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Pflegequalität im Institutionenmix

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Edited By Indra Spiecker gen. Döhmann and Astrid Wallrabenstein

Pflegequalität ist eine komplexe Herausforderung an alle Akteure und daher auch Aufgabe und Ziel der zahlreichen Regelungsebenen des Pflegesektors. In diesem Sinne führt der Tagungsband des «ineges» diese verschiedenen Ebenen und Regulierungsansätze unter dem Motto des Institutionenmix zusammen. Welche alten und neuen Instrumentarien gibt es? Wie wirken sie zusammen oder auch nicht? Welche Bedarfe werden (noch) nicht befriedigt? Der Band enthält Beiträge von ausgewiesenen Expertinnen und Experten des Gesundheitsrechts, die sich anhand aktueller Fragen aus dem Bereich der Qualitätssicherung in der Pflege mit den Möglichkeiten und Grenzen rechtlicher Regulierung im Gesundheitswesen befassen. Dabei wird auch die neueste Gesetzgebung, insbesondere das Pflegestärkungsgesetz II, erörtert.

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Qualifikation und Weiterbildung: Welche Schlüssel zur Qualitätssicherung bietet das neue Pflegeberufsgesetz? (Dr. Matthias von Schwanenflügel, LL.M. (EuR))

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Matthias von Schwanenflügel

Qualifikation und Weiterbildung: Welche Schlüssel zur Qualitätssicherung bietet das neue Pflegeberufsgesetz?

Abstract: The Draft Nursing Care Professions Act includes five key quality assurance tools: a generalist programme, statutory professional prerogatives, measures to secure the skills base, improved training quality and the introduction of university-based nursing education.

1.  Das Pflegeberufsgesetz: Schlüssel zur Qualitätssicherung

Die Bundesregierung hat am 13. Januar 2016 den vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und vom Bundesministerium für Gesundheit gemeinsam vorgelegten Gesetzentwurf zur Reform der Pflegeberufe beschlossen.1 Am 18. März 2016 hat der Deutsche Bundestag den Gesetzentwurf in erster Lesung beraten.

Die bisherigen drei nach Altersgruppen getrennt geregelten Ausbildungen in der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege sollen reformiert und zu einer neuen generalistischen Pflegeausbildung mit einem einheitlichen Berufsabschluss als „Pflegefachfrau“/ „Pflegefachmann“ – bei im Zeugnis ausgewiesenem Vertiefungseinsatz – zusammengeführt werden.

Ziel des neuen Pflegeberufsgesetzes ist es, die „Pflegeberufe zukunftsgerecht weiterzuentwickeln, attraktiver zu machen und inhaltliche Qualitätsverbesserungen vorzunehmen. Es soll ein modernes, gestuftes und durchlässiges Pflegebildungssystem geschaffen werden, das die Ausbildung der zukünftigen Pflegefachkräfte derart ausgestaltet, dass sie den Anforderungen an die sich wandelnden Versorgungsstrukturen und zukünftigen Pflegebedarfe gerecht wird und zugleich die ← 113 | 114 → notwendige Basis für die im Sinne lebenslangen Lernens erforderlichen Fort- und Weiterbildungsprozesse bildet.“2

Im vorliegenden Beitrag liegt der Fokus auf dem...

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