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Akten des XIII. Internationalen Germanistenkongresses Shanghai 2015 - Germanistik zwischen Tradition und Innovation

Band 10

Series:

Jianhua Zhu, Michael Szurawitzki and Jin Zhao

Der Band dokumentiert die Sektionen aus dem Bereich Literaturwissenschaften auf dem IVG-Kongress 2015. Er beginnt mit der Sektion «Experimentelle Gegenwartsliteratur». Darauf folgt die Sektion «Neue Realismen. Formen des Realismus in der Gegenwartsliteratur», bevor die Sektion «Ökologie und Umweltwandel in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur» dokumentiert wird. Die Sektion «Entwicklungstendenzen der deutschen Literatur nach 1989/90. Neueste deutschsprachige Literatur als Speicher zeitgenössischer Identitätsmodelle» beschließt den Band.

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Das Experiment im postdramatischen Theater am Beispiel von Armin Petras / Fritz Kater (Anke Detken)

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Anke Detken (Göttingen, Deutschland)

Das Experiment im postdramatischen Theater am Beispiel von Armin Petras / Fritz Kater

Wer vom postdramatischen Theater spricht, spricht immer auch vom Experiment. Das Experimentelle am postdramatischen Theater wird aber häufig allein der Inszenierung zugeschrieben – so auch bei dem Dramenautor und Regisseur Armin Petras. Er „experimentiert eher in der Regie-Praxis“ (Nissen-Rizvani 2011, S. 147) als beim Dramenschreiben, heißt es in der Forschung. Dass das Experimentelle allein in der Regie zu finden sei und nicht in den Dramentexten, ist eine typische Äußerung über die Postdramatik, die der Überprüfung bedarf.

Die Postdramatik macht es sich zum Programm, das Theater von den Füßen auf den Kopf zu stellen. Sie verabschiedet den Dramentext als Grundlage für eine Inszenierung und fordert einen innovativen Umgang mit den Theaterformen sowie eine Aufwertung von Körper, Stimme und Requisiten. Experimentiert wird mit Handlung, Figuren, Sprache und Bühnenraum, um neue, ungewohnte Darstellungsweisen realisieren zu können. Das grundlegende Werk von Lehmann (1999) „sorgte wie kein anderes dafür, dass der Begriff des postdramatischen Theaters aus der Diskussion um das Theater des ausgehenden 20. Jh.s nicht mehr wegzudenken“ (Weiler 2005, S. 246) ist; seit ihrem Erscheinen wird Lehmanns Studie in Forschungsarbeiten und Lexika als norm- und diskursbestimmend zitiert. Mit Lehmann lässt sich die „gesamte Geschichte des Theaters im 20. Jh.“ als eine „Geschichte der kontinuierlichen Ablösung des Theaters“ (Weiler 2005, S. 247; vgl. Scherer 2010, S. 104) von den Dramentexten...

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