamerikanischer Fiktion.

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Grunert, Carl (Julia Silberer)

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Julia Silberer

Grunert, Carl

Biographie

Carl Grunert wurde am 2. November 1865 in Naumburg an der Saale geboren. Er besuchte das Lehrerseminar in Weißenfels und unterrichtete zunächst in seiner Geburtsstadt Naumburg, später in Berlin. Seine ersten literarischen Versuche (1887–1889) waren durch die ablehnenden Reaktionen aus dem Umfeld negativ behaftet und führten zunächst zu einer Distanzierung von der Schriftstellerei und zum Umzug nach Berlin. In den Jahren der Entsagung (1889–1903) widmete sich Grunert seiner Fortbildung auf vielerlei Gebieten: Er frequentierte die Bibliotheken der Stadt und besuchte auch akademische Vorlesungen, insbesondere im naturwissenschaftlichen Bereich.

Sein Privatleben verlief wenig glücklich, was sich in seinem literarischen Schaffen deutlich abzeichnet. Eine unglückliche Liebe aus der Jugend hing ihm lange nach und er litt zeitlebens an einer schwierigen gesundheitlichen Disposition, u. a. an Schlaflosigkeit. Wie sich seinem stark autobiographisch geprägten Werk, insbesondere seinen Gedichten, Aneignungen und Widmungen, entnehmen lässt, war seine Ehe mit Erna Huth (seit 1889) zwar von liebevoller Hingabe und Unterstützung geprägt, das Paar hatte jedoch den Tod zweier seiner drei Kinder zu beklagen. Während einer schweren Krankheit kam Grunert mit den Werken Kurd Laßwitz’ in Berührung. Er war inspiriert, wurde wieder schriftstellerisch aktiv und widmete Laßwitz nach einem aufmunternden Briefwechsel mit diesem seinen ersten Novellenband „Im Irdischen Jenseits“ (1904), das die Anerkennung des ‚Meisters’ fand, und dem noch zahlreiche weitere Kurzprosa steigender Qualität folgte...

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