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Vorkoloniale Afrika-Penetrationen

Diskursive Vorstöße ins «Herz des großen Continents» in der deutschen Reiseliteratur (ca. 1850–1890)

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Florian Krobb

Die Studie untersucht, wie Reiseberichte und verwandte Publikationen diskursiv einen Sog nach Afrika erzeugten. Zentrale Verfahren sind die Inszenierung der eigenen Pionierleistung, der Rivalität mit Konkurrenten um Zugriff auf Afrika und der gegenseitigen Überbietung und Vermächtniserfüllung. Weiterhin werden thematische Bereiche – wie Sklaverei oder Despotismus in afrikanischen Gesellschaften und die Geschichtlichkeit Afrikas – behandelt, welche Begründungen bereitstellten, die das deutsche Eingreifen in afrikanische Belange nicht nur rechtfertigten, sondern angeblich erforderten. Solche Mechanismen der zunächst diskursiven Bemächtigung des Kontinents erklären, warum sich in der Beschleunigungs- und Intensivierungsphase deutscher Beschäftigung mit Afrika in den Jahrzehnten nach 1850 ein Einstellungswandel in der deutschen Öffentlichkeit vollzog, der die Inbesitznahme weiter afrikanischer Landstriche durch das Deutsche Reich 1884/85 ermöglichen half.

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Abb. 1: Mohammed Seiff vom Büffel verfolgt. In: Ludwig Ritter von Höhnel: Zum Rudolph-See und Stephanie-See. Die Forschungsreise des Grafen Samuel Teleki in Ost-Aequatorial-Afrika 1887–1888. Wien: Höhler, 1892, S. 529.←451 | 452→

Abb. 2: W. von Meyer: Reisen in Süd-Afrika während der Jahre 1840 und 1841. Beschreibung des jetzigen Zustandes der Colonie des Vorgebirges der Guten-Hoffnung, nebst Abbildung einer Löwenjagd. Hamburg: J. P. Erie, 1843, S. 122.←452 | 453→

Abb. 3: Dr. Vogel auf der Büffeljagd. In: Hermann Wagner: Ed. Vogel, der Afrika-Reisende. Schilderung der Reisen und Entdeckungen des Dr. Eduard Vogel in Central-Afrika, in der großen Wüste, in den Ländern des Sudan (am Tsad-See, in Mußgo, Tubori, Mandara, Sinder, Bautschi u.s.w.). Nebst einem Lebensabriß des Reisenden. Nach den Originalquellen bearbeitet. Leipzig 1860, S. 201.←453 | 454→

Abb. 4: Karl Wilhelm Gentz (Illustrator): Aus dem Sklavenleben. Stuttgart: Weise, [ca. 1869]: Transport von Sklaven durch die Wüste Sahara; Sklavenbazar in Kartum; Sakkieh (Schöpfmühle) an den Ufern des Nils in Nubien, durch Sklaven getrieben (= Deutsche Bilderbogen für Jung und Alt, 86).←454 | 455→

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